Christian Horner hat mit seinem Buch „Drive“ für ordentlich Furore gesorgt. Unter anderem ging es dort um seine Zeit bei Red Bull und die Vorwürfe, die gegen ihn weiter im Raum stehen.
Auch sein alter Weggefährte Helmut Marko bekam ordentlich Kritik ab. Doch mit seinen Enthüllungen und Angriffen kam der Ex-Red-Bull-Teamchef nicht bei allen gut an.
Schumacher lässt kein gutes Haar an Horner. © IMAGO / DeFodi ImagesSchumacher bezeichnet Horner-Angriffe als geschmacklos“
Am Sky-Mikro reagierte nun Ralf Schumacher auf das Buch und machte klar, was er davon hält.
Bei Christian Horner ist es leider nichts Neues, dass das eine oder andere Mal etwas geschmacklos war. Ich finde das schade. Er macht sich damit seine ganze Arbeit selbst kaputt, denn er war mit dem Team zusammen sehr erfolgreich. Er hat den Motor, mit dem Red Bull hier Rennen gewonnen hat, maßgeblich mit beeinflusst. Er hat die Leute geholt und macht dann so etwas. Das ist einfach nur schade und traurig.
Horner hat unter anderem behauptet, dass Helmut Marko Verstappen aufgrund seines schwierigen Vaters erst nicht holen wollte. In Backstage Boxengasse teilte Schumacher eine ganz andere Version der Geschichte mit.
Die Story, wie ich sie kenne, geht so: Helmut Marko hat Max im zarten Alter von elf Jahren schon mal angesprochen. Da hat Jos tatsächlich gesagt, dass ihm das zu früh sei. Und daraufhin war der Doktor ein bisschen eingeschnappt und hat gesagt: „Wenn der mich nicht will, dann eben nicht.“ Jahre später ist man in der Formel 3 wieder aufeinander getroffen und daraus ist diese Einheit geworden.
Der Deutsche verstehe nicht, warum der Brite solche Unwahrheiten in die Welt setzen würde, und kritisierte Horner scharf.
Marc Surer bedauert den Streit zwischen Horner und Marko. © IMAGO / Jan HuebnerSurer bedauert Red-Bull-Zoff
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über die Horner-Angriffe auf Helmut Marko gesprochen. Kommentatorenlegende Marc Surer hielt sich bedeckter als Schumacher und bedauert die Situation eher.
Ich meine, die beiden zusammen haben so viele Weltmeisterschaften gewonnen. Es ist schade (…) aber mehr möchte ich dazu nicht sagen, weil wir die Wahrheit nicht kennen. Wir können nur die beiden anhören und von dem her, ist es einfach schade, dass praktisch so ein erfolgreiches Gespann jetzt Porzellan zerschlägt. Schade.
Für seine mögliche Formel-1-Zukunft sei das Buch laut dem Schweizer nicht förderlich, doch er wisse gar nicht, ob Horner am Ende wirklich in die Königsklasse zurückwolle.
Der Brite hat sich mit seinem Buch jedenfalls mal wieder ins Gespräch gebracht. Aus Marketing-Perspektive könnte sich das durchaus auszahlen – doch besonders menschlich bleiben viele Fragen offen.































