Oscar Piastri konnte von einem Podium in Zandvoort dieses Wochenende nur träumen. Der Vorjahressieger grübelte, wieso es ihm an der Pace fehlte und wieso er so Probleme mit den Reifen hatte.
Piastri startete von Platz 4 ins Rennen | © Bearne / XPB ImagesDas Problem mit den Reifen
Oscar Piastri grübelte woher sein plötzlicher Leistungsabfall im Rennen kam. Im Qualifying sah es für den Australier zunächst gar nicht so schlecht aus. Auf einer schnellen Runde war der Abstand zu Teamkollege Norris deutlich geringer als im späteren Rennen. „Ich glaube, es gab viele verschiedene Strategien, und ich glaube nicht, dass unsere Strategie wirklich das Problem unseres Rennens war“, war sich der Fahrer mit der 81 sicher.
Beim erneuten Start ging er mit harten Reifen ins Rennen. Der Plan war, so lange wie möglich mit dieser Mischung durchzufahren. Doch dieser Plan ging nicht auf. „Die Idee war, auf Hard zu starten und dann bis zum Ende zu fahren, also auch den anderen Hard zu verwenden. Aber ziemlich schnell wurde klar, dass der Hard eigentlich nicht besonders gut war“, erklärte Piastri. Das teilte der Australier auch über Funk mit.
Deswegen war er trotz der eigentlich langlebigen Reifen einer der ersten Fahrer, die zum Boxenstopp ging. Dann die Katastrophe: Der Stopp dauerte 5,4 Sekunden. Erschreckend für die Pitcrew, die den Weltrekord für den schnellsten Boxenstopp hält.
Ein katastrophaler Stopp kostete Piastri Positionen | © Moy / XPB ImagesFür Piastri war der schlechte Stopp besonders problematisch. Er kostete ihn einige Positionen, und das auf einer Strecke, auf der es sich nicht gut überholen lässt.
Der langsame erste Stopp war natürlich schmerzhaft, und danach war die Pace schmerzhaft.
Auch der zweite Stint auf den harten Reifen verlief für ihn nicht besser. Besonders da merkte er den Mangel an Performance. Nach nur fünf Runden wären seine Vorderreifen „einfach weg“ gewesen. Auch dieser schwierige Stint und der hohe Verschleiß seien weitere Gründe für seine mangelnde Leistung gewesen.
Piastri fehlte es an Pace
Doch nicht nur das schwierige Überholen war ein Problem für den 25-Jährigen. Er kam einfach nicht an die Geschwindigkeit seines Teamkollegen heran. Der Unterscheid der Teamkollegen war deutlich zu sehen. Äußerst ungewöhnlich für zwei Fahrer des selben Teams.
„Es ist nicht das erste Rennen in diesem Jahr, bei dem die Pace einfach nicht da war“, merkte Piastri an, „Einige waren gut, einige sehr stark, aber inzwischen gab es zu viele, bei denen wir wirklich weit weg waren.“ Doch woran lag es, dass der Australier einfach nicht hinterher kam? Am Set-Up des Autos läge es auch nicht, meinte er, es müsse etwas beim Fahrstil geben.
Im Qualifying fühlte er sich deutlich wohler mit dem Auto, das merkte man auch besonders in Q1 und Q2. „Im Qualifying habe ich mich an diesem Wochenende deutlich wohler gefühlt“, erklärte Piastri nach dem Rennen, „Und im Rennen war die Geschichte überhaupt nicht dieselbe.“ Insbesondere soll dies am Heck des McLaren gelegen haben. Dies sei im Rennen besonders schwer zu fahren, meinte er.
Insgesamt ist dem Australier bewusst, dass der McLaren aktuell zu den stärksten Autos gehört. „Lando hat das Rennen gewonnen. Das Auto ist also einer guten Verfassung“, merkte er an. Nichtsdestotrotz muss er noch an der Ursache des aktuellen hohen Abstands zu seinem Teamkollegen feilen, denn auch er möchte McLaren zurück an die Spitze bringen und auch in diesem Jahr Rennen gewinnen.






























