Breaking News aus Enstone: Alpine hat seine Fahreraufstellung für 2027 bestätigt. Franco Colapinto bleibt beim französischen Werksteam und fährt auch im kommenden Jahr an der Seite von Pierre Gasly.
Daneben geht es um Lando Norris’ WM-Chancen nach seinem zweiten Sieg in Folge, neuen Ärger bei Ferrari, die Ausstiegsklausel im neuen Vertrag von Max Verstappen, mögliche Mercedes-Gespräche bei Aston Martin und den Streit um Pierre Gaslys Monaco-Podium vor dem FIA-Berufungsgericht.
Alpine bestätigt Colapinto für 2027
Franco Colapinto bleibt auch in der kommenden Saison bei Alpine. Das Team bestätigte am Donnerstag offiziell, dass der Argentinier weiterhin gemeinsam mit Pierre Gasly antreten wird.
Colapinto hat in dieser Saison bislang 19 WM-Punkte gesammelt und punktete in sechs der ersten zwölf Rennen. Alpine hebt vor allem seine Entwicklung und die Kontinuität innerhalb des Teams hervor.
Flavio Briatore erklärte, Stabilität sei für ihn ein wichtiger Faktor. Gleichzeitig bleibe die zentrale Aufgabe, Colapinto und Gasly ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung zu stellen.
Mit der Bestätigung ist auch eine mögliche Rückkehr von Fernando Alonso zu Alpine vom Tisch.
©McLarenNorris hält sich trotz zweitem Sieg zurück
Lando Norris hat nach Ungarn auch den Grand Prix in Zandvoort gewonnen und seinen Rückstand in der Fahrer-WM verkürzt. Der McLaren-Pilot liegt nun 83 Punkte hinter WM-Leader Kimi Antonelli.
Norris will dennoch noch nicht von einer WM-Attacke sprechen. Der Titelverteidiger erklärte nach dem Rennen, er denke weiterhin nur von Grand Prix zu Grand Prix.
Entscheidend für den Sieg in Zandvoort war sein Überholmanöver gegen Antonelli. Norris setzte sich außen in der Tarzan-Kurve durch und übernahm anschließend wieder die Führung.
Mit inzwischen 13 Grand-Prix-Siegen zieht der Brite in der ewigen Siegerliste mit David Coulthard und Alberto Ascari gleich. Für McLaren wird nun entscheidend sein, ob sich die starke Form auch auf anderen Strecken bestätigt.
©IMAGO / EibnerSchumacher fordert Machtwort nach Ferrari-Zoff
Bei Ferrari sorgt das Rennwochenende in Zandvoort weiter für Diskussionen. Lewis Hamilton war auf einer anderen Reifenstrategie schneller als Charles Leclerc und lief auf seinen Teamkollegen auf.
Leclerc sollte an die Box kommen, blieb jedoch zunächst auf der Strecke. Hamilton verlor dahinter mehrere Sekunden und reagierte am Funk deutlich verärgert. Nach dem Rennen erklärte er, Ferrari habe dadurch möglicherweise ein Podium verschenkt.
Ralf Schumacher fordert deshalb eine klare Ansage von Teamchef Fred Vasseur. Hamilton und Leclerc müssten lernen, stärker als Team zusammenzuarbeiten.
Hamilton entschuldigte sich später öffentlich für seinen Ton am Funk. Leclerc wiederum verteidigte seine Entscheidung und erklärte, aus seiner Sicht sei es nicht die richtige Runde für den Boxenstopp gewesen.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schwierig Ferrari seine internen Abläufe in entscheidenden Rennsituationen teilweise gestaltet.
©Getty Images / Red BullVerstappen-Vertrag enthält weiter Exit-Klausel
Max Verstappen hat seinen Vertrag bei Red Bull zwar bis Ende 2030 verlängert, vollständig gebunden ist der vierfache Weltmeister offenbar trotzdem nicht.
Vater Jos Verstappen bestätigte, dass auch das neue Arbeitspapier wieder Vereinbarungen enthält, die unter bestimmten Bedingungen einen vorzeitigen Ausstieg ermöglichen.
Nico Rosberg wertet die Gespräche mit McLaren im Vorfeld der Verlängerung vor allem als Verhandlungspoker. Aus seiner Sicht hatte Verstappen innerhalb der Formel 1 nur wenige realistische Alternativen und konnte die Spekulationen möglicherweise nutzen, um seine Position bei Red Bull zu stärken.
Offen bleibt auch das genaue Gehalt. In verschiedenen Berichten werden sehr unterschiedliche Summen genannt, offiziell bestätigt ist davon bislang nichts.
Für Red Bull bleibt die Aufgabe eindeutig: Verstappen hat verlängert – nun muss das Team wieder ein Auto bauen, mit dem er dauerhaft um Siege und Titel kämpfen kann.
©IMAGO / Panoramic by PsnewZAston Martin spricht offenbar wieder mit Mercedes
Auch bei Aston Martin könnte sich langfristig eine neue Motorenfrage entwickeln. Nach Berichten aus Spanien und Großbritannien soll es in dieser Saison mehrfach Kontakte zwischen dem Team und Mercedes gegeben haben.
Aston Martin ist seit 2026 exklusiver Werkspartner von Honda. Der Start dieser Zusammenarbeit verlief allerdings schwierig. Trotz einer neuen Powerunit-Spezifikation in Zandvoort bleibt der Motor eine der größten Baustellen des Teams.
Ein Wechsel zurück zu Mercedes wäre frühestens 2028 realistisch. Von einem Ultimatum an Honda ist bislang nicht die Rede. Die Gespräche werden vielmehr als Signal verstanden, dass Aston Martin langfristig Alternativen prüft.
Der Nachteil eines Rückwechsels wäre allerdings erheblich: Aston Martin würde seinen Werksteam-Status wieder verlieren und erneut zum Mercedes-Kundenteam werden.
©XPB ImagesGaslys Monaco-Podium vor dem FIA-Gericht
Knapp drei Monate nach dem Monaco-Grand-Prix beschäftigt das Ergebnis weiterhin die FIA.
Red Bull und McLaren haben Berufung gegen die nachträgliche Streichung der Zeitstrafen von Pierre Gasly eingelegt. Der Alpine-Pilot hatte das Rennen ursprünglich als Dritter beendet, war wegen zweier Strafen zunächst zurückgefallen und bekam sein Podium nach einem erfolgreichen Right of Review wieder zugesprochen.
Grund war ein Fehler bei der offiziellen Vermessung der Boxengasse, wodurch die Geschwindigkeitsberechnung nicht korrekt gewesen war.
Der Fall ist besonders kompliziert, weil andere Fahrer ihre vergleichbaren Strafen bereits während des Rennens abgesessen hatten und diese Auswirkungen nachträglich nicht mehr ohne Weiteres rückgängig gemacht werden können.
Für Red Bull geht es um das verlorene Podium von Isack Hadjar, für McLaren um Oscar Piastri. Sollte die Berufung Erfolg haben, könnte Gasly seinen dritten Platz erneut verlieren.
Mit einem Urteil des Internationalen Berufungsgerichts wird allerdings erst in einigen Wochen gerechnet.
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