Audi zieht im Streit um Yuki Tsunodas Monza-Punkt vor das Internationale Berufungsgericht der FIA, während Alpine sogar einen Gang vor den CAS prüft. Fernando Alonso lässt seine Zukunft über 2026 hinaus offen, Charles Leclerc räumt seinen Fehler gegen Lewis Hamilton ein – und Red Bull nimmt mit Robin Räikkönen den Sohn eines Weltmeisters ins Juniorprogramm auf. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Freitag.
Kurz vor dem ersten Formel-1-Rennen auf dem neuen Madring sorgt die Königsklasse nicht nur sportlich für Gesprächsstoff. Gleich zwei Rennergebnisse könnten juristisch noch weiter nachwirken, bei Aston Martin bleibt die Zukunft von Fernando Alonso ungeklärt und Ferrari beschäftigt neben der Aussprache zwischen Charles Leclerc und Lewis Hamilton inzwischen auch der finanzielle Schaden durch Leclercs Unfälle.
Audi zieht Berufung durch – Alpine prüft CAS
Der Streit um das Ergebnis des Italien-GP geht in die nächste Runde. Audi hat seine Berufung gegen den Freispruch von Yuki Tsunoda offiziell eingereicht und zieht damit vor das Internationale Berufungsgericht der FIA.
Im Mittelpunkt steht weiterhin der Neustart nach Charles Leclercs schwerem Unfall in Monza. Tsunoda sortierte sich zunächst auf der falschen Seite der Startaufstellung ein und stand anschließend schief in seiner eigentlichen Startbox. Rennleiter Rui Marques brach das Startprozedere ab und ordnete eine weitere Formationsrunde an. Die Rennkommissare verzichteten später auf eine Strafe – Audi hält diese Entscheidung allerdings für falsch.
Sportlich geht es lediglich um einen WM-Punkt: Tsunoda wurde Zehnter, Audi-Pilot Gabriel Bortoleto Elfter. Eine nachträgliche Strafe gegen den Racing-Bulls-Piloten könnte Bortoleto entsprechend noch in die Punkte bringen.
Und auch der Monaco-Fall ist offenbar noch nicht endgültig beendet. Alpine hat den Pokal für Platz drei nach der Niederlage vor dem FIA-Berufungsgericht bereits an Red Bull zurückgegeben. Laut GPblog prüft das Team aber weitere rechtliche Schritte. Da der FIA-interne Rechtsweg ausgeschöpft ist, käme nun noch ein Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS infrage.
©XPB ImagesAlonso lässt Formel-1-Abschied weiter offen
Bei Fernando Alonso bleibt derweil offen, ob seine beeindruckende Formel-1-Karriere nach dieser Saison endet. Der Vertrag des 45-Jährigen bei Aston Martin läuft zum Jahresende aus – auf eine schnelle Entscheidung über 2027 sollten sich die Fans allerdings nicht einstellen.
Vor seinem Heimrennen in Madrid erklärte Alonso, Neuigkeiten zu seiner Zukunft seien „noch nicht bald“ zu erwarten. Entscheidend sei für ihn unter anderem, wie sich die Formel 1 mit dem kommenden Reglement entwickelt und ob sich das Racing und Fahrgefühl wieder stärker in eine Richtung bewegen, die ihm zusagt.
Dabei geht es längst nicht nur um die Frage, ob Alonso als Formel-1-Pilot weitermacht. Der Spanier kann sich auch eine andere Rolle innerhalb von Aston Martin vorstellen – selbst ein Programm in der Langstrecken-WM schloss er nicht aus. Erst nach weiteren Gesprächen mit dem Team soll entschieden werden, wie es 2027 weitergeht.
©IMAGO / Action PlusLeclerc räumt Fehler ein – Crash-Serie wird teuer
Bei Ferrari scheint zumindest der Ärger nach dem Monza-Start beigelegt. Charles Leclerc räumte in Madrid ein, im Duell mit Lewis Hamilton zu weit gegangen zu sein.
Direkt nach dem Rennen hatte der Monegasse noch von einem gemeinsamen Fehler gesprochen. Hamilton widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich. Nach einer Aussprache sieht Leclerc die Situation nun anders: Beide hätten ihre Sichtweisen unter vier Augen geklärt und seien inzwischen einer Meinung darüber, was beim nächsten Mal anders laufen müsse.
Für Ferrari bleibt Leclercs Saison dennoch kostspielig. Nach Berechnungen von GPblog sollen seine bisherigen Unfälle 2026 bereits rund 1,9 Millionen Dollar an Reparaturkosten verursacht haben. Der heftige Einschlag in Monza war demnach der zweitteuerste Einzelschaden seiner Saison.
Gesundheitlich gab Leclerc inzwischen Entwarnung. Weitere Untersuchungen nach dem Unfall verliefen ohne Befund, auch die kurzzeitigen Probleme mit einem Auge waren nach seiner Darstellung schnell wieder verschwunden. Damit steht seinem Einsatz in Madrid nichts im Weg.
©Getty Images / Red BullRed Bull nimmt Robin Räikkönen ins Juniorprogramm auf
Und auch im Nachwuchsbereich sorgt ein prominenter Name für Aufmerksamkeit: Robin Räikkönen, der elfjährige Sohn von Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen, wird ab 2027 Teil des Red Bull Junior Teams.
Der junge Finne ist bereits seit mehreren Jahren im Kartsport unterwegs. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies lobte insbesondere seine Geschwindigkeit, sein Rennverständnis und seine für sein Alter ruhige Herangehensweise. Gleichzeitig betonte Red Bull, Räikkönen ohne unnötigen Druck Schritt für Schritt entwickeln zu wollen.
Auch Kimi Räikkönen begrüßt den Schritt seines Sohnes. Die Familie sehe im Red-Bull-Nachwuchsprogramm ein starkes Umfeld für dessen weitere Entwicklung. Mit Sebastian Vettel und Max Verstappen haben bereits zwei spätere Formel-1-Weltmeister den Weg durch das Red-Bull-Juniorprogramm genommen. Ob Robin Räikkönen eines Tages ebenfalls bis in die Königsklasse kommt, ist mit elf Jahren natürlich noch völlig offen.
Alle Hintergründe zum Audi-Verfahren, Alonsos Zukunft, Leclercs Aussprache mit Hamilton und dem Einstieg von Robin Räikkönen ins Red-Bull-Juniorprogramm gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































