Sportlich geht die Formel 1 so langsam in die heiße Phase, personell hätte man fast meinen können, dass so langsam alles für die nächste Saison geklärt ist.
Doch plötzlich könnte sich die Situation bei Cadillac ändern. Und auch bei Haas und McLaren werden derzeit noch Entscheidungen getroffen. Währenddessen beschließt die FIA eine Regeländerung und zittert aufgrund der Situation im Nahen Osten. Der Wochenrückblick.
Colton Herta könnte es doch noch in die Formel 1 schaffen. © XPB ImagesFahrer-Hammer bei Cadillac?
Bei Cadillac brodelte die Gerüchteküche in dieser Woche am meisten. Denn Valtteri Bottas soll unter Druck stehen. Marcin Budkowski machte in einer Medienrunde vor dem Austin-GP klar, dass er das Fahrer-Lineup für die kommende Saison nicht bekanntgeben wolle.
Das könnte auch daran liegen, dass Colton Herta nur noch ein Freies Training bräuchte, um seine Superlizenz zu erhalten. Die Cadillac-Bosse wollen wohl unbedingt einen amerikanischen Piloten im Cockpit sehen.
Auch zu Yuki Tsunoda soll es Kontakt geben. Esteban Ocon ist laut übereinstimmenden Medienberichten kein Thema, da es den Franzosen zu Aston Martin zieht. Dort soll er Ersatzfahrer werden. Der Sitz von Sergio Perez scheint derzeit nicht gefährdet zu sein.
Komatsu will mit Bearman weitermachen. © Charniaux / XPB ImagesHaas will mit Bearman verlängern
Und auch bei Haas ist ein Sitz überraschenderweise noch nicht zu 100 Prozent festgezurrt. Denn der Rennstall hat den Vertrag mit Oliver Bearman noch immer nicht verlängert.
Teamchef Ayao Komatsu machte allerdings nun in einer Medienrunde klar, dass es nur noch um letzte Details gehe. Diese müssten allerdings noch geklärt werden, bevor ein neuer Vertrag fertiggemacht werden kann.
Eine Vertragsverlängerung gilt allerdings nur als Formsache, da bei Ferrari kein Platz für den jungen Briten ist, der Rennstall allerdings alles dafür tun wird, damit Bearman weiterhin in der Formel 1 fährt.
Leonardo Fornaroli startet für McLaren in einer anderen Rennserie. © Moy / XPB ImagesFornaroli darf sich woanders beweisen
Leonardo Fornaroli hat den Kampf ums Haas-Cockpit gegen Rafael Camara verloren. Nun erhält der McLaren-Youngster in einer anderen Rennserie eine Chance, um den nächsten Schritt zu machen.
Der Italiener wird zum neuen Hypercar-Projekt in der Langstrecken-WM WEC gehören. Dort kann er sich auch seinen großen Traum von den 24 Stunden von Le Mans erfüllen. In einem offiziellen Statement bedankte sich das große Talent bei McLaren.
Jedes Mal, wenn ich mit dem Team arbeite, lerne ich etwas Neues. Ich möchte McLaren für die Unterstützung und Ausbildung danken, die sie mir geben.
Fornaroli wird erst einmal keine Zukunft in der Formel 1 haben. Doch mit starken Leistungen bei der Langstrecken-WM kann er den ein oder anderen Interessenten auf den Plan rufen.
Die FIA sorgt mit einer Regeländerung für Aufsehen. © Moy / XPB ImagesFIA mit Regeländerung
Die FIA hat in dieser Woche ein weiteres Schlupfloch geschlossen. Denn einige Formel-1-Teams sind wohl die Bugetobergrenze durch einen kleinen Trick übergangen.
Denn Mitarbeiter, die in einer anderen Rennserie angestellt waren, sollen ihr Wissen in die Formel 1 eingebracht haben. Da sie aber nicht zur Königsklasse gehörten, fielen ihre Gehälter gar nicht oder nur zum Teil unter das Cost Cap.
Damit soll nun Schluss sein. Teams müssen sich jetzt entscheiden, ob sie Mitarbeiter für die Formel 1 oder eine andere Rennserie einstellen. Nicht-Formel-1-Mitarbeitern soll der Zugang zur Fabrik untersagt werden und auch der Kontakt zwischen F1-Mitarbeitern und Mitarbeitern außerhalb der Formel 1 soll untersagt werden.
Lässt Donald Trump die Situation im Nahen Osten wieder eskalieren? © Price / XPB ImagesTrump könnte für Nahost-Absage sorgen
Und dann gibt es immer noch viele Gerüchte um die Nahost-Rennen in der Formel 1. Zwar machte FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem jüngst klar, dass Katar und Abu Dhabi über die Bühne gehen könnten, doch schon bald könnte die Lage wieder eskalieren.
Da Donald Trump seine Talfahrt in den Umfragen vor den Midterms in den USA stoppen will, hält der US-Präsident nun wohl erst einmal die Füße still. Nach den Wahlen am 3. November könnte er dann allerdings wieder ernst machen.
Laut Berichten der New York Times wurde nicht nur ein dritter Flugzeugträger in die Region gebracht. Denn auch ein Abzug des Personals aus dem Nahen Osten soll vorbereitet werden. Eine mögliche Eskalation könnte also im November erfolgen. Die Rennen in Katar und Abu Dhabi stehen also weiterhin auf der Kippe.































