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Wettbieten zwischen Wolff und Horner um Alpine-Anteile? – Mercedes-Teamchef reagiert auf harsche Motoren-Kritik von Andrea Stella

Toto Wolff will seinen Einfluss in der Formel 1 wohl weiter vergrößern. Der Österreicher spielt wohl mit dem Gedanken, Alpine-Anteile zu erwerben. Sticht er Christian Horner aus? Wolff muss sich außerdem mit McLaren-Teamchef Andrea Stella auseinandersetzen, der zum Rundumschlag gegen Mercedes ausholt.

© IMAGO / NurPhoto / Panoramic by PsnewZ

Toto Wolff gehört zu den schillerndsten und erfolgreichsten Personen in der Formel 1. Der CEO und Team Principal von Mercedes hat bereits jetzt einen großen Einfluss innerhalb der Königsklasse des Motorsports.

Dieser Einfluss könnte in Zukunft noch größer werden. Denn laut einem Bericht von Telegraph UK scheint Wolff ein Angebot vorzubereiten, um 24 Prozent der Anteile des Alpine-Formel-1-Teams zu kaufen.

Diese Anteile haben einen Wert von 598 Millionen Dollar und gehören bislang Otro Capital, die allerdings nicht mehr wirklich Interesse daran haben sollen, sie zu behalten. Das liegt vor allem auch an den schlechten Ergebnissen der Vergangenheit.

Seit dieser Saison fahren die Alpine-Boliden mit einem Mercedes-Motor (vorher Renault). Einen wirklichen Schritt nach vorn hat der Rennstall allerdings nicht gemacht. Die Zusammenarbeit zwischen Alpine und Mercedes könnte sich intensivieren, wenn die Anteile in die Hände von Wolff und Co. fallen.

Toto Wollf (l.) und Christian Horner (r.) waren nie die dicksten Freunde. © IMAGO / Eibner

Sticht Wolff seinen alten Rivalen Christian Horner aus?

Sollte Toto Wolff Mercedes-Benz überzeugen können, ein Angebot abzugeben, dann könnte ein großer Rivale des Österreichers leer ausgehen. Denn schon seit einiger Zeit soll Christian Horner laut diversen Medienberichten auch ein Auge auf die Anteile von Otro Capital geworfen haben.

Der ehemalige Red-Bull-Teamchef, der aufgrund der sportlichen Probleme und eines mutmaßlichen Sex-Skandals beim österreichischen Rennstall rausgeflogen ist, scheint viel Lust zu haben, wieder in die Formel 1 zurückzukehren.

Doch ausgerechnet sein großer Rivale, mit dem er sich in der Vergangenheit schon einige verbale Auseinandersetzungen geliefert hat, könnte ihm nun einen Strich durch die Rechnung machen.

Ein Sprecher von Otro Capital meldete sich inzwischen gegenüber dem Telegraph UK zu Wort.

„Wir äußern uns nicht zu bestimmten Namen oder Personen. Alle Gespräche sind nicht Sache des Teams, sondern finden zwischen den Beteiligten und den interessierten Parteien statt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der unmittelbar anstehenden Aufgabe, nämlich dem Start der Rennsaison und einer nachhaltigen Leistungssteigerung auf der Rennstrecke.“

Andrea Stella kann mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. © IMAGO / DeFodi Images

McLaren startet mit Problemen in die neue Saison – Teamchef Stella wirkt genervt

Nicht nur Alpine wird von Mercedes mit einem Motor beliefert. Auch McLaren gehört zu den Kundenteams und schaffte es in den vergangenen Jahren, besser zu performen als Mercedes – für das Werksteam natürlich eine derbe Klatsche.

In dieser Saison scheint sich der Spieß, zumindest zu Beginn der Saison, umgedreht zu haben. Mercedes gilt nach dem ersten Wochenende als absoluter Topfavorit auf den WM-Titel in diesem Jahr, während McLaren zurzeit mit Red Bull darum kämpft, wer die dritte Kraft ist, denn auch Ferrari wirkt insgesamt deutlich stabiler.

Teamchef Andrea Stella ist mit dem Abstand natürlich überhaupt nicht zufrieden und beschwerte sich bei Sky Sports F1 über die wenigen Informationen, die das Kundenteam von Mercedes in Bezug auf den Motor bekommt.

„Die Diskussion mit HPP (Mercedes High Performance Powertrains) über mehr Informationen dauert schon wochenlang an, denn selbst bei den Tests sind wir einfach auf die Strecke gegangen, sind das Auto gefahren, haben uns dann die Daten angesehen und gesagt: ,Oh, das ist also das, was wir haben. Gut, dann reagieren wir jetzt auf das, was wir haben.'“

Andrea Stella (l.) fordert von Toto Wolff (r.) und Mercedes detaillierte Informationen. © IMAGO / Eibner

Stella kritisiert Mercedes harsch – Wolff reagiert gewohnt gelassen

Stella hat vor allem für das Verhalten von Mercedes kein Verständis

„So arbeitet man in der Formel 1 nicht. In der Formel 1 simuliert man das, was auf der Strecke passiert. Man weiß, was passiert, man weiß, was man programmiert, man weiß, wie sich das Auto verhalten wird. Ich muss sagen, dass wir als Kundenteam zum ersten Mal das Gefühl haben, im Nachteil zu sein, auch wenn es darum geht, das Verhalten des Autos vorherzusagen und zu antizipieren, wie wir das Auto verbessern können.“

 Auf die Vorwürfe reagierte Wolff gewohnt entspannt am Mikro von Sky Sports F1.

„Es ist klar, dass man bei der Einführung eines neuen Reglements viel zu lernen hat. Man kann nicht jeden glücklich machen. Aber ich denke, das Wichtigste ist, dass wir versuchen, einen guten Service zu bieten.“

Vorbei ist die Diskussion damit aber bestimmt nicht. Auch Williams und Alpine würden sich sicher über mehr Informationen von Mercedes freuen, denn außer dem Werksteam tun sich alle Teams bisher mit dem Mercedes-Motor schwer. Das letzte Wort ist in diesem Fall noch nicht gesprochen.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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