Unverhofft kommt oft. Das wird sich auch Yuki Tsunoda gedacht haben. Der Japaner bekam aufgrund einer Verletzung von Isack Hadjar plötzlich eine Chance bei den Racing Bulls, weil Liam Lawson zum Top-Team aufrücken durfte.
Am Ende sammelte der Japaner zwar keine Punkte. Er überraschte allerdings trotzdem, weil er mit dem Reglement gut zurechtkam. Ist die Tür für eine Rückkehr in ein Stammcockpit nun plötzlich da?
Lindblad und Lawson befinden sich in bestechender Form. © Batchelor / XPB ImagesTür bei den Racing Bulls bleibt zu
Der Japaner machte zumindest in einer Medienrunde klar, wo er im nächsten Jahr sein will. Und das trotz der anhaltenden Gerüchte um einen Wechsel in die Indycar-Serie.
„Meine Einstellung ist immer in der Formel 1. Mein Hauptziel ist es, immer in der Formel 1 zu fahren und Erfolg zu haben. Das ist immer da, egal was passiert. Aber ich will auch nicht zwei Jahre in der Garage bleiben. Ich möchte auch fahren.“
Deshalb würde er sich in anderen Serien umschauen, falls er kein Stammcockpit ergattern könne. Doch die Hoffnung bleibt. Mit einem humorvollen „Ruft mich bitte an!“ antwortete er auf eine Frage zu seiner Zukunft von motorsport.com.
Bei den Racing Bulls scheint die Tür allerdings verriegelt zu sein. Und das liegt nicht nur an den tollen Leistungen von Liam Lawson und Arvid Lindblad in dieser Saison. Von hinten drückt zusätzlich Nikola Tsolov in die Formel 1. Da ist für Tsunoda eigentlich kein Platz.
Der Druck auf Esteban Ocon wächst. © Batchelor / XPB ImagesHaas derzeit die heißeste Option für Tsunoda
Das einzige Cockpit, das der Japaner wohl angreifen könnte, ist das von Esteban Ocon. Der Franzose erlebt eine mehr als durchwachsene Saison und wackelt derzeit beträchtlich.
Der japanische Sponsor Toyota würde sich auch sicher freuen, wenn ein Lokalmatador für Haas fahren würde. Doch Tsunoda hat Konkurrenz. Rafael Camara, Leonardo Fornaroli, Ryo Hirakawa und Jack Doohan bekommen in den kommenden Tagen Testkilometer im Cockpit und dürfen sich damit dem Team zeigen.
Doch Tsunoda hat einen großen Vorteil: Er hat in Zandvoort ein Rennwochenende absolviert und überzeugt. Das sieht der Japaner auch selber so, wie er in einer Medienrunde sagte.
„Offen gesagt denke ich, dass ich schneller Fortschritte machen konnte, als ich erwartet hatte. Seit meinem letzten Rennen in Abu Dhabi bin ich in acht Monaten nur viermal gefahren. Und dafür habe ich mich ziemlich gut geschlagen.“
Das werden auch die Verantwortlichen bei Haas gesehen haben. Ein besseres Bewerbungsschreiben als ein gelungenes Zandvoort-Wochenende gibt es wohl kaum. Die Chance, dass Yuki Tsunoda im nächsten Jahr wieder zu den festen Fahrern gehört, hat sich auf jeden Fall schlagartig verbessert.






























