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Wittich erklärt Rote Flagge nach Verstappen-Crash und kritisiert Rennleitung für Einführungsrunde

Niels Wittich erklärt, warum die Rote Flagge in Zandvoort alternativlos war. Die Einführungsrunde vor dem Restart kritisiert der Ex-Rennleiter.

© IMAGO / HochZwei

Der Crash von Max Verstappen sorgte für einen chaotischen Start ins Zandvoort-Rennen. Unmittelbar danach, wurde das Rennen vorerst abgebrochen.

Auch die zweite Startphase mit einer Einführungsrunde hinter dem Safety-Car sorgte für ordentlich Diskussionen. Vor allem die Fahrer waren damit nicht zufrieden.

Max Verstappen schied nach einem harten Crash aus. © IMAGO / HochZwei

„Nicht gut für den Sport“: Wittich nennt Grund für schnelle Rote Flagge

Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über die wilden ersten Minuten in Zandvoort geredet.

Ex-Rennleiter Niels Wittich machte klar, dass die Rote Flagge vor allem aufgrund des zeitlichen Aspektes geschwenkt wurde. Denn vor allem der zeitliche Aspekt spielt bei so einer Entscheidung eine Rolle. Der Deutsche erklärte, dass eine Rennunterbrechung mindestens 10 Minuten in Anspruch nimmt.

„Wenn man das gegeneinanderlegt und sagt: ‚Nein, man müsste jetzt quasi 15, 20 Minuten Safety Car fahren‘, das ist nicht gut für den Sport, das bringt keinen Sinn in das ganze Thema rein, ist auch ein Sicherheitsthema. Man fährt mit dem ganzen Feld mehrfach durch die Trümmerteile durch. Man weiß nicht genau, wie es wirklich vor Ort aussieht. Von daher war die Entscheidung in dem Moment die absolut richtige, dort zu unterbrechen.“

Die Teams hätten zusätzlich die Möglichkeit, zu checken, ob die anderen Autos alle ok seien, um einen Folgecrash oder Ähnliches zu verhindern. Als Rennleiter haben man mehrere Kameras zur Verfügung, um die Situation zu überblicken.

Zusätzlich bekäme man Informationen von den Marschalls an der Strecke. Zum perfekten Eindruck, wie es vor Ort aussieht, könne man zum Beispiel auch ein Foto über WhatsApp erhalten, so der Ex-Rennleiter.

Auch Pierre Gasly kritisierte die Einführungsrunde. © Moy / XPB Images

Kritik an Einführungsrunde hinter Safety Car

Von der reinen Einführungsrunde hinter dem Safety Car vor dem Restart hält Wittich nichts. Er sagte, dass mehrere Runden üblich wären, um den Fahrern Zeit zu geben, „die Streckenbedingungen kennenzulernen“, vor allem, wenn es nass sei. Von der Ausführung in Zandvoort war er aber irritiert.

„Den reinen Sinn einer einzigen Runde, den kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen und kann ich auch nicht nachvollziehen.“

Auch habe die Strecke einen griffigen Asphalt, der sehr viel Wasser aufnehmen könne, und durch den Wind, der herrschen würde, sei die Strecke aus seiner Erfahrung aus dem GT-Sport schnell wieder trocken.

„Also die Formationsrunde hätten sie auch so hinbekommen, ohne dass da jetzt einer das Auto verloren hätte. Dafür sind das alles Top-Fahrer und Top-Athleten.“

Auch Pierre Gasly sprach nach dem Rennen in Zandvoort Klartext und machte deutlich, dass man entweder eine Einführungsrunde ohne Safety Car oder eine zusätzliche Runde hinter dem Safety Car hätte drehen müssen. Der Franzose ist sich aber sicher, dass eine solche Situation aufgrund des Feedbacks der Fahrer nicht mehr eintreten würde.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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