Mick Schumacher musste in dieser Saison in der IndyCar-Serie viel Lehrgeld bezahlen. Vor allem auf den Ovalkursen konnte er allerdings für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Auch deshalb entschied sich Meyer Shank Racing, den Deutschen zu verpflichten. Dieser Wechsel bietet eine Chance – die muss Schumacher nun allerdings nutzen.
Ist die Saison von Mick Schumacher besser, als sie gemacht wird? © IMAGO / Icon SportswireIst die Schumacher-Saison unterbewertet?
In dieser Saison landete Mick Schumacher nur auf Rang 23 der Gesamtwertung – erst einmal ein enttäuschendes Ergebnis. Doch schaut man einmal genauer hin, dann ist das gar nicht so unüblich.
Auch Dennis Hauger, der nur 15 Punkte vor dem Deutschen landete, und Caio Collet, der sogar hinter Schumacher landete, hatten als Rookies einen schwierigen Stand. Sie hatten allerdings auch schon Erfahrung in der Indy-NXT-Serie gesammelt.
Eigentlich ist das Gesamtergebnis für Mick Schumacher gar nicht so schlecht. Und ein Team wie Meyer Shank Racing, das in dieser Saison zu den eher besseren Teams gehörte, wird genau wissen, warum man Schumacher verpflichtet.
Nach dem Rookie-Jahr kommt die Feuerprobe
Ja, der Ex-Formel-1-Fahrer soll auch interessante Sponsoren in der Hinterhand haben, aber er hat besonders auf den Ovalkursen gezeigt, dass er dort bestehen kann. Wer in seiner Rookie-Saison beim Indy 500 ins Ziel kommt, kann sich auf die Schulter klopfen.
Und bei seinem neuen Team wird er den Mann ersetzen, der das prestigeträchtige Rennen in dieser Saison gewinnen konnte. Denn Felix Rosenqvist wechselt zu Arrow McLaren und hat in dieser Saison gezeigt, dass man mit Schumachers neuem Team durchaus Erfolge feiern kann.
Der Schumi-Sohn wird keinen Sieg holen müssen. Doch regelmäßige Top-10-Ergebnisse müssen drin sein, damit er eine Zukunft in der Serie hat. Der Deutsche hat Potenzial, das hat er in dieser Saison angedeutet. Sonst hätte er das Rosenqvist-Cockpit nicht bekommen.
Mike Shank (l.) lobt Mick Schumacher. © IMAGO / ZUMA Press WireMitbesitzer schwärmt von Schumacher
Das sieht auch Mitbesitzer Mike Shank so. Er schwärmte in der offiziellen Mitteilung von seinem neuen Fahrer.
„Er hat uns in seiner ersten Saison wirklich beeindruckt. Es ist keine einfache Serie, in die man einsteigen kann, und der Wettbewerb ist unglaublich hart, aber wenn man sich ansieht, was er erreicht hat und welche Fortschritte er im Laufe des Jahres gemacht hat, erkennen wir großes Potenzial in ihm. Außerdem hat er auf den Ovalstrecken ein enormes Tempo gezeigt, was für jeden Fahrer, der ohne diese Erfahrung in die Serie kommt, eine riesige Hürde darstellt.“
Doch er muss die kleinen Fehler abstellen und seltener in den Verwaltungsmodus gehen. Am letzten Wochenende enttäuschte er auf dem Laguna Seca Raceway.
Vor allem, wenn es um das Überholverhalten geht, muss Schumacher mutiger werden. Denn, wenn der Rookie in dieser Saison nach vorne kam, dann meist durch eine gute Strategie und die Fehler anderer Fahrer.
Die Schumacher-Kritiker werden aufgrund der kleineren Rückschläge in dieser Saison nicht leiser werden. Doch der Deutsche hat nun die Chance, ihnen es ein für alle Mal zu zeigen – doch es könnte auch seine letzte sein.































