Eigentlich könnte man denken, dass Pierre Gasly mit dem Punktgewinn in Zandvoort zufrieden sein müsste. Denn nach schwierigen Wochen vor der Sommerpause scheint das neue Update zu fruchten.
Doch der Franzose war nach dem Rennen dennoch frustriert. Und das lag nicht nur am eigenen Anspruch, vor Fahrern wie Fernando Alonso oder Nico Hülkenberg zu landen, die am Ende vor ihm waren.
Gasly hatte Probleme an Lindblad vorbeizukommen. © Bearne / XPB ImagesRacing Bulls machen Gasly Probleme
Denn das Team, das mittlerweile vor Alpine in der Konstrukteurs-WM auftaucht, machte vor allem Gasly große Probleme.
Erst hatte er nach seinem ersten Boxenstopp Probleme, an Lindblad, der eine Durchfahrtsstrafe bekommen hatte, vorbeizuziehen, später überholten ihn auch noch Nico Hülkenberg und Yuki Tsunoda, der von seinem Teamkollegen ziehen gelassen wurde.
17 Runden brauchte Gasly, um am Ende an Lindblad vorbeizugehen. Diese Phase sorgte dafür, dass der Franzose mit einem Punkt leben musste, obwohl er ein klarer Kandidat für den achten Platz war.
Nach dem Rennen hatte der Alpine-Star in einer Medienrunde kein Problem damit, Klartext zu sprechen.
„VCARB hat uns in der Mitte des Rennens das Rennen verdorben, hat im Team für die Meisterschaft gespielt und das gut gemacht. Ich meine, dadurch habe ich einfach eine Position an Nico und Tsunoda verloren und weiß nicht, wie viele Sekunden Rennzeit. Glückwunsch an die beiden, und ich kann es kaum erwarten, gegen sie anzutreten.“
Er kritisierte auch die Strecke in Zandvoort, auf der man „nicht wirklich überholen“ könne, doch das würde sich „auf den kommenden Strecken ändern“.
„Und das Gute ist, dass ich ein gutes Gedächtnis habe, also werde ich dafür sorgen, dass wir am Ende des Jahres lächeln.“
Lindblad lässt die Gasly-Kampfansage kalt. © Rew / XPB ImagesLindblad kontert süffisant
In einem Interview mit motorsport.com wurde Lindblad mit den Aussagen konfrontiert. Der Rookie bezeichnete die Rennphase als „schöne Geschichte“ und er hätte am Ende nur die Teamregeln befolgt.
„Wenn er sich gut daran erinnert, dann ist das in Ordnung. Letztendlich geben wir alle jedes Wochenende unser Bestes. Ich habe versucht, dem Team zu helfen, wo ich konnte. Tatsächlich war ich in meinem Rennen nicht mehr wirklich dabei, also ja, ich habe getan, was ich konnte, um dem Team zu helfen.“
Die Situation zwischen Alpine und den Racing Bulls könnte in dieser Saison noch spannend werden. Beide Teams trennen derzeit nur vier Punkte. Es wird interessant zu sehen sein, wer in Monza das bessere Ende auf seiner Seite hat.






























