Die ADUO-Regelung sorgte in den vergangenen Wochen für zahlreiche Diskussionen. Denn vor allem Red Bull fühlte sich vor den Kopf gestoßen.
Und das lag daran, dass der Rennstall trotz der Probleme den besten Motor haben soll. Deshalb darf das Team kein Upgrade bringen, während sogar Dominator Mercedes am Antrieb schrauben darf.
Tombazis und Domenicali müssen sich derzeit viel Kritik anhören. © Batchelor / XPB ImagesTombazis verteidigt Messergebnisse
In einem Interview mit motorsport.com gab FIA-Sportchef Nicholas Tombazis Einblicke in die Gedankengänge des Verbands, nachdem die Entscheidung gefallen war.
Zuerst einmal machte er klar, dass die Formel 1 in allen Fragen „ziemlich sensibel“ sei, und dass es sehr selten sei, „dass 11 Teams und fünf oder sechs Motorenhersteller sagen: ‚Fantastisch, wir sind uns alle einig‘“.
„Das Einzige, worüber sich wohl alle einig sind, ist, dass der August-Stillstand eine gute Sache ist, und ich muss daran erinnern, dass es meine Idee war. Aber das ist das Einzige, worüber sich alle einig sind. Und selbst das brauchte Zeit, bis sich alle einig waren. Weißt du, als Franz Tost noch im Amt war, wollte er es nicht.“
Für Tombazis seien zwei Dinge wichtig, wenn es darum geht, das ADUO zu bewerten. Erst einmal müsse geschaut werden, ob die Messungen genau waren, und in einem zweiten Schritt könne man darüber diskutieren, ob das System so funktioniert, wie es angedacht war.
Und der Grieche ist sich sicher, dass die Messungen sehr genau seien. Man könne in diesem Bereich zufrieden sein.
Die FIA will mit dem ADUO für Motorenfairness sorgen. © Moy / XPB ImagesFIA will ADUO-Regelung anpassen
Anders sieht es da beim zweiten Punkt aus. Tombazis machte klar, dass man nicht glücklich sei. Er stellte Verbesserungen für die Zukunft in Aussicht.
„Ich denke, das System funktioniert so, wie es entworfen wurde, aber ich denke, es gibt einige Schwächen, die wir in Zukunft angehen müssen. Außerdem müssen wir, um es weniger zeitaufwendig und weniger kontrovers zu machen, einige Schritte unternehmen, um es in Zukunft zu verbessern.“
Was genau am Ende verbessert wird, wollte er nicht sagen. Allerdings zeigten die jüngsten Aussagen von Toto Wolff zu diesem Thema, wo das Problem liegen könnte. Der machte nämlich klar, dass die FIA beim ADUO auf den Verbrennungsmotor schaue.
Der Österreicher gab zu, dass man am Ende wohl das beste Gesamtpaket bei Mercedes habe. Hier wäre eine mögliche Maßnahme, dass man alle Motorendaten und nicht nur den Verbrenner in die Endabrechnung aufnimmt.
Die ADUO-Diskussionen werden in den kommenden Wochen und Monaten erst einmal weitergehen. Positiv ist anzumerken, dass die FIA Optimierungsbedarf sieht. Doch am Ende wird es auf die konkreten Maßnahmen ankommen.

































