Bernie Ecclestone gerät wegen einer Schrotflinte in Portugal in Schwierigkeiten, Isack Hadjar muss auch den Madrid-GP auslassen und Ferrari steht nach dem Monza-Debakel zunehmend unter Druck. Dazu könnte Audi noch gegen das Rennergebnis von Monza vorgehen und Yuki Tsunoda plötzlich wieder eine Zukunft als Formel-1-Stammfahrer haben. Die wichtigsten Themen der CHAMP1 NEWS vom Dienstag.
Die Formel 1 reist von Monza direkt zur Premiere auf dem neuen Madring – doch auch zwischen den Rennwochenenden gibt es reichlich Gesprächsstoff. In der 812. Ausgabe der CHAMP1 NEWS geht es unter anderem um den erneuten Ausfall von Isack Hadjar, einen möglichen Protest gegen das Monza-Ergebnis und die wachsende Unruhe bei Ferrari.
Ecclestone wegen Schrotflinte in Portugal aufgehalten
Für Schlagzeilen abseits der Rennstrecke sorgt zunächst der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Der 95-Jährige wurde laut einem Bericht der „Daily Mail“ auf einem Flugplatz nahe Lissabon aufgehalten, nachdem in seinem Privatjet eine Schrotflinte entdeckt worden war.
Ecclestone erklärte, die Waffe aus der Schweiz zum Tontaubenschießen mitgebracht zu haben. Die dafür notwendigen Dokumente hatte er allerdings offenbar nicht dabei. Zeitweise soll ihm deshalb sogar mit einer Festnahme gedroht worden sein. Nach mehreren Stunden konnte die Situation zunächst geklärt werden – Ecclestone sprach anschließend von „Ärger von vorne bis hinten“.
©Getty Images / Red BullHadjar verpasst auch die Madrid-Premiere
Isack Hadjar wird der Formel 1 auch beim Großen Preis von Spanien in Madrid fehlen. Der Red-Bull-Pilot ist nach seiner Handgelenksverletzung weiterhin nicht einsatzbereit und verpasst damit nach Zandvoort und Monza bereits das dritte Rennwochenende in Folge.
Erneut übernimmt Liam Lawson das Cockpit an der Seite von Max Verstappen. Yuki Tsunoda springt dafür wieder bei den Racing Bulls ein. Red Bull betont, dass Hadjars Genesung positiv verlaufe, ein Einsatz auf dem körperlich anspruchsvollen Madring komme aber noch zu früh. Für Lawson ergibt sich damit eine weitere Gelegenheit, sich im A-Team zu präsentieren.
©Audi F1 TeamAudi prüft Protest gegen Monza-Ergebnis
Auch das Ergebnis des Italien-GP könnte noch einmal zum Thema bei der FIA werden. Audi prüft einen Protest gegen die Wertung von Monza – konkret geht es um Yuki Tsunodas zehnten Platz und damit um den letzten vergebenen WM-Punkt.
Beim Neustart nach Charles Leclercs Unfall fuhr Tsunoda zunächst auf die falsche Seite der Startaufstellung und korrigierte seine Position erst spät. Rennleiter Rui Marques brach daraufhin das Startprozedere ab und ordnete eine weitere Formationsrunde an. Die Rennkommissare verzichteten anschließend allerdings auf eine Strafe.
Audi sieht offenbar weiteren Klärungsbedarf. Sollte Tsunoda nachträglich bestraft werden, könnte Gabriel Bortoleto von Platz elf auf Rang zehn vorrücken und den WM-Punkt für Audi übernehmen. Stand jetzt bleibt das Ergebnis allerdings bestehen.
©IMAGO / DeFodi ImagesLeclerc fit für Madrid – Druck auf Vasseur wächst
Bei Ferrari gibt es zumindest bei Charles Leclerc Entwarnung. Nach seinem heftigen Unfall in Monza und weiteren medizinischen Untersuchungen soll der Monegasse für den Madrid-GP startklar sein. Nach dem Crash hatte Leclerc zunächst Probleme mit seinem rechten Auge beschrieben, weitere Checks ergaben dem Bericht zufolge jedoch keine zusätzlichen Verletzungen.
Sportlich bleibt die Situation in Maranello dagegen angespannt. Leclerc schied beim Heimrennen früh aus, Lewis Hamilton kam lediglich auf Platz sechs. Dazu kommen Diskussionen über die Strategie, das Zusammenspiel der beiden Fahrer und die internen Entscheidungswege.
Damit wächst auch der Druck auf Teamchef Fred Vasseur. Nach Informationen von „The Race“ soll die Außenwirkung des Monza-Wochenendes innerhalb der Ferrari-Führung nicht gut angekommen sein. Als mögliche Alternativen werden bereits Namen wie Ferrari-Langstreckenchef Antonello Coletta und sogar Christian Horner gehandelt – eine offizielle Entscheidung gibt es allerdings nicht.
©Getty Images / Red BullTsunoda plötzlich Kandidat bei Haas?
Und ausgerechnet Yuki Tsunoda könnte seine derzeitigen Renneinsätze für eine Rückkehr als Stammfahrer nutzen.
Der Japaner rückte wegen Hadjars Verletzung wieder ins Racing-Bulls-Cockpit und holte in Monza als Zehnter einen WM-Punkt. Nun soll Tsunoda laut Informationen von Marc Limacher zu den Kandidaten bei Haas gehören. Der Rennstall prüft demnach Alternativen zu Esteban Ocon für spätestens 2027.
Neben Tsunoda werden allerdings mehrere weitere Fahrer gehandelt. Noch ist entsprechend nichts entschieden – doch der ehemalige Red-Bull-Pilot ist nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr ins Cockpit plötzlich wieder Teil des Fahrermarkts.
Alle Hintergründe zu den fünf Themen, die genaue Regelauslegung im möglichen Audi-Protest und die aktuelle Situation bei Ferrari gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.































