Die ADUO-Entscheidung ist endgültig offiziell. Und sie gefällt natürlich vor allem einem Team nicht – und das ist Red Bull.
In Zandvoort war das Team die klare vierte Kraft. Nun könnte der Weg an die Spitze noch steiniger werden. Und das hat mehrere Gründe.
Nicholas Tombazis will am ADUO-Verfahren arbeiten.© Moy / XPB ImagesBester Verbrenner nicht gleich bester Motor
Das Ergebnis ist klar. Red Bull hat laut der FIA den besten Motor des Feldes. Das heißt, der Rennstall darf erst einmal keine Upgrades für dieses und für nächstes Jahr einplanen.
Mercedes hingegen soll zwischen 2 und 4 Prozent hinter der Benchmark liegen. Das Top-Team dieser Saison darf also ein zusätzliches Upgrade in dieser und der kommenden Saison bringen. Ferrari, Audi und Honda liegen sogar über 4 Prozent hinter Red Bull und dürfen somit zweimal, jeweils 2026 und 2027, einen neuen Motor bekommen.
Doch wie in den vergangenen Wochen klar wurde, wird nicht der gesamte Motor beim ADUO einbezogen, sondern nur der Verbrenner. Das machte auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff klar.
Das bedeutet, die Batterie und das Zusammenspiel beider Antriebe werden gar nicht mit einbezogen. Der Technische Direktor der FIA, Nicholas Tombazis, machte zuletzt in einem Interview klar, dass man an diesem Punkt plant, etwas zu ändern.
Doch, das bringt Red Bull derzeit gar nichts. Im Gesamtpaket ist man beim Motor wahrscheinlich hinter Mercedes und nun muss man mit ansehen, wie alle anderen Teams den Verbrenner-Rückstand aufholen können.
Bis zum nächsten ADUO-Durchgang muss man nun auch noch lange warten – erst Anfang November soll es die nächsten Ergebnisse geben. Eine bittere Niederlage für den ambitionierten Rennstall.
Pierre Waché steht nun noch mehr unter Druck. © IMAGO / Marco CanonieroPierre Waché und Co. durch ADUO gefordert
Im Umkehrschluss heißt die Entscheidung allerdings auch, dass Pierre Waché und Co. nun noch mehr gefordert sind. Denn jetzt liegt die Aufgabe des österreichischen Rennstalls vor allem darin, am Chassis zu arbeiten.
Wenn man mit dem besten Verbrenner des Feldes nur auf Rang 4 der Konstrukteurswertung liegt, weiß man, dass nicht nur die Batterie Schuld an der kleinen sportlichen Krise bei den Bullen ist.
In allen Kategorien, außer bei der Strategie, ist noch deutlich Luft nach oben. Nun muss man dafür sorgen, dass das Design der Boliden von Max Verstappen und Isack Hadjar optimal zum starken Verbrenner passt.
Auch kann man am Batteriemanagement auch ohne Motorenupgrade so einiges machen – das zeigten schon andere Top-Teams wie McLaren in dieser Saison. Der Rennstall bekommt die Entscheidung, was man in dieser Saison noch verbessert, quasi von der ADUO-Entscheidung abgenommen.
Red Bull selbst äußerte sich übrigens noch nicht zur Entscheidung. In der Vergangenheit sorgte man für eine Verzögerung des Verfahrens, da man von der FIA forderte, genau hinzuschauen. Nun sind dem Rennstall allerdings wohl die Hände gebunden. Beugt man sich am Ende dem Schicksal?






























