Die Formel 1 hat am Reglement nachgeschärft – doch im Fahrerlager wächst die Sorge, dass das eigentliche Problem weiter ungelöst bleibt. Gleichzeitig arbeitet die Königsklasse offenbar längst an mehreren Notfallplänen für den Kalender, Aston Martin versinkt immer tiefer im Chaos – und jetzt bereitet Newey auch noch die eigene Gesundheit Probleme und bei Red Bull taucht plötzlich Oscar Piastri als möglicher Verstappen-Erbe auf. Dazu bekommt Christian Horner prominente Unterstützung von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem. Die Themen der Sendung an diesem Donnerstag.
Formel 1 weiter im Reglement-Alarm – Fahrer und Experten schlagen erneut an
Die Formel 1 hat nach den Problemen der ersten Saisonrennen reagiert – doch von echter Entwarnung kann keine Rede sein.
Zwar werden die Änderungen seit Miami grundsätzlich positiv bewertet, doch Fahrer und Experten machen gleichzeitig klar: Das Grundproblem bleibt bestehen. Lando Norris spricht nur von einem „Schritt in die richtige Richtung“, Oscar Piastri sagt sogar offen, dass sich kaum etwas verändert habe.
Damit bestätigt sich die Kritik, die Max Verstappen bereits in Miami formuliert hatte: Die Anpassungen seien nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“.
Besonders brisant wird die Debatte, weil inzwischen auch ehemalige Fahrer und FIA-Seite deutlich weiterdenken. Christian Danner hält das aktuelle Konzept langfristig für nicht tragfähig, FIA-Präsident Ben Sulayem deutet bereits einen künftigen Fokus auf stärkere Verbrennungsmotoren und weniger Elektro-Anteil an.
Die Botschaft ist eindeutig:
Die Formel 1 wurde leicht repariert – aber geheilt ist sie noch lange nicht.
©XPB ImagesGeheimpläne für Bahrain und Jeddah – wird Istanbul plötzlich zur Rettung?
Hinter den Kulissen arbeitet die Formel 1 offenbar längst an mehreren Krisenszenarien.
Nach den abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien werden laut Berichten verschiedene Nachhol- und Ersatzmodelle diskutiert. Möglich wären:
- Bahrain im Oktober
- Saudi-Arabien Anfang Dezember
- oder sogar eine frühere Rückkehr der Türkei
Denn laut Mohammed Ben Sulayem könnte Istanbul bereits 2026 einspringen – obwohl das offizielle Comeback eigentlich erst für 2027 geplant ist.
Damit zeigt sich:
Die Formel 1 improvisiert derzeit massiv im Hintergrund, während nach außen weiter das Bild eines perfekt durchgeplanten Weltkalenders vermittelt wird.
Womöglich genau aus diesem Grund wird die Türkei plötzlich zur echten Notfall-Option.
©XPB ImagesAston Martin versinkt tiefer im Chaos – jetzt kommen auch noch Newey-Sorgen dazu
Bei Aston Martin wird die Lage immer dramatischer.
Sportlich bleibt das Projekt weit hinter den Erwartungen zurück, und nun rückt auch Adrian Newey selbst in den Mittelpunkt der Sorgen. Britische Medien berichten von gesundheitlichen Problemen des Star-Designers, Aston Martin wollte das Thema nicht konkret kommentieren.
Parallel bleibt die sportliche Situation katastrophal:
- keine echte Performance
- kaum Hoffnung auf kurzfristige Verbesserungen
- keine größeren Updates bis nach dem Sommer
Fernando Alonso klingt inzwischen auffällig ernüchtert. Kleine Fortschritte seien sinnlos, solange der Rückstand so groß bleibe. Statt hektischer Mini-Updates setzt Aston Martin offenbar auf einen späteren Neustart.
Das Problem:
Bis dahin droht die Saison komplett zu entgleisen.
Deshalb wirkt Aston Martin aktuell auch nicht wie ein Team in einer schwierigen Phase – sondern wie ein Projekt, das auf mehreren Ebenen gleichzeitig die Kontrolle verliert.
©XPB ImagesAntonelli-Hype setzt Russell unter Druck – Wolff beschwört den „Killer“
Kimi Antonelli begeistert die Formel 1 – und George Russell gerät immer stärker unter Zugzwang.
Nach drei Siegen in Folge liegt das Momentum klar beim 19-jährigen Italiener. Russell dagegen verliert nicht nur Punkte, sondern auch die Rolle als klare Führungsfigur bei Mercedes.
Toto Wolff reagiert darauf jetzt öffentlich und nennt Russell einen „Killer“, der genau jetzt zurückschlagen müsse. Das wirkt wie eine bewusste Rückendeckung für einen Fahrer, dessen Position plötzlich deutlich unsicherer erscheint.
Denn im Hintergrund schwebt weiterhin ein Name über Mercedes:
Max Verstappen.
Und so bekommt das interne Duell zwischen Antonelli und Russell plötzlich eine viel größere Bedeutung…
©XPB ImagesRed Bull plant offenbar bereits ohne Verstappen – Piastri plötzlich Wunschlösung
Bei Red Bull denkt man offenbar längst über die Zeit nach Max Verstappen nach.
Laut einem Bericht aus dem Miami-Fahrerlager gilt Oscar Piastri intern als bevorzugte Lösung, falls Verstappen das Team verlässt. Das wäre ein bemerkenswerter Strategiewechsel:
Nicht mehr das eigene Nachwuchsprogramm steht im Fokus – sondern ein bereits etablierter Topfahrer von außen.
Piastri passe laut Bericht perfekt ins neue Anforderungsprofil:
jung, schnell, stabil und entwicklungsfähig.
Zwar steht der Australier langfristig bei McLaren unter Vertrag, doch die Formel 1 zeigt immer wieder, dass Verträge verhandelbar werden, sobald ein Fahrer wirklich weg will.
Damit bekommt die Verstappen-Frage plötzlich eine neue Dimension:
Red Bull scheint intern längst einen konkreten Plan B vorbereitet zu haben.
©IMAGO / NurPhotoFIA-Boss öffnet Horner die Tür – Comeback immer realistischer
Christian Horner bekommt prominente Unterstützung – und zwar direkt vom FIA-Präsidenten.
Mohammed Ben Sulayem macht offen klar, dass er sich eine Rückkehr des langjährigen Red-Bull-Teamchefs ausdrücklich wünsche. Horner sei wichtig für den Sport gewesen und werde „immer einen Weg finden“.
Das ist deshalb bemerkenswert, weil Horner nach seinem Red-Bull-Aus zwar regelmäßig mit verschiedenen Projekten in Verbindung gebracht wird, bislang aber keine konkrete Rolle gefunden hat.
Doch die Signale werden immer deutlicher:
- Zak Brown spricht sich öffentlich für ein Comeback aus
- Ben Sulayem ebenfalls
- und auch im Fahrerlager glaubt kaum jemand, dass Horner dauerhaft verschwindet
Die große Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Horner zurückkehrt, sondern womöglich nur noch: Bei welchem Projekt, in welcher Rolle und wann geht es los?




































