Christian Horner gehört zu den erfolgreichsten Teamchefs der Formel-1-Geschichte. Er gehörte zu den wichtigsten Komponenten, die die Weltmeisterschaften von Sebastian Vettel und Max Verstappen möglich machten.
Doch nach den sportlichen Problemen der letzten Saison und internen Querelen musste der Brite seinen Hut nehmen. Doch aufgrund einer Vertragsklausel durfte er erstmal nicht mehr in der Formel 1 arbeiten.
Wird Horner bald Anteilseigner bei Alpine? © Batchelor / XPB ImagesVertragsklausel von Horner aufgelaufen – werden mögliche Rückkehrgerüchte nun heißer?
Doch, wie racingnews365 berichtet, soll die Vertragsklausel, die ihn von einem Wechsel zu einem anderen Team abhält, seit dem 8. Mai ausgelaufen sein. Das bedeutet, er könnte jetzt zurückkehren.
In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Gerüchte. Horner wurde mit den Anteilen von Otro Capital an Alpine in Verbindung gebracht. Auch bei Aston Martin gab es Stimmen, die Horner gerne im Team gesehen hätten, obwohl sein Verhältnis mit Adrian Newey nicht mehr allzu gut sein soll.
In einer Medienrunde machte FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem vor Kurzem klar, dass er Horner gerne wieder in Formel 1 sehen würde.
„Wenn du mich fragst, vermissen wir ihn in diesem Sport, und ich vermisse ihn. Ich halte den Kontakt zu ihm. Er war gut für die Mannschaft, gut für den Sport. Wir würden ihn gerne wieder willkommen heißen, und jemand wie er findet immer seinen Weg zurück. Und er möchte zurückkommen. Wie zuvor erwähnt, ich spreche regelmäßig mit ihm, und ich habe das Gefühl, dass er zurückkommen wird. Wenn er zurückkommt, wird es so sein, als wäre er nur in den Urlaub gefahren.“
Klingt so, als könnte nun alles schnell gehen. Doch zurzeit ist (noch) kein Platz für Horner bei einem Team geschaffen worden und die Rennställe wissen, dass man sich mit dem ehemaligen Red-Bull-Teamchef einen Platzhirsch holen würde, der nicht immer ganz einfach ist, wie die Vergangenheit zeigte.
Hat F1-Boss Domenicali (r.) die Bedenken von Horner (l.) ignoriert? © IMAGO / PsnewZWurden Horners Reglement-Bedenken ignoriert?
2023 soll der Brite die FIA und die Formel 1 gewarnt haben, das Reglement so einzuführen, wie wir es jetzt vorfinden. Laut racingnews365 soll Horner dafür plädiert haben, dass man erstmal mit einem 60/40-Verhältnis zwischen Verbrenner und Batterie starten müsse.
Auch machte er sich Sorgen, dass Teams einige Chassis-Schlupflöcher finden würden, da sich im Reglement zu viel auf den Motor fokussiert wurde. Doch Horner wurde ignoriert.
Das lag natürlich auch an seinem Lieblingsfeind Toto Wolff. Denn Mercedes war zu dieser Zeit schon sehr weit mit dem neuen Motor und hatte einen großen Vorsprung bei der Entwicklung, den man natürlich nicht verlieren wollte.
Nun hat Horner allerdings einen kleinen Sieg eingefahren. Denn die Regeländerungen, die nächstes Jahr in die Tat umgesetzt werden sollen, sind ziemlich genau das, was sich der Ex-Red-Bull-Teamchef vorgestellt hat. Mal schauen, ob er das eines Tages dem einen oder anderen unter die Nase reiben wird.




































