Kimi Antonelli gewinnt mit einer spektakulären Aufholjagd von Platz 19 aus sein Heimrennen in Monza. Teamkollege George Russell, der den Sieg eigentlich schon von Beginn an schon riechen konnte, landete auf dem zweiten Platz und wurde dann sogar noch ausgebuht. Der Ex-Formel 1 Pilot fand in Race Control passende Worte für die aktuellen Geschehnisse im Mercedes-Team.
Nach 60 Jahren gewann mit Kimi Antonelli nochmal ein Italiener den Grand Prix in Monza | © Price / XPB ImagesSurer: Antonelli ist eine Sensation
Marc Surer bremste die Euphorie zunächst ein. Denn er ist sich sicher: Ohne die rote Flagge und den Neustart, hätte Antonelli nicht gewonnen. Doch „die Leistung ist sensationell, und durchs ganze Feld durchzufahren, ohne auch in Schwierigkeiten zu kommen, also einmal war neben der Strecke Aber das war ja, ist verzeihbar, wenn man so einen Kampf hat. Aber grundsätzlich ist es schon so, was wir eigentlich schon das ganze Jahr sehen. Kimi ist einfach unglaublich gut“, fasste Surer zunächst grundsätzlich zusammen.
Auch er rechnete nicht damit, dass Antonelli von ganz hinten zum Sieg fahren würde.
Und dass er dann noch Russell schlägt, der das Rennen eigentlich schon geglaubt hat zu gewinnen. Aber das ist die Geschichte dieses Jahres. Russell hat geglaubt: ‘Ich werde locker Weltmeister’. Jetzt hat er geglaubt: ‘In Monza, ich starte vorne und der andere ganz hinten, das ist mein Rennen!’ Und schon ist wieder nichts.
Mal wieder ein Satz mit X für Russell wenn es um einen Rennsieg geht | © Price / XPB ImagesRussell bittere Nummer 2
Für George Russell endete das Rennen in Monza mit einem bitteren Beigeschmack. Mal wieder ließ ihn sein Teamkollege ziemlich alt aussehen. Antonelli schnappte ihm kurz vor Schluss den sicher geglaubten Sieg direkt vor der Nase weg. Dieses Rennen zeigte erneut, wer bei Mercedes die Hosen anhat. Russell ging als Favorit ins Rennen und gewann es trotzdem nicht. Nach der Ansage in Zandvoort wurde hier wieder deutlich, dass Russell nicht die Nummer 1 der Silberpfeile ist.
„Hier war es schon so, dass jetzt auf der Piste gezeigt wurde, wer die Nummer 1 ist im Team. Ganz einfach, das muss man gar nicht mehr diskutieren, und das weiß der Russell auch“, betätigte auch Surer den Nummer-2-Status des Briten.
Ich hoffe, es zerbricht ihn jetzt nicht ganz, aber das war so eine Demonstration von seinem Teamkollegen, der zeigt, was man mit diesem Auto machen kann, dass man schon anfängt nachzudenken, wenn man Russell heißt.
Das I-Tüpfelchen war dann auch noch, dass Russell massiv ausgebuht wurde, als es auf das Podium ging. Marc Surer beschrieb dieses Gefühl als brutal:
Das ist brutal. Weißt du, du hast das Rennen verloren und machst gute Miene zum bösen Spiel und dann buhen sie dich noch aus. Schlimmer geht es nicht.
Wichtig sei nun für Russell, dass er diese Buhrufe nicht zu nah an sich heranlässt und es einfach abhakt, riet Surer.































