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Wochenende zum Vergessen für Haas-Piloten Bearman und Ocon

Der doppelte Ausfall in Zandvoort war für Haas-Piloten Oliver Bearman und Esteban Ocon kein guter Start in die zweite Saisonhälfte.

© Batchelor / Moy / Price / XPB Images

Beide Haas-Fahrer Oliver Bearman und Esteban Ocon hatten einen fürchterlichen Start in die zweite Formel 1-Saisonshälfte. Beide schieden in Zandvoort vorzeitig wegen Zuverlässigkeitsproblemen aus.

Oliver Bearman stellt sein Auto abBearman kommt nicht über die zweite Formationlap hinaus | © F1.com

Bearman frustriert nach Zandvoort-Wochenende

Für Oliver Bearman hätte Zandvoort kaum schlimmer enden können. Sowohl im ersten Teil der Sprintqualifikation, als auch im ersten Teil des Qualifyings für das Rennen schied er jeweils aus.

Nach Verstappens Crash in der ersten Rennrunde am Sonntag, war Bearmans Haas das zweite Auto des Tages, das frühzeitig schlapp machte. Nach der roten Flagge und Rennunterbrechung startete man eine zweite Einführungsrunde, doch die erlebte der junge Brite nicht bis zum Schluss. Das Auto ging aus und er musste es am Streckenrand abstellen.

„Wir hatten einen guten Start und eine gute erste Runde, und dann kam natürlich die rote Flagge. Danach ging in der Einführungsrunde der Motor aus“, erklärte Bearman nach dem Rennen.

Bei mir hat sich das Auto völlig abgeschaltet, was wirklich schade ist. Es war ein absolut schreckliches Wochenende, nicht das, auf das wir gehofft hatten.

„Aber [für Monza] stehen einige Updates an, und ich hoffe sehr, dass sie unsere Leistung verbessern können“, meinte der 21-Jährige.

Die letzten Updates brachte Haas in Kanada. Doch diese brachten nicht den gewünschten Effekt, sodass das amerikanische Team immer weiter nach hinten in der Rangordnung fiel. Zu Beginn der Saison konnte man noch um Punkte mitfahren, doch mittlerweile ist man meilenweit von der Top 10 entfernt.

Esteban Ocon kann das Rennen nicht beendenAuch für Esteban Ocon war das Rennen frühzeitig vorbei | © F1.com

Erster DNF für Ocon der Saison

Für Esteban Ocon lief das Rennen wenigstens was die gefahrene Rundenanzahl anging besser als für seinen Teamkollegen. Doch in Runde 56 war es auch für ihn vorbei. Und das aus dem gleichen Grund wie bei Bearman – die Zuverlässigkeit des Motors.

„Wir hatten dieses Jahr bisher keine Zuverlässigkeitsprobleme – dies ist das erste –, und wir vermuten einen Zusammenhang mit der PU, müssen der Sache aber erst noch genauer nachgehen, um sie richtig zu verstehen“, meinte der Franzose nach dem Rennen.

Beide Autos hatten Probleme, sodass keiner von uns das Rennen beendete. Aber das spielte keine große Rolle, da wir ohnehin nicht in den Punkten lagen.

Für Esteban Ocon war der Ausfall in Zandvoort sein erster der Saison, während es bei Teamkollege Oliver Bearman bereits der vierte DNF war.

Da beide Haas keine Punkte holen konnten, liegen sie in der Konstrukteurswertung mit 21 Punkten auf Platz 7. Audi ist ihnen mit nur 5 Punkten Differenz dicht auf den Fersen.

Haas-Teamchef Ayao KomatsuAyao Komatsu blickt auf ein enttäuschendes Wochenende zurück | © Moy / XPB Images

Haas-Teamchef sucht Positives

Obwohl das Wochenende für Haas ziemlich enttäuschend war, konnte Teamchef Ayao Komatsu trotzdem etwas Positives aus Zandvoort mitnehmen.

„Es ist sehr enttäuschend, das Wochenende mit einem doppelten Ausfall aufgrund von Antriebsstrangdefekten zu beenden, daher müssen wir der Sache nachgehen“, sagte Komatsu zunächst.

Es ist schade, denn Ollie hatte praktisch kein Rennen, und bei Esteban hatten wir im Rennen etwas mehr zu kämpfen als im Qualifying. Was die Performance auf der Strecke angeht, denke ich, dass das, was wir aus dem Auto herausgeholt haben – vor den Ausfällen –, auch das Maximum dessen war, was möglich war.

Das Positive seien laut Komatsu die Boxenstopps gewesen, darüber könne man sich freuen: „Die Boxenstopps waren sehr gut, und mit dem Stopp von Esteban haben wir unseren schnellsten der Saison absolviert. Das ist das Positive. Ich hoffe also, dass wir das nutzen können, sobald wir ein etwas schnelleres Auto haben.“

Bei Haas hofft man auf Verbesserung durch die Upgrades, die für das nächste Rennwochenende in Monza geplant sind. Denn so ein Wochenende wie in Zandvoort möchte man nicht nochmal wiederholen.

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Laura Schanz
Laura Schanz ist seit Juni Teil des CHAMP1.NEWS-Teams. Ursprünglich kommt sie aus dem Bildungswesen, doch ihre Begeisterung für die Formel 1 entwickelte sich schnell von einem Hobby zu einer echten Leidenschaft. Heute verfolgt sie zwei klare Missionen: Zum einen möchte sie alle Strecken des aktuellen Formel-1-Kalenders persönlich besuchen — sechs davon konnte sie bereits abhaken. Zum anderen will sie mit dem hartnäckigen Vorurteil aufräumen, dass Frauen in der Formel 1 keinen Platz hätten. Für Laura ist die Königsklasse weit mehr als schnelle Autos, laute Motoren und der Geruch von verbranntem Gummi. Mit analytischem Blick begleitet sie Rennwochenenden, ordnet aktuelle F1-News und Entwicklungen ein und schreibt klare, verständliche Artikel rund um das Geschehen auf und neben der Strecke. Darüber hinaus ist sie als Social-Media-Host für CHAMP1 aktiv und gehört bei den Live-Sendungen an den Rennwochenenden neben Chantal und David zum On-Air-Team. Ihr Anspruch: die Formel 1 greifbarer, verständlicher und zugänglicher zu machen — für eingefleischte Fans genauso wie für alle, die gerade erst in diesen Sport eintauchen.
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