Nach Tagen der Unsicherheit ist die Entscheidung gefallen: Die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien finden 2026 nicht statt. FIA und Formel 1 reagieren damit auf die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten.
Offizielle Bestätigung von FIA und Formel 1
Die Formel 1 hat die Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien offiziell abgesagt. Das bestätigten sowohl die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) als auch die Formula One Group am Samstag.
Die beiden Rennen waren ursprünglich für April in Sakhir und Jeddah vorgesehen und hätten den Auftakt der Nahost-Phase im Kalender gebildet. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage in der Region entschieden sich die Verantwortlichen jedoch, die Veranstaltungen in dieser Saison nicht auszutragen.
Mohammed Ben Sulayem, Präsident der FIA, erklärte dazu:
„Die FIA wird die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft und unserer Kollegen stets an erste Stelle setzen. Nach sorgfältiger Abwägung haben wir diese Entscheidung getroffen, wobei wir uns dieser Verantwortung voll und ganz bewusst waren.“
Archivbild Dezember 2025: FIA-Präsident Sulayem und F1-CEO Domenicali sind sich einig: die Sicherheit steht an oberster Stelle und kann aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht gewährleistet werden. |©Batchelor / XPB ImagesSicherheitslage als entscheidender Faktor
Laut übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien spielte vor allem die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten eine zentrale Rolle bei der Entscheidung.
Auch Stefano Domenicali, CEO der Formel 1, betonte, dass die Verantwortlichen die Situation über einen längeren Zeitraum genau beobachtet hätten.
„Auch wenn es eine schwierige Entscheidung war, ist sie angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten zum jetzigen Zeitpunkt leider die richtige.“
Ein Ersatzrennen für die beiden Veranstaltungen ist derzeit nicht geplant. Damit reduziert sich der ursprünglich geplante Kalender der Saison 2026 von 24 auf 22 Rennen.
Redaktion hatte Entwicklung bereits erwartet
Die offizielle Absage kommt nicht völlig überraschend. Bereits am Freitag hatte unsere Redaktion unter Berufung auf internationale Medienberichte darauf hingewiesen, dass Formel 1 und FIA intern an Szenarien für eine mögliche Streichung der beiden Rennen arbeiten.
Damals hieß es bereits, dass die Verantwortlichen verschiedene Optionen prüfen und die Situation in der Region genau beobachten würden.
Mit der heutigen Bestätigung ist nun klar: Die beiden Golf-Rennen werden 2026 tatsächlich nicht stattfinden.
Auswirkungen auf Kalender und Teams
Die Entscheidung hat unmittelbare Auswirkungen auf den Saisonverlauf. Zwischen den Rennen in Japanese Grand Prix und dem Miami Grand Prix entsteht nun eine größere Lücke im Kalender.
Teams, Fahrer und Logistikpartner müssen ihre Planungen entsprechend anpassen. Gerade für die Nachwuchsserien wie FIA Formula 2 Championship und FIA Formula 3 Championship, die traditionell im Rahmenprogramm der Rennen stattfinden, bedeutet die Absage ebenfalls eine kurzfristige Umstellung.
Archivbild 2025: Die Königsklasse hat in diesem Jahr neben der üblichen Sommerpause nun auch noch eine Frühlingspause. Bis die Motoren nach Japan wieder starten, vergehen ganze fünf Wochen. | ©IMAGO / NurPhotoFormel 1 beobachtet Situation weiter
Sowohl FIA als auch Formel-1-Management betonten, dass Sicherheit für Teams, Fahrer und Mitarbeiter oberste Priorität habe. Die Entwicklung in der Region werde weiterhin aufmerksam verfolgt.
Für die laufende Saison bedeutet die Entscheidung jedoch eine klare Konsequenz: Die Formel-1-Saison 2026 wird vorerst ohne Bahrain und Saudi-Arabien fortgesetzt.
Damit verliert die Formel 1 in dieser Saison nicht nur zwei prestigeträchtige Stationen im Nahen Osten – sondern auch ein Stück ihres ursprünglich vollgepackten Kalenders. 2026 startet damit nicht nur mit leichteren Autos, sondern auch mit einem deutlich abgespeckten Rennplan.




































