Mercedes bestätigt in Shanghai seine starke Form des Wochenendes: George Russell holt den Sprint-Sieg. Hinter ihm liefern sich Charles Leclerc und Lewis Hamilton ein hartes Ferrari-internes Duell, während Red Bull mit einem punktlosen Rennen einen herben Rückschlag erlebt.
Russell bestätigt Mercedes-Dominanz – Antonelli kassiert Strafe
George Russell hat den Sprint beim Großen Preis von China 2026 in Shanghai gewonnen und damit seine starke Leistung aus dem Sprint-Qualifying bestätigt. Der Mercedes-Pilot kontrollierte das Rennen über weite Strecken und ließ sich auch nach dem Start nicht aus der Ruhe bringen.
Der Brite setzte sich gegen die beiden Ferrari-Piloten durch, die ihn über die Distanz hinweg unter Druck hielten. Dennoch behielt Russell die Kontrolle und brachte den Sieg souverän ins Ziel.
Für Mercedes verlief das Rennen jedoch nicht komplett problemlos. Teamkollege Kimi Antonelli geriet bereits in der Anfangsphase in eine Kollision in der ersten Runde. Der junge Italiener wurde anschließend von den Rennkommissaren mit einer empfindlichen Zeitstrafe belegt.
Die Szene beeinflusste Antonellis Rennen deutlich und kostete ihn letztlich wichtige Positionen im Sprint.
Ferrari-Duell prägt das Rennen
Hinter Russell entwickelte sich ein intensiver teaminterner Kampf bei Ferrari. Charles Leclerc und Lewis Hamilton lieferten sich ein direktes Duell um die Position hinter dem Mercedes.
Dabei ging es teilweise „knallhart“ zur Sache, ohne dass es zu einer Berührung kam.
Leclerc zeigte sich nach dem Rennen zufrieden mit der Performance des Autos:
„Die Pace war sehr stark, habe mich erstmal mit Lewis dominiert.“
Hamilton hob vor allem die Fortschritte des Teams hervor:
„Ein großes Dank an das Team, das uns überhaupt erst in die Position gebracht hat, uns mit Mercedes zu duellieren.“
Später ergänzte der siebenmalige Weltmeister:
„Es ist einfach ein viel besseres Auto, was wir da entwickelt haben.“
Am Ende setzte sich Leclerc im internen Ferrari-Duell durch und belegte Rang zwei vor Hamilton.
Lindblad-Zwischenfall sorgt für Aufsehen
Für einen spektakulären Moment im Sprint sorgte auch ein Zwischenfall rund um Arvid Lindblad, der während des Rennens in eine auffällige Szene verwickelt war. In Kurve 11 leistete sich der Rookie einen Fehler und drehte sich, weshalb er ans Ende des Feldes zurückfiel. Das bittere für das Team: es passierte ohne jegliche Fremdeinwirkung.
Hülkenberg ebenfalls Auslöser für ein Safety-Car
Nachdem sowohl Lindblad, als auch Valtteri Bottas (Cadillac) angewiesen wurden, deren Autos abzustellen und somit das Rennen zu beenden, erwischte es kurze Zeit später auch Nico Hülkenberg. Der Audi-Fahrer rollte in Kurve 1 aus und musste somit ebenfalls das Safety-Car notwendig machen.
Keine einfache Saison bisher für Red Bull. Sie gehen punktlos aus dem Sprint. | © Bearne / XPB ImagesRed Bull erlebt schwierigen Tag
Für Red Bull verlief der Sprint hingegen enttäuschend. Max Verstappen kämpfte weiterhin mit technischen Problemen am Auto und blieb außerhalb der Punkteränge.
Nach dem Rennen zeigte sich der Weltmeister deutlich frustriert:
„Im Moment habe ich nicht viele Worte. Alles, was schiefgehen konnte, ist schief gegangen.“
Damit bleibt Red Bull am Samstag in Shanghai erstmals in dieser Saison ohne Sprint-Punkte.
Kontext: Mercedes setzt erstes großes Ausrufezeichen
Nach dem dominanten Training und der Sprint-Pole bestätigt Mercedes in Shanghai erstmals an diesem Wochenende seine Stärke auch im direkten Rennvergleich. Ferrari wirkt näher dran als noch in den ersten Saisonrennen, während Red Bull weiterhin mit technischen Problemen kämpft.
Bleibt die Frage: War der Sprint nur eine Momentaufnahme oder kündigt sich hier ein echter Kräfteverhältnis für den Grand Prix am Sonntag an?






















