Zuletzt gab es Gerüchte, nach denen Bridgestone wohl in die Formel 1 zurückkehren könnte. Bevor Pirelli zum Exklusiv-Partner wurde, hatte das japanische Unternehmen eine lange und erfolgreiche Partnerschaft mit der Königsklasse.
Der Vertrag mit Pirelli läuft noch bis Ende 2028. Könnte es danach einen großen Wechsel geben?
Pirelli ist ein verlässlicher Partner der Formel 1. © Bearne / XPB ImagesSurer mit Pirelli zufrieden
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über einen möglichen Wechsel des Reifenlieferanten gesprochen. Kommentatorenlegende Marc Surer ist aber eigentlich mit Pirelli zufrieden.
Wir haben uns jetzt an Pirelli gewöhnt und die machen ja eigentlich auch einen guten Job. Die Reifen sind ja jetzt sehr konstant. Das muss man ja auch sagen. Die Schwankungen, die sie am Anfang hatten, die sind nicht mehr da. Es platzen keine Reifen, also eigentlich machen sie einen guten Job.
Er wisse allerdings auch, dass Lieferanten wie Bridgestone oder Michelin auch einen guten Job machen würden. Die Situation nach 2028 könnte laut Surer interessant werden, da man dann schon für das neue Reglement planen müsse.
Doch auch Pirelli würde sich dann bewerben und „da muss man mal sehen, wer den Zuschlag bekommt“.
Formel-1-Engagement birgt Gefahren
Denn die Königsklasse des Motorsports kann nicht nur für positives Marketing sorgen. Das machte der Ex-Formel-1-Pilot deutlich.
Die Formel 1 ist dermaßen im Blickpunkt, dass es natürlich erstens marketingmäßig sehr interessant ist, da mitzumachen. Auf der anderen Seite aber auch: Wenn es schiefgeht, dann ist die Kritik natürlich weltweit. Ich kann mich erinnern, dass mich einmal jemand gefragt hat und gesagt hat: „Du, ich fahre ja auch diese Reifen. Er saß hinterm, die Michelin um die Ohren geflogen sind, in Indianapolis. Kann mir das jetzt auf der Autobahn auch passieren, dass ein Reifen um die Ohren fliegt?“ Das ist eine gefährliche Geschichte.
Am Ende sei es laut dem Schweizer egal, wer den Zuschlag erhalten würde, man müsse nur der Verantwortung gerecht werden. Denn für ihn seien die Reifen „das Wichtigste am Auto“.
Ob und wer sich am Ende für die Zeit nach 2028 bewerben wird, ist natürlich noch völlig unklar. Doch Bridgestone scheint sich bereitzumachen, um die große Rückkehr in die Formel 1 zu feiern.































