Seit dieser Woche droht in der Formel 1 der nächste Regelstreit. Außerdem schaut man bei Aston Martin mittlerweile schon fast auf die nächste Saison, während sich bei Red Bull mal wieder die ein oder andere Zukunftsfrage klärt. Der Wochenrückblick.
Audi will gegen die Nicht-Strafe gegen Tsunoda vorgehen. © XPB ImagesAudi zieht nach Monza-Ärger vor Gericht
Nach dem Monza GP gab es mal wieder Diskussionen um eine Entscheidung der Stewards. Denn der Restart beim Rennen in Italien, wurde um eine Runde verzögert, da Yuki Tsunoda sich in der Startbox geirrt hatte und seinen Fehler zu spät bemerkte.
Der Japaner erhielt keine Strafe und durfte normal starten. Audi pocht darauf, dass er aus der Boxengasse hätte starten oder eine Strafe hätte erhalten müssen. Nun legt man sogar offiziell Berufung ein und geht vor das Internationale Berufungsgericht der FIA.
Sportlich geht es um einen WM-Punkt, da Yuki Tsunoda den Grand Prix auf Platz 10 beendete – einen Platz vor Audi-Star Gabriel Bortoleto. Es liegt also auf der Hand, warum gerade der deutsche Rennstall ein Interesse an einer Tsunoda-Strafe hätte.
Das letzte Wort in dieser Causa ist noch nicht gesprochen. Am Fall Gasly/Monaco hat man gesehen, wie lange sich auch diese Geschichte ziehen kann. Fortsetzung folgt.
Übrigens: Alpine überlegt wohl auch noch, ob man in der Monaco-Farce nicht noch einen Schritt weiter gehen will. Das Team könnte laut Medienberichten vor den Sportgerichtshof (CAS) ziehen.
Enrico Cardile glaubt nicht mehr an viele Updates. © IMAGO / Alessio de MarcoUpgrade-Stopp bei Aston Martin bestätigt
Nach einem kurzen Hoch fährt Aston Martin wieder am Ende des Feldes in der Formel 1 herum. Vor allem der Motor macht immer noch große Probleme. Doch auch das Chassis könnte ein paar Verbesserungen gebrauchen.
Einmal noch soll das Auto ein größeres Update bekommen. Und zwar in Baku. Danach soll die Entwicklung für dieses Jahr allerdings abgeschlossen sein. Das bestätigte der technische Leiter Enrico Cardile auf der offiziellen Website des Teams. Im kommenden Jahr könnte das Auto ohnehin vollkommen neu zusammengestellt werden.
„Bei der Umsetzung des Projekts für 2027 haben wir uns keinerlei Beschränkungen auferlegt, was die Übernahme von Elementen des Vorgängermodells betrifft. In diesem Sinne wird es ein völlig neues Auto sein. Das gibt uns die Freiheit und die nötige Einstellung, um unsere Ziele zu erreichen.“
Fans von Aston Martin sollten also davon ausgehen, dass Punktergebnisse von Fernando Alonso in dieser Saison wohl die absolute Ausnahme bleiben.
Craig Skinner könnte zu Cadillac wechseln. © IMAGO / NurPhotoCadillac könnte sich Top-Mann von Red Bull schnappen
Ex-Red-Bull-Chefdesigner Craig Skinner, der im Februar seinen Hut nahm, steht vor einem Wechsel zu einem anderen Formel-1-Team. Laut dem GPBlog gibt es intensive Gespräche zwischen dem Briten und Cadillac.
Das neue Team, das noch zahlreiche Probleme hat, sorgte schon mit dem Teamchefwechsel in der Sommerpause für Furore. Nun soll der Rennstall weiter mit erfahrenem Personal bestückt werden.
Eine Einigung soll es noch nicht geben, doch die Sperrfrist für einen Wechsel soll so langsam abgelaufen sein. Es könnte also schon bald eine Vollzugsmeldung geben, sollten beide Seiten auf den gleichen Nenner kommen.
Verstappen bleibt bei Red Bull. © IMAGO / DeFodi ImagesVerstappen bestätigt Gespräche mit Top-Teams
Max Verstappen hat nun in einem Interview mit BBC Sport bestätigt, dass er ernsthafte Gespräche mit anderen Teams geführt habe. In der Vergangenheit galten ja vor allem Mercedes und McLaren als ernsthafte Kandidaten für eine Verpflichtung des Niederländers.
Am Ende entschied er sich allerdings, seinen Vertrag bei Red Bull zu verlängern. Der Vierfach-Weltmeister gab an, dass man Geduld haben müsste, um mit einem Team wieder an die Spitze zu kommen.
Er hätte auch während seiner Anfangszeit bei Red Bull „weglaufen und woanders hingehen“ können. Doch damals zahlte sich sein Vertrauen in das Team aus. Wird es auch dieses Mal wieder zu einer Erfolgsstory?
Robin Räikkönen gehört nun zum Red-Bull-Juniorprogramm. © Red BullRed Bull schnappt sich Räikkönen
Und auch in mittel- bis langfristiger Zukunft hätte man gerne einen Fahrer mit dem Talent eines Max Verstappens bei den Bullen im Team.
Zwar weiß man noch nicht, ob Robin Räikkönen jemals das Potenzial seines Vaters Kimi erreichen kann, trotzdem hat der 11-Jährige schon einige Erfolge im Kartbereich vorzuweisen. Nun nimmt ihn Red Bull ins hauseigene Juniorprogramm auf.
Teamchef Laurent Mekies freut sich über die Vereinbarung und machte in einem offiziellen Statement klar, wie der Weg des jungen Finnen aussehen soll.
„Unser Ziel ist es, ihn Schritt für Schritt zu fördern, ohne unnötigen Druck auf ihn auszuüben. Der Weg im Motorsport ist lang, und wir werden ihm die Zeit, die Unterstützung und die Ressourcen geben, die er benötigt, um sein Potenzial voll zu entfalten.“
Mal schauen, ob man in ein paar Jahren noch etwas intensiver über den Namen Robin Räikkönen sprechen wird.































