Vor dem Großen Preis von Japan schraubte die FIA nochmal an einem Detail – und sorgt damit für Aufsehen im Fahrerlager. Bei der Änderung geht es um den „Strom-Haushalt“ der neuen Autos.
Was wird geändert?
In der Qualifikation dürfen die Autos jetzt weniger elektrische Energie nutzen/zurückgewinnen – statt den bisherigen 9 Megajoule pro Runde, sind es jetzt nur noch 8 Megajoule pro Runde. Die Motorenhersteller stimmten dieser Entscheidung einstimmig zu.
Hintergrund der Regeländerung
Die 2026er-Boliden fahren mit einem Mix aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Durch die große Elektrokomponente müssen die Fahrer ihre Batterie viel stärker managen. Das führt zu folgendem Problem im Qualifying: Die Fahrer mussten zuletzt oft vom Gas gehen, um Batterie zu sparen oder aufzuladen. Der richtige Begriff wäre „Energy Management“, das sorgt allerdings für ein Qualifying mit „angezogener Handbremse“.
Das hat folgenden Effekt: Auf schnellen Streckenabschnitten wurden Autos plötzlich langsamer, obwohl die Fahrer Vollgas geben wollten, weil die Batterie nicht vollständig wiederaufgeladen war. Dieses Phänomen nennt man auch „Super Clipping“.
Die Fahrer beschwerten sich bereits mehrfach, dass das Qualifying mit Leistung nichts mehr zu tun hat, sondern alleine mit dem Management. Die Regeländerung soll den Fahrern ermöglichen, wieder mehr zu pushen.
Einige Fahrer, unter anderem auch der amtierende Weltmeister Lando Norris äußerten sich kritisch gegenüber der Regeländerung und erwarten keine signifikanten Unterschiede im Qualifying. Ob die Regeländerung eine Verbesserung mit sich bringt, wird sich Samstag Morgen beim Qualifying in Suzuka zeigen.









