Nicht wenige Fans und Experten rieben sich nach dem Rennen in Zandvoort die Augen. Denn auf dem Ergebniszettel stand plötzlich ein gewisser Fernando Alonso auf Platz 9 da.
Für das Team, das in den letzten Monaten froh war, wenn man ein oder zwei Teams hinter sich lassen konnte, ist das natürlich ein Riesenerfolg.
Die Strategie brachte Alonso am Ende P9 ein. © IMAGO / ABACAPRESSAlonso mit Not-Strategie zum Erfolg
Und der Spanier machte nach dem Rennen auch keinen Hehl daraus, dass er ein „sehr guter Fahrer“ sei, wie er in einer Medienrunde erklärte. Doch, am Ende spielte auch das Glück des Tüchtigen eine Rolle. Denn die Ein-Stopp-Strategie, die Alonso auf P9 brachte, war eigentlich niemals angedacht.
„Das war nicht der Plan. Wir hatten mit zwei Boxenstopps geplant, die konventionelle Herangehensweise. Aber manchmal müssen wir etwas von der Norm abweichen. Wenn wir im Verkehr feststecken, können wir unser Potenzial nicht nutzen.“
In den Kurven sei man „schneller als die Fahrer vor uns, aber auf den Geraden hängen wir dahinter fest“. Die Strategie, die man genutzt hätte, sei eigentlich nicht optimal gewesen, doch man hätte die freiere Strecke genutzt.
Vor allem das Chassis habe wieder hervorragend funktioniert. Alonso machte deutlich, dass man dort schon das „Maximum herausholen könne“. Beim Motor sieht das hingegen anders aus.
„Was die Fahrbarkeit angeht, war es ein schwieriges Wochenende. Wir hatten von Kurve zu Kurve wieder Probleme mit den Downshifts und der Motorbremse.“
Aston Martin hat noch viel Nachholbedarf. © IMAGO / PsnewZNewey und Krack bleiben skeptisch
Design-Guru Adrian Newey hat mit dem neuen Chassis gezeigt, was immer noch in ihm steckt. Doch der Teamchef ist auch nach dem Zandvoort-Wochenende nicht wirklich zufrieden und fordert für die Zukunft weitere Schritte, wie er gegenüber der Marca klar machte.
„Wir haben gelernt, dass wir das Fahrverhalten verbessern müssen, und wenn uns das gelingt, werden wir mehr Leistung herausholen können. Die Fahrer berichten von Fortschritten beim Fahrwerk und bei der Aerodynamik. Wir wissen, dass wir ein deutlich besseres Tempo haben, aber wir müssen noch mehr Potenzial ausschöpfen.“
In Monza könnte es für Aston Martin aufgrund des Motors wieder zu einem deutlich schwierigeren Wochenende werden. Das bestätigte Mike Krack, der Leiter des Einsatzteams an der Rennstrecke.
„Es stehen harte Rennen bevor. Unsere Ergebnisse werden davon abhängen, wie lang die Geraden auf den einzelnen Rennstrecken sind.“
Man würde das Paket und auch den Motor zwar immer besser verstehen, doch es wird wohl einige Rennen dauern, bis man die Probleme wirklich unter Kontrolle haben wird. Platz 9 in Zandvoort ist ein tolles Ergebnis. Doch Aston Martin hat noch einen langen Weg vor sich, um wirklich konkurrenzfähig zu werden. Für Monza sollten sich die Fans wohl nicht allzu viele Hoffnungen machen.






























