Günther Steiners Zeit bei Haas war von Auf und Abs geprägt. Doch vor allem zum Ende hin wurde die Stimmung im Team immer schlechter.
Vor der Saison 2024 wurde der Italiener dann vor die Tür gesetzt und von Ayao Komatsu ersetzt. Seitdem ist Steiner nur noch als Experte im Formel‑1‑Kosmos.
Günther Steiner war bis Ende 2023 Teamchef bei Haas. © Bearne / XPB ImagesKeine Vision bei Haas?
Im Podcast „High Performance“ hat Steiner nun gegen die Führung des Teams und allen voran Gene Haas nachgetreten.
Er sagte, er wäre gerne mit ihm zusammen im Podcast gewesen, „um ihn zu fragen, was er machen möchte”, da er es immer noch nicht verstanden hätte. Der Ex-Teamchef kritisierte vor allem die fehlende Ambition bei Haas.
„In einem Sport, für mich an einem wettbewerbsfähigen Ort, will ich ein Gewinner sein. Das ist mein Ziel. Nur einer kann es erreichen, das ist mir vollkommen bewusst, aber du gibst die maximale Anstrengung, um nicht nur ein Teilnehmer zu sein. Im Leben ist es genauso. Du willst nicht nur Teilnehmer sein, du willst Teil des Lebens sein, du willst Spaß haben.“
Am Anfang habe es einen klaren Plan gegeben, aber man würde auch an Cadillac sehen, wie schwer es sei. Man habe nach dem anfänglichen Erfolg einige Probleme gehabt, die aber normal seien.
Doch dann habe sich das Verhältnis immer mehr verschlechtert. Steiner mutmaßte, dass Haas „das Interesse am Sport verloren“ habe.
Steiner hatte nicht die einfachste Zeit als Teamchef. © Batchelor / XPB ImagesSteiner bereut späten Abgang
Der Italiener machte sogar deutlich, dass er heutzutage der Meinung sei, dass er „zwei Jahre zu lange geblieben“ sei. Selbstkritisch sagte er, dass er seine Vision vielleicht hätte genauer erklären sollen.
Doch seinen damaligen Verbleib bereue er nicht und sei zufrieden mit seiner Entscheidung. Denn am Ende wäre die Situation nicht so schlimm gewesen, dass er unbedingt hätte gehen müssen. Am Ende sei er allerdings dankbar für seinen Rausschmiss gewesen.
„Manchmal willst du eine Entscheidung treffen, aber dann tust du es nicht. Als es passiert ist, war ich sehr glücklich, weil ich nicht damit einverstanden war, wohin das Team gehen wollte. Meine Vision war anders als die des Besitzers.“
Zuletzt machte Steiner klar, dass er durchaus mit einem Formel-1-Comeback liebäugeln würde, wenn das Projekt es ihm antun würde. Zurzeit sieht es allerdings nicht danach aus, als würden wir den Italiener schnell wieder in einer aktiven Rolle in der Königsklasse des Motorsports sehen.






























