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Denkt China-Riese BYD an Teamübernahme? Zwei Formel-1-Rennställe im Fokus

Der chinesische Autohersteller BYD hat wohl Interesse daran, in die Formel 1 einzusteigen. Zwei Teams gelten als Übernahme-Kandidaten.

© IMAGO / ZUMA Press / Nordphoto

Bereits vor Kurzem berichteten wir darüber, dass der chinesische Autohersteller BYD darüber nachdenkt, in die Formel 1 einzusteigen.

Anders als beim Projekt von Andretti und Cadillac, das jahrelang um einen Formel-1-Einstieg kämpfen musste, soll die FIA beim China-Riesen wohl etwas aufgeschlossener sein.

Durch das Concorde-Agreement, welches die FIA und die Teams haben, dürfen maximal zwölf Rennställe an den Start gehen. Es wäre also nicht nur Platz, ein Einstieg wäre für BYD auch finanziell keine wirkliche Hürde.

Flavio Briatore (l.) und Lawrence Stroll (r.) verlieren ihr Lächeln trotz anhaltender Probleme nicht. © Moy / XPB Images

Übernimmt BYD Alpine oder Aston Martin?

Doch es könnte ganz anders kommen. Denn laut diversen Medienberichten gelten vorwiegend zwei Rennställe als mögliche Kandidaten für eine Übernahme: Alpine und Aston Martin.

Bei Alpine brodelt die Gerüchteküche schon lange. Besonders die 24 Prozent, die Otro Capital hält, haben viele Interessenten angezogen. Doch auch die Renault-Gruppe, die immer noch 76 Prozent der Anteile hält, könnte sich zu einem Verkauf überreden lassen, auch weil Renault-CEO Francois Provost nicht als der größte Motorsport-Fan gilt.

Auch bei Aston Martin könnten mögliche Übernahmegerüchte bald heißer werden, wenn sich die Situation nicht verbessert. Besitzer Lawrence Stroll wollte mit dem Rennstall hoch hinaus, zurzeit befinden sich die Boliden zusammen mit Cadillac am Ende des Feldes. In Zukunft könnte der Kanadier die Lust an der Formel 1 endgültig verlieren.

Steigt BYD erst 2030 in die Formel 1 ein? © IMAGO / AFLO

Übernahme zurzeit unwahrscheinlich – Einstieg ohnehin erst 2030?

Zurzeit ist es mehr als fraglich, ob BYD ein Team übernehmen kann. Auch wenn die oben genannten Gründe zumindest Fragen aufwerfen, wissen Stroll, Renault und Co., wie viel Geld man in der Formel 1 in Zukunft machen kann.

Während der aktuellen Ära wäre ein Einstieg von BYD ohnehin sehr schwierig, da der Konzern keine Erfahrungen in diesem Bereich vorzuweisen hat – besonders, wenn man sich dazu entscheidet, ein eigenes Team zu gründen.

Ein realistisches Szenario wäre es, wenn man die Planungen für einen Einstieg im Jahr 2030 vorantreibt. Dann steht die nächste Generation der neuen Formel-1-Autos bevor. Bis dahin wird es wohl nichts mit einem chinesischen Rennstall.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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