Der öffentliche Streit zwischen Christian Horner und Helmut Marko eskaliert weiter. Marko weist die jüngsten Darstellungen seines früheren Weggefährten scharf zurück. Gleichzeitig enthüllt Horner, dass er Fernando Alonso und Charles Leclerc zu Red Bull holen wollte – und FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem legt sich beim umstrittenen Saisonfinale im Nahen Osten fest. Die wichtigsten Themen aus den CHAMP1 NEWS – Ausgabe Nr. 830.
Nur zwei Tage nach Christian Horners schweren Vorwürfen gegen Helmut Marko folgt die öffentliche Antwort. Der ehemalige Red-Bull-Motorsportberater lässt an Horners Darstellung wenig Gutes und bezeichnet dessen neues Buch „Drive“ gegenüber BILD als „eine Summe von Unwahrheiten“. Welche konkreten Aussagen er damit meint, ließ Marko allerdings offen.
Der Konflikt zwischen zwei Männern, die Red Bulls Formel-1-Projekt über zwei Jahrzehnte gemeinsam prägten, erreicht damit eine neue Stufe. Horner hatte Marko zuletzt unter anderem vorgeworfen, an seiner Entlassung gearbeitet zu haben und ihm während einer persönlich besonders schwierigen Phase keinerlei Mitgefühl entgegengebracht zu haben. Marko geht auf diese Vorwürfe nun nicht einzeln ein, widerspricht Horners Darstellung aber grundsätzlich.
Marko gegen Horner: Streit um die gemeinsame Red-Bull-Vergangenheit
Zusätzliche Brisanz erhält die Auseinandersetzung durch den Veröffentlichungstermin von Horners Buch. „Drive“ erscheint ausgerechnet am 22. Oktober – dem vierten Todestag von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz. Während Horner darin eine Hommage an seinen langjährigen Förderer sieht, soll die Terminwahl im österreichischen Red-Bull-Umfeld nach Informationen von BILD als bewusste Provokation aufgefasst werden.
Fest steht: Eine Annäherung zwischen Horner und Marko zeichnet sich derzeit nicht ab. Beide haben Red Bull inzwischen verlassen – doch die Aufarbeitung ihres jahrelangen Machtkampfs findet nun öffentlich statt.
©Getty Images / Red BullHorner wollte Alonso und Leclerc neben Verstappen
Horner sorgt gleichzeitig mit weiteren Enthüllungen über die Red-Bull-Fahrerpolitik für Aufsehen. Nach seiner Darstellung beschäftigte er sich 2024 intensiv mit möglichen Alternativen zu Sergio Pérez – darunter Fernando Alonso und Charles Leclerc.
Besonders konkret soll das Interesse an Alonso gewesen sein. Der Spanier habe Horner beim Japan-GP 2024 persönlich signalisiert, in der folgenden Saison gerne an der Seite von Max Verstappen fahren zu wollen. Nach Horners Darstellung wurde dieser Plan jedoch intern gestoppt. Helmut Marko habe ihm mitgeteilt, dass eine Verpflichtung nicht gewünscht sei – offenbar auf Initiative des Verstappen-Managements. Eine unabhängige Bestätigung dieser Darstellung liegt bislang nicht vor.
Auch Charles Leclerc soll für Horner ein ernsthafter Kandidat gewesen sein. Anders als bei Alonso habe er darüber sogar mit Verstappen selbst gesprochen. Der Niederländer soll gegen Leclerc als Teamkollegen keine Einwände gehabt haben. Dennoch habe Horner anschließend erneut von Marko die Botschaft erhalten, dass auch dieser Transfer nicht zustande kommen werde.
Und selbst Lewis Hamilton war laut Horner bereits Jahre zuvor ein Thema bei Red Bull. Vor seinem späteren Wechsel zu Mercedes habe dessen damaliger Manager Simon Fuller einen möglichen Red-Bull-Deal ins Gespräch gebracht. Das Team entschied sich seinerzeit jedoch gegen eine Verpflichtung des Briten.
©XPB ImagesFIA plant weiter mit Katar und Abu Dhabi
Auch beim umstrittenen Saisonfinale 2026 gibt es neue Signale. FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem geht derzeit davon aus, dass die letzten beiden Grands Prix wie geplant am 29. November in Katar und am 6. Dezember in Abu Dhabi stattfinden können.
Trotz der weiterhin angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten sieht der FIA-Präsident momentan keinen Grund für eine Absage. Um seine persönliche Einschätzung zu unterstreichen, verwies er darauf, dass seine eigenen Kinder in der Region leben. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Sicherheit von Fahrern, Mitarbeitern und Offiziellen oberste Priorität habe.
Ganz vom Tisch ist eine Alternative dennoch nicht. Imola soll nach Medienberichten weiterhin bereitstehen, falls sich die Sicherheitslage kurzfristig verschlechtert. Auch die FIA hält offenbar Ersatzpersonal vor, sollte Mitarbeitern oder Offiziellen die Einreise in die Region nicht möglich sein.
Solange sich die Lage nicht grundlegend verändert, bleibt die Marschroute aber bestehen: Der Formel-1-Weltmeister 2026 soll am 6. Dezember in Abu Dhabi gekürt werden.
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































