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„Formel Farce“ in Malaysia – Alonso schießt gegen FIA, Russell droht Doppelstrafe

Die Weltpresse rechnet nach dem Software-Chaos in Malaysia mit der Formel 1 ab. Alonso fordert Antworten von der FIA, Russell droht nach seinem Motorschaden sogar eine doppelte Gridstrafe. Gleichzeitig will Sepang dauerhaft zurück in den Kalender – und Sebastian Vettel bekommt eine neue ARD-Doku.

KI GENERIERT | ©IMAGO / ABACAPRESS / FIA / Audi F1 Team

Die Formel 1 steht nach dem Software-Chaos beim Bahrain-GP in Malaysia massiv in der Kritik. Fernando Alonso fordert Antworten von der FIA und wundert sich über die Rote Flagge für Lewis Hamilton. George Russell muss nach seinem Motorschaden nicht nur seinen WM-Traum fast begraben – ihm droht womöglich auch noch eine doppelte Gridstrafe. Gleichzeitig bringt sich Malaysia für eine dauerhafte Formel-1-Rückkehr ins Spiel und Sebastian Vettel bekommt eine neue ARD-Doku. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Dienstag.

Der Große Preis von Bahrain in Malaysia wirkt weiter nach. Statt nur über Max Verstappens ersten Saisonsieg zu sprechen, beschäftigt die Formel 1 vor allem das bizarre Software-Problem, das schon vor dem eigentlichen Start für chaotische Szenen sorgte. Fahrer, Experten und internationale Medien üben deutliche Kritik – und auch die sportlichen Folgen des Wochenendes sind erheblich.

Weltpresse zerlegt das Software-Chaos in Malaysia

Schon vor dem eigentlichen Rennstart entwickelte sich der Grand Prix zu einem der ungewöhnlichsten Formel-1-Rennen der vergangenen Jahre.

Mehrere Fahrer verloren während der Einführungsrunde plötzlich massiv Leistung. Max Verstappen und Lewis Hamilton gehörten zu den Betroffenen. Hamilton musste seinen Ferrari nach eigener Darstellung sogar komplett abschalten und neu starten – praktisch wie einen Computer. 

Die Ursache lag in einer FIA-Software für das Energiemanagement bei nasser Strecke. Eine ungewöhnliche Kombination aus niedriger Drehzahl, wenig Grip, Regen-Einstellungen und der Streckencharakteristik von Sepang führte dazu, dass mehrere Autos unbeabsichtigt Leistung verloren.

Erst während der Verzögerung wurde die entsprechende Energiebeschränkung per Software-Update aufgehoben. Danach konnten die Teams die Änderungen installieren und das Rennen schließlich mit mehr als 90 Minuten Verspätung beginnen. 

International fielen die Reaktionen entsprechend hart aus. Die Daily Mail sprach von einer „Formel Farce“, De Telegraaf von einer Blamage und der Standard von einer peinlichen Software-Farce. Auch in Österreich und der Schweiz wurde scharf kritisiert, dass sich ein milliardenschwerer Hightech-Sport ausgerechnet durch sein eigenes Software-Management derart bloßstellt. 

Marc Surer hatte das Problem bereits am Sonntag in RACE CONTROL eingeordnet. Auch Verstappen und Hamilton kritisierten nach dem Rennen die extreme technische Komplexität der neuen Powerunits.

Die FIA kündigte inzwischen eine umfassende Untersuchung an. Besonders brisant: Schon am kommenden Wochenende in Singapur könnte erneut Regen eine Rolle spielen. 

©IMAGO / Avalon.red

Alonso kritisiert FIA nach Hamilton-Rot

Fernando Alonso holte in Malaysia mit Platz acht zwar sein bestes Saisonergebnis – zufrieden war der Spanier trotzdem nicht.

Besonders die Rote Flagge nach Hamiltons technischem Problem sorgte bei ihm für Irritation. Alonso verwies darauf, dass Aston Martin in dieser Saison mehrfach mit Defekten ausgefallen sei, ohne dass deshalb ein Rennen unterbrochen worden wäre.

Seine Kritik: Hamilton habe am Streckenrand gestanden, anschließend sei die Session unterbrochen worden und der Ferrari-Pilot habe dadurch später wieder seine Position einnehmen können. Das bezeichnete Alonso als „ein bisschen seltsam“ und forderte von der FIA eine Erklärung. 

Auch die technische Richtung der Formel 1 kritisierte der zweimalige Weltmeister erneut. Für die Zuschauer sei die zunehmende Abhängigkeit von komplizierter Technologie kaum noch nachvollziehbar.

Sportlich nutzte Alonso die Safety-Car-Phasen dagegen clever und rettete sich nach einem schwierigen Start noch auf Platz acht. 

Zusätzliche Unruhe gibt es bei Honda. Motorsportchef Koji Watanabe wird seinen Posten zum Jahresende verlassen. Bereits im September war Entwicklungschef Tetsushi Kakuda ausgetauscht worden.

Ob Watanabes Abschied direkt mit der enttäuschenden Formel-1-Saison zusammenhängt, ist nicht bestätigt. Die Personalwechsel fallen allerdings in eine Phase, in der sowohl Leistung als auch Zuverlässigkeit der Honda-Powerunit massiv diskutiert werden. 

Parallel kursieren neue Spekulationen um Alonso selbst: In Spanien wird berichtet, dass der 45-Jährige 2027 erneut bei der Dakar-Rallye antreten könnte. Offiziell bestätigt ist dieser Plan bislang allerdings nicht. 

©IMAGO / ABACAPRESS

Russells WM-Traum fast geplatzt – jetzt droht Doppelstrafe

Für George Russell wurde Malaysia zum nächsten schweren Rückschlag.

Der Mercedes-Pilot lag auf Platz drei und hätte den Schaden im WM-Kampf begrenzen können. Wenige Runden vor Schluss musste er seinen Wagen jedoch mit einem Motorschaden abstellen.

Statt nur drei Punkte auf Kimi Antonelli zu verlieren, wurden daraus 18. Russells Rückstand beträgt nun bereits 84 Punkte. 

Mathematisch ist die Weltmeisterschaft noch offen, realistisch braucht Russell inzwischen allerdings eine Serie perfekter Wochenenden und gleichzeitig Probleme bei Antonelli.

Auch Ralf Schumacher sieht Mercedes zunehmend in der Pflicht, den Fokus klar auf Antonellis Titelkampf zu legen. Marc Surer hatte bereits am Sonntag in RACE CONTROL erklärt, Russells WM-Chance sei nach Malaysia praktisch vorbei. 

Doch damit nicht genug: Nach dem Motorschaden droht Russell jetzt auch noch eine Startplatzstrafe.

Mercedes wollte ursprünglich erst in Austin eine neue Powerunit einbauen. Sollte Russell bereits in Singapur einen neuen Motor benötigen, wäre die verbesserte Spezifikation offenbar noch nicht verfügbar.

Damit könnte der Brite zunächst für eine zusätzliche alte Powerunit zurückversetzt werden – und später ein zweites Mal, wenn die neue Version eingesetzt wird. Mercedes spricht selbst von einem möglichen „Double Whammy“. 

©IMAGO / Icon Sportswire

Malaysia will dauerhaft zurück in die Formel 1

Das Comeback von Sepang könnte mehr gewesen sein als nur eine einmalige Ersatzlösung.

Malaysia bringt sich nach dem Rennen nun offen für eine dauerhafte Rückkehr in den Formel-1-Kalender ins Gespräch.

Der Grand Prix fand ursprünglich nur statt, weil das Bahrain-Rennen aufgrund des Nahost-Konflikts nicht wie geplant ausgetragen werden konnte. Damit kehrte die Formel 1 erstmals seit 2017 nach Sepang zurück. 

Premierminister Anwar Ibrahim war selbst vor Ort und zeigte sich gegenüber Sky Sports F1 offen für Gespräche über eine langfristige Rückkehr.

Sepang besitzt dabei durchaus Argumente: eine permanente Rennstrecke, schnelle und technische Kurven, lange Geraden und die typischen Tropenbedingungen mit Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und plötzlichem Starkregen. 

Ob daraus tatsächlich ein fester Kalenderplatz wird, bleibt offen. Die Konkurrenz um Formel-1-Termine ist groß und viele Veranstalter besitzen langfristige Verträge.

Die politische Tür ist aber geöffnet – und aus dem Ersatzrennen könnte womöglich mehr werden. 

© BR/picture alliance/dpa/Imago Images/Marca/Montage: BR/Christopher Roos von Rosen

Neue ARD-Doku über Sebastian Vettel

Auch Sebastian Vettel kehrt zumindest auf den Bildschirm zurück.

Unter dem Titel „Being Sebastian Vettel“ zeigt die ARD ab dem 22. Oktober eine vierteilige Dokumentationsreihe über die Karriere und den Menschen hinter dem viermaligen Weltmeister.

Die ersten beiden Folgen laufen am 28. Oktober auch im Ersten, im Anschluss an das DFB-Pokalspiel zwischen Bayern München und dem 1. FC Magdeburg. 

Die Serie blickt dabei nicht nur auf Vettels vier WM-Titel und 53 Grand-Prix-Siege zurück, sondern auch auf seinen Umgang mit Druck, Zweifel und die Veränderung seiner persönlichen Prioritäten.

Zu Wort kommen unter anderem Helmut Marko, Lewis Hamilton sowie Vettels Eltern Heike und Norbert. Besonders persönlich fällt Hamiltons Einschätzung aus: Vettel sei für ihn der engste Freund gewesen, den er je im Formel-1-Zirkus gehabt habe. 

Auch Vettels Ferrari-Zeit, sein Familienleben und sein zunehmendes gesellschaftliches Engagement sind Teil der Dokumentation.

Damit soll die Serie weniger ein klassischer Karriere-Rückblick sein, sondern vielmehr zeigen, wie sich Vettels eigener Blick auf Erfolg und Leben im Laufe seiner Karriere verändert hat. 

Alle Hintergründe zum Software-Chaos in Malaysia, Alonsos FIA-Kritik, Russells drohender Doppelstrafe, den Comeback-Plänen von Sepang und der neuen Vettel-Doku gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.

Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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