Mehrere Medien melden die Absage der beiden Golf-Rennen – doch eine offizielle Bestätigung von FIA und Formel-1-Management steht weiterhin aus.
Archivbild Februar 2026: Laut mehreren Medienberichten ist es nun bittere Realität: Kein grünes Licht für die F1 für die beiden Rennen in den Golf-Staaten im April. | ©IMAGO / MAXPPPAbsage der Golf-Rennen – Medien berichten übereinstimmend
Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer deutscher Medien stehen die Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien vor dem Aus für die aktuelle Saison.
Wie Bild berichtet, wurden beide Rennen aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten gestrichen. Auch Sky Sport Deutschland meldet, dass die Königsklasse auf den eskalierenden Konflikt in der Region reagiert und die beiden Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen nicht durchführen will.
Das Portal sport.de spricht in diesem Zusammenhang von einem „Formel-1-GAU“, da zwei aufeinanderfolgende Rennen aus dem Kalender verschwinden würden – ein äußerst seltenes Szenario in der modernen Ära der Serie.
Allerdings gilt: Eine offizielle Bestätigung durch die Formel-1-Organisation (FOM) oder den Weltverband FIA steht bislang noch aus. Mehrere Medien berichten lediglich, dass die Entscheidung intern bereits gefallen sei und eine formale Mitteilung zeitnah folgen könnte.
Stimmen aus der Motorsport-Szene
Im Motorsport-Talk „RACE CONTROL“ von und mit Marc Surer und Niels Wittich wurde eine mögliche Absage bereits im Vorfeld als nachvollziehbarer Schritt bewertet:
„Wenn die Sicherheitslage nicht eindeutig gewährleistet werden kann, dann ist eine Absage am Ende die einzige verantwortungsvolle Lösung.“
Auch dort wurde betont, dass sportliche Interessen in einem solchen Szenario hinter der Sicherheit von Teams, Mitarbeitern und Zuschauern zurückstehen müssen.
Hintergrund: Sicherheitslage und eine fragile Logistik
Die Entwicklung kommt nicht völlig überraschend. Champ1 hatte bereits berichtet, dass beide Rennen „kurz vor der Absage“ stehen könnten. Damals verwiesen mehrere internationale Medien auf intensive Gespräche zwischen Formel-1-Management, FIA und den Veranstaltern.
Der Grund liegt nicht nur in der geopolitischen Situation. Die Logistik der Formel 1 zählt zu den komplexesten Transportoperationen im internationalen Sport. Pro Rennwochenende bewegt der Tross mehrere tausend Tonnen Material rund um den Globus: Ersatzteile, Motoren, Hospitality-Strukturen, Fernseh-Equipment und komplette Team-Garagen.
Fällt ein Rennen kurzfristig aus, geraten diese fein abgestimmten Transportketten ins Wanken. Schiffscontainer, Frachtflugzeuge und Zeitpläne sind Monate im Voraus geplant – ein spontaner Ersatz-Grand-Prix wäre organisatorisch kaum realisierbar.
Sollte es dabei bleiben, würde der ursprünglich geplante Rennkalender spürbar schrumpfen – ein ungewöhnlicher Einschnitt für eine Serie, die in den vergangenen Jahren eher expandierte als reduzierte.
Und so verliert die Formel 1 in dieser Saison nicht nur ein paar Kilogramm durch neue technische Vorgaben an ihren Autos – auch ihr Rennkalender scheint plötzlich abgespeckt zu haben.








