In dieser Woche in der Formel 1 wurden einige Zukunftsentscheidungen getroffen. Während einige Teams auf Kontinuität setzen, wird sich bei Haas und Cadillac wohl einiges ändern. Der Wochenrückblick.
Isack Hadjar bleibt Red Bull erhalten. © Batchelor / XPB ImagesHadjar kehrt zurück – und bleibt auch 2027
Nach seinen Handverletzungen konnte Isack Hadjar in dieser Woche endlich wieder in seinen Red Bull zurückkehren. Mit Platz drei in Baku zeigte er sofort wieder eine bärenstarke Leistung.
Auch im kommenden Jahr wird der Franzose an der Seite von Max Verstappen fahren. Das bestätigte der Rennstall in einer offiziellen Mitteilung.
Und auch beim Schwesternteam soll das Stichwort Kontinuität lauten. Obwohl Nikola Tsolov von hinten drängt, scheint Liam Lawson durch seine starke Form für die kommende Saison die Nase vorn zu haben.
In den vergangenen Jahren gab es im Hause Red Bull immer wieder zahlreiche Verschiebungen. Nun scheint zumindest bei den Fahrerpaarungen ein bisschen Ruhe hereinzukommen.
Esteban Ocon muss Haas wohl verlassen. © Charniaux / XPB ImagesOcon vor dem Aus – Camara einziger Rookie?
Ein Team, bei dem in der kommenden Saison wohl ein neuer Fahrer einen Platz finden wird, ist Haas. Auch der achte Platz in Baku wird Esteban Ocon wohl nicht retten. Der Franzose soll beim US-amerikanischen Team vor dem Aus stehen.
Der große Favorit auf den Sitz neben Oliver Bearman ist wohl Rafael Camara, der sportlich und durch seinen Ferrari-Background wohl genug Argumente gesammelt hat, um den Platz zu kriegen.
Da in den anderen Teams wohl nicht allzu viel passieren wird, könnte Camara in der kommenden Saison der einzige Rookie sein. Für Ferrari wäre das auch wunderbar. Mit Bearman und dem Brasilianer hätte man gleich zwei Fahrer aus dem eigenen Junior-Programm in der Formel 1.
Marcin Budkowski erhält Verstärkung. © Rew / XPB ImagesCadillac rüstet personell auf
Cadillac sorgte in dieser Woche mit einer großen Einstellungsoffensive für Aufsehen. Gleich drei neue Führungspersönlichkeiten wurden vorgestellt.
Craig Skinner konnte zum Beispiel ein neuer Chefentwicklungsingenieur angeheuert werden. Knapp 20 Jahre war dieser bei Red Bull und sorgte als Chef-Designer unter anderem dafür, dass Max Verstappen viermal Weltmeister wurde.
Eric Blandin wird zudem neuer Aerodynamik-Boss. Eine ähnliche Rolle hatte er auch bei Mercedes, zuletzt war er stellvertretender Technischer Direktor bei Aston Martin. Ihm direkt unterstellt ist der neue Chefingenieur für Aerodynamische Modellierung und Simulation, Tim Lean. Er bringt auch viel Erfahrung aus seiner Zeit bei McLaren, Red Bull und Ferrari mit.
Auch der Baku GP wird in der kommenden Saison kürzer. © Bearne / XPB ImagesRegeländerungen in der Formel 1 beschlossen
In dieser Woche wurden in der Formel 1 auch generelle Regeländerungen beschlossen. Die Renndistanz wird zum Beispiel künftig bei 290 Kilometern und nicht bei 305 Kilometern liegen. Damit fallen je nach Rennen zwei bis drei Runden weg.
Das 3-Stunden-Limit wird wegfallen und durch eine feste Endzeit ersetzt. Die maximale Rennzeit bleibt allerdings bei 2 Stunden. Die Trainingszeiten sollen auch flexibler gestaltet werden, damit Unterbrechungen leichter nachgeholt werden können.
Außerdem war eigentlich geplant, dass die Getriebe der Teams vereinheitlicht werden sollen. Damit soll nun Schluss sein. Änderungen am Technischen Reglement, sowie finanzielle Aspekte sollen zusätzlich beschlossen worden sein, dazu wurden aber keine Details genannt.
Nach der Zustimmung des FIA World Motor Sport Council sollen die Änderungen ab der kommenden Saison durchgeführt werden.
Herta entscheidet sich gegen eine Zukunft in der Formel 2. © XPB ImagesHerta verlässt die Formel 2
Cadillac-Flirt Colton Herta machte außerdem klar, dass er die Formel 2 auf jeden Fall verlassen will.
Der Ersatzfahrer des US-amerikanischen Teams könnte in der kommenden Saison weitere Trainingseinsätze bei Cadillac sammeln, um seine Super-Lizenz zu erhalten.
Einen Wechsel in die Indycar-Serie soll Herta laut übereinstimmenden Medien ausgeschlagen haben. Es könnte also sein, dass er sich im kommenden Jahr fest auf seine Rolle als Test- und Ersatzfahrer bei Cadillac konzentrieren kann.































