Berichte verdichten sich: Jonathan Wheatley rückt als Schlüsselfigur für die Zukunft in den Fokus
Aston Martin Teamchef Newey vor Rückzug aus operativer Führungsrolle?
Wie mehrere Medien berichten, steht Adrian Newey offenbar vor einem schrittweisen Rückzug aus seiner Führungsrolle bei Aston Martin. Demnach soll der Star-Designer künftig weniger in operative Teamstrukturen eingebunden sein und sich stärker auf technische Kernbereiche konzentrieren. Eine offizielle Bestätigung seitens des Teams steht jedoch bislang aus.
Vieles deutet darauf hin, dass Aston Martin intern bereits über strukturelle Anpassungen nachdenkt – auch im Hinblick auf die langfristige Ausrichtung des Projekts rund um die neuen Regularien.
Aktuell ist Wheatley Teamchef bei Audi, das neue Werksteam für 2026 unter der Übernahme von Sauber. | © Moy / XPB ImagesWheatley als Wunschlösung?
Deutlich konkreter wird das italienische Portal Autoracer.it. Dort heißt es, Newey habe sich intern für Jonathan Wheatley als potenziellen Nachfolger ausgesprochen. Wheatley galt als einer der zentralen Architekten der operativen Exzellenz bei Red Bull und war maßgeblich an deren Dominanz in den vergangenen Jahren beteiligt.
Laut Autoracer.it soll Newey in Wheatley die ideale Kombination aus Führungsstärke, Rennstall-Erfahrung und strategischem Verständnis sehen. Eine offizielle Einigung oder Bestätigung dieser Personalie gibt es jedoch nicht. Der Bericht bleibt damit klar im Bereich der gut informierten Spekulation.
Besonders brisant ist jedoch, dass Wheatley erst seit April 2025 offiziell Teil des Sauber/Audi-Projekts ist. Ein schneller Wechsel zu Aston Martin wäre daher alles andere als trivial. Laut mehreren Berichten könnten private Gründe eine Rolle spielen, die einen erneuten Wechsel zumindest erklärbar machen würden. Konkrete Details dazu werden jedoch nicht genannt.
Hinzu kommt ein entscheidender Faktor im Formel-1-Personalgeschäft: der sogenannte „Gardening Leave“. Üblicherweise beträgt dieser rund zwölf Monate, sofern sich die beteiligten Parteien nicht auf eine frühere Freigabe einigen. Das wirft zwangsläufig die Frage auf, wann Wheatley überhaupt bei Aston Martin beginnen könnte.
Parallel stellt sich die nächste Personalfrage: Wer würde im Fall eines Abgangs seine Rolle bei Audi übernehmen? Beobachter halten eine Interimslösung für denkbar – etwa durch Mattia Binotto, der bereits in leitender Funktion im Audi-Projekt tätig ist.
Bisher läuft die aktuelle Saison für Aston Martin alles andere als erfolgreich. Kann da ein Führungswechsel neue Weichen stellen? | ©IMAGO / DeFodi ImagesAston Martins Ambitionen wachsen
Die möglichen Personalüberlegungen kommen nicht überraschend. Aston Martin investiert massiv in Infrastruktur, Personal und Know-how, um sich langfristig als Topteam zu etablieren. Mit Newey als technischer Galionsfigur und einem möglichen Teamchef wie Wheatley würde sich die Struktur weiter in Richtung eines Titelkandidaten entwickeln.
Auch andere Medien wie The Race und Sky Sports F1 betonen regelmäßig, wie entscheidend stabile Führungsstrukturen für den nächsten Entwicklungsschritt des Teams sind – insbesondere mit Blick auf die Reglement-Änderungen.
Die Zukunft Aston Martins
Ob Jonathan Wheatley tatsächlich die Nachfolge von Adrian Newey antreten wird, ist derzeit nicht bestätigt. Klar ist jedoch: Die Diskussion zeigt, wie ernst es Aston Martin mit dem Angriff auf die Spitze ist. Sollte sich diese Personalie bewahrheiten, wäre es ein strategischer Coup mit Signalwirkung für die gesamte Formel 1.









