Wie richtet sich die Formel 1 in Zukunft aus? Vor allem beim Thema Reifen gibt es da gerade kleinere Fragezeichen.
Doch auch bei den Teams weiß man gerade nicht immer, wohin die Reise geht. Während bei Cadillac und Ferrari große Entscheidungen bevorstehen, haben die Racing Bulls Nägel mit Köpfen gemacht. Der Wochenrückblick.
Dario Marrafuschi ist seit diesem Jahr Pirellis Motorsportboss. © Moy / XPB ImagesPirelli bleibt trotz Bridgestone-Gerüchten entspannt
Bridgestone will zurück in die Formel 1. Laut verschiedensten Medienberichten plant der japanische Reifenlieferant ein lukratives Angebot, um ab 2029 wieder in die Königsklasse zurückzukehren.
Für die kommenden Jahre ist Pirelli erst einmal auf der sicheren Seite. Erst in diesem Jahr verlängerte man den Vertrag mit der Formel 1. Pirellis Motorsportboss Dario Marrafuschi blieb in einer Medienrunde entspannt.
Die Entscheidung für die Zeit danach liegt in den Händen der FIA. Wir spielen dabei keine Rolle. Wir konzentrieren uns lediglich darauf, was wir für die nächste Saison und auch für die darauffolgende tun müssen – und das ist eine ganze Menge. Es ist wirklich noch zu früh, um über irgendetwas für diesen Zeitraum zu sprechen.
In den letzten Monaten war auch immer wieder zu hören, wie zufrieden man mittlerweile auf beiden Seiten mit der Zusammenarbeit ist. Doch ein Versprechen für die mittel- bis langfristige Zukunft ist das natürlich nicht.
Cadillac könnte verkauft werden. © Coates / XPB ImagesWird Cadillac verkauft?
Nicht nur sportlich gibt es bei Cadillac zurzeit viele Fragezeichen. Laut Sportico möchte Mark Walter Cadillac wohl schon wieder verkaufen. 3 Milliarden Euro soll der US-Amerikaner für die Mehrheitsanteile verlangen.
Erste Interessenten soll es auch schon geben. Die Fenway Sports Group, die unter anderem die Mehrheitsanteile am FC Liverpool hat, könnte ein möglicher Kandidat für den Kauf sein.
Walter muss sich immer noch mit den Vorwürfen des Versicherungsbetrugs auseinandersetzen, was auch eine möglicher Grund für einen anstehenden Verkauf sein könnte. Das Team äußerte sich bislang nicht zu den Gerüchten.
Die Stimmung zwischen Leclerc und Hamilton ist derzeit nicht perfekt. © Batchelor / XPB ImagesWeiter Unruhe bei Ferrari
Bei Ferrari brennt der Baum zwar nicht lichterloh, doch die Stimmung ist mehr als gedämpft. Lewis Hamilton machte zuletzt klar, was er vom Duell mit Charles Leclerc in Mexiko hielt und machte dem Monegassen und seinem Team Druck.
Nicht überall scheint das gut anzukommen. Am Media Day in Brasilien legte der Brite noch einmal nach und machte klar, dass man ihn nicht zu Schweigen bringen könne.
Am Freitag soll es zu einem Gespräch zwischen Fred Vasseur, Leclerc und Hamilton gekommen sein. Nun sollen die Wogen erst einmal wieder geglättet sein. Doch Ferrari muss vor allem für das nächste Jahr schauen, wie man sich ausrichten will, um den maximalen Erfolg zu erreichen. Denn ein teaminternes Duell kann viele Punkte kosten.
Sehen wir das Sky-Team nicht im Nahen Osten? © IMAGO / EibnerTV-Boykott im Nahen Osten?
In wenigen Tagen soll eine endgültige Entscheidung stehen, ob die Formel 1 in Katar und Abu Dhabi an den Start gehen wird. Zurzeit sieht es danach aus, als will die Königsklasse alles tun, um im Nahen Osten zu fahren.
Doch das könnte Konsequenzen haben. Laut der Bild sollen die TV-Teams von Canal+, ServusTV und dem spanischen Ableger vor DAZN einen Boykott planen. Auch die Sky-Group überlegt, ob man ähnliche Maßnahmen ergreift.
Für die Zuschauer könnte das TV-Erlebnis bei beiden Rennen also deutlich schlechter ausfallen. Doch, ob die Formel 1 sich davon beeinflussen, ist mehr als fraglich.
Permane verlängerte in dieser Woche. © Bearne / XPB ImagesPermane bleibt Racing Bulls treu
Alan Permane macht bei den Racing Bulls bisher einen tollen Job. Gemeinsam mit Peter Bayer hat der Brite den Rennstall auf Rang 5 in der Konstrukteurswertung geführt.
Als Belohnung wurde sein Vertrag bis 2031 verlängert. Das bedeutet, dass er das Team auch ins kommende Reglement führen wird. Natürlich will man auch weiterhin Top-Talente ausbilden.
Deshalb steht auch in Kürze eine wichtige Entscheidung an. Wird der starke Liam Lawson im kommenden Jahr im Cockpit sitzen oder nimmt Supertalent Nikola Tsolov nehmen Arvid Lindblad Platz. Für Permane könnte es die bisher wichtigste Entscheidung seiner Zeit bei den Racing Bulls sein.































