Die Formel 1 korrigiert ihren umstrittenen 2026er-Kurs – und zwar deutlich. Der Verbrennungsmotor soll ab 2027 wieder mehr Macht bekommen, nachdem die neue Hybrid-Generation zuletzt immer stärker in die Kritik geraten war. Gleichzeitig zeigt sich aber schon jetzt: Die politische und technische Debatte rund um die neue Motorenformel dürfte gerade erst beginnen. Und während die FIA noch an der Zukunft der Power Units arbeitet, läuft im Fahrerlager längst die nächste große Baustelle an – die explodierende Silly Season rund um Lewis Hamilton, Max Verstappen und mehrere mögliche Cockpit-Wechsel.
©XPB ImagesFormel 1 korrigiert den 2026er-Kurs – der Verbrenner bekommt wieder mehr Gewicht
Die FIA hat am Freitag offiziell bestätigt, dass die Formel 1 ihr Motoren-Reglement ab 2027 grundlegend anpassen will.
Künftig soll der Verbrennungsmotor wieder rund 60 Prozent der Gesamtleistung liefern. Der Elektroanteil wird im Gegenzug reduziert. Konkret soll die Leistung des Verbrenners um rund 50 Kilowatt steigen, während die elektrische Leistungsabgabe um denselben Wert sinkt.
Damit reagiert die Formel 1 auf die massiven Probleme der neuen 2026er-Generation. Durch den stark erhöhten Elektroanteil mussten Fahrer zuletzt teilweise auf den Geraden vom Gas gehen, um genug Energie zurückzugewinnen – ein Punkt, der im Fahrerlager seit Monaten für Kritik sorgt.
Die Richtung ist damit klar:
Die Formel 1 rückt wieder näher an ein natürlicheres Fahrgefühl heran, ohne die Hybrid-Technologie komplett zurückzudrehen.
Der nächste Streit kündigt sich schon an
Mit der Grundsatzeinigung allein ist das Problem allerdings noch lange nicht gelöst.
Denn laut einem Bericht von The Race stehen hinter den Kulissen bereits die nächsten Konflikte im Raum. Größere Tanks, mehr Kraftstofffluss, mögliche Anpassungen an Batteriegröße und Energierückgewinnung – all das müsste technisch umgesetzt werden.
Besonders heikel:
Mehrere Teams sollen geplant haben, ihre 2026er-Chassis auch 2027 weiterzuverwenden, um Kosten zu sparen. Größere Tanks würden dieses Modell aber praktisch unmöglich machen.
Dazu kommt das politische Problem rund um das ADUO-System. Hersteller, die aktuell zusätzliche Entwicklungszeit erhalten, könnten dadurch Vorteile für die nächste Motoren-Generation mitnehmen. Vor allem Honda steht hier im Fokus.
Die Formel 1 hat sich also zwar auf eine Richtung verständigt – aber der eigentliche Machtkampf um die Details beginnt jetzt erst.
©IMAGO / PsnewZHamilton-Gerüchte, Verstappen-Spekulationen und erste geheime Gespräche
Parallel dazu läuft die Silly Season ungewöhnlich früh heiß.
Wie F1.com berichtet, wurden bereits in Miami erste informelle Gespräche zwischen Managern und Teams geführt, um mögliche Cockpit-Szenarien für die kommenden Monate auszuloten.
Besonders im Fokus:
- Fernando Alonsos Zukunft bei Aston Martin
- die Lage bei Alpine rund um Franco Colapinto
- mögliche Klauseln bei Williams
- und natürlich Lewis Hamilton
Vor allem um Hamilton reißen die Spekulationen nicht ab. Mehrere Medienberichte bringen inzwischen sogar einen Rücktritt zum Saisonende ins Spiel. Hintergrund ist die bislang enttäuschende Entwicklung bei Ferrari.
Auch Ralf Schumacher hält ein Karriereende für denkbar und brachte gleichzeitig Oliver Bearman als langfristige Ferrari-Option ins Spiel.
Die größte Schlüsselfigur bleibt aber weiterhin Max Verstappen.
Der Niederländer wird trotz Vertrags bis 2028 weiter regelmäßig mit Mercedes und Ferrari in Verbindung gebracht. David Coulthard sieht ihn dabei eher bei Ferrari, Naomi Schiff glaubt dagegen weiter an einen Verbleib bei Red Bull.
Zusätzlich taucht inzwischen ein ganz neues Thema auf:
Verstappen spricht offenbar bereits mit Ford über mögliche GT- und Langstrecken-Projekte außerhalb der Formel 1. Konkrete Pläne gibt es zwar noch nicht – aber die Gespräche zeigen, wie offen die Zukunft des Weltmeisters inzwischen diskutiert wird.
Alle Hintergründe zu den Themen an diesem Montag in der 760. Video-Ausgabe der CHAMP1 NEWS.




































