Die Formel 1 hatte in dieser Woche vor allem eines : viel Zoffpotenzial. Dadurch könnte sich auch die Zukunft des ein oder anderen Fahrers schnell erledigen.
Zudem gibt es ein heißes Rückkehrgerücht und das Ende einer Ära. Der Wochenrückblick.
Esteban Ocon gehört in Mexiko nicht zum Grid. © Moy / XPB ImagesOcon steht vor dem Aus
Esteban Ocon könnte mit sofortiger Wirkung sein Haas-Cockpit verlieren. In einem offiziellen Statement wurde am Samstag verkündet, dass der Franzose durch Ryo Hirakawa ersetzt wird. Danach fingen die Diskussionen erst so richtig an.
Laut übereinstimmenden Medienberichten soll eine Auseinandersetzung innerhalb des Teams zur Degradierung von Ocon geführt haben. Einige Medien sprachen sogar von Handgreiflichkeiten.
Der Franzose meldete sich auf X zu Wort und ordnete die Situation ein, während Haas bisher zu den Gründen schweigt.
Gestern Abend kam es aufgrund unterschiedlicher Standpunkte zu einer Diskussion mit den beteiligten Parteien. Ich bestätige zwar, dass es dazu gekommen ist, weise jedoch jegliche Berichte oder Vorwürfe entschieden zurück, wonach zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten jeglicher Art körperliche Gewalt angewendet worden sei. Ich verurteile Gewalt in jeglicher Form aufs Schärfste und bin der festen Überzeugung, dass Meinungsverschiedenheiten stets mit Professionalität, Respekt und gegenseitigem Verständnis behandelt werden sollten.
Ocon könnte nun bis zum Ende der Saison von einem anderen Fahrer ersetzt werden. Nicht nur Hirakawa, auch sein Ersatzmann für das kommende Jahr, Rafael Camara, gelten als Kandidaten für den Rest des Jahres.
Steht Liam Lawson vor dem Aus? © XPB ImagesSinken Lawsons Zukunftschancen?
Trotz einer starken Saison könnte die Zeit von Liam Lawson bei den Racing Bulls ein Ende finden. Und das nicht nur, weil mit Nikola Tsolov ein hochtalentierter Fahrer von unten drückt.
Denn auch sein Zwischenfall mit Max Verstappen im 2. Freien Training hilft dem Neuseeländer nicht. Beide Fahrer erhielten nach einem hitzigen Duell eine 1-Platz-Gridstrafe.
Verstappen beschwerte sich nach dem Zwischenfall und meinte, man müsse sich anders verhalten, wenn man um seinen Sitz kämpfen würde. Durch die Worte des Superstars wird der Druck auf Lawson nicht kleiner.
Zusätzlich musste der Neuseeländer noch mit ansehen, wie er nach der Quali disqualifiziert wurde. Eine Woche zum Vergessen.
Fernando Alonso wirkt derzeit frustriert. © Charniaux / XPB ImagesAlonso greift Konkurrenz in der Formel 1 weiter an
Fernando Alonso griff nach dem Großen Preis der USA einige seiner Kollegen an und sagte, dass die Qualität am Ende des Feldes in der Formel 1 sehr niedrig sei.
Alex Albon, mit dem Alonso crashte, konterte den Spanier auf der Pressekonferenz des Media Days. Das hielt den Aston Martin-Star aber nicht davon ab, weiterhin gegen die Konkurrenz zu schießen.
Ich denke, wir alle wissen, um wen es geht und wer sich von dieser Bemerkung getroffen gefühlt hat. Das sagt eigentlich schon alles. Ich sehe das also immer noch genauso. Das war ein Fehler [von Albon], das war unnötig, und ich finde es immer noch schwer, zu verstehen, welche Chance Alex in diesem Moment gesehen hat.
Es waren nicht die einzigen Worte, die der Spanier für seine Kollegen in der Formel 1 übrig hatte.
Bridgestone könnte in die Formel 1 zurückkehren. © Batchelor / xpb.ccKehrt Bridgestone in die Formel 1 zurück?
Neben dem ganzen Zoff in dieser Woche gab es aber auch spannende Rückkehrgerüchte. Denn nach Berichten von racingnews365 könnte Bridgestone als Reifenlieferant in die Formel 1 zurückkehren.
Das japanische Unternehmen hatte bereits vor der Pirelli-Ära eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Königsklasse des Motorsports und will nun ein finanzstarkes Angebot vorlegen.
Bis Ende 2028 hat die Formel 1 noch einen Deal mit Pirelli. Doch scheinbar gibt es nun einen großen Konkurrenten, den der italienische Reifenlieferant ausstechen muss, um weiter Partner der Königsklasse zu bleiben.
Beat Zehnder hört bei Audi auf. © Moy / XPB ImagesAudi mit neuem CEO – Beat Zehnder geht
Bei Audi hingegen könnte diese Woche ein weiterer Schritt in eine neue Zeit sein. n einer offiziellen Mitteilung verkündete Audi, dass Thomas Fuhr diesen Posten ab dem 1. November übernehmen wird.
Als CEO wird er beim Unternehmen, das in Neuburg an der Donau ansässig ist, die Verantwortung für die Entwicklung der Antriebseinheit übernehmen. Fuhr war unter anderem von 2009 bis 2012 Geschäftsführer von Mercedes-AMG High Performance Powertrains.
Gleichzeitig endet bei Audi/Sauber eine große Ära. Beat Zehnder wird den Rennstall Ende Dezember verlassen. Der Schweizer war insgesamt 39 Jahre Teil des Teams. Zehnder begann 1988 als Mechaniker bei Sauber. Mit dem Formel-1-Einstieg 1993 blieb er dem Team treu und übernahm bereits ein Jahr später die Rolle des Teammanagers. Nun endet die erfolgreiche Zeit des Schweizers.































