In der Formel 1 gibt es das nächste Personalbeben. Wie Audi offiziell verkündete, verlässt Jonathan Wheatley den Rennstall.
„Aus persönlichen Gründen verlässt Jonathan Wheatley das Team mit sofortiger Wirkung. Das Team dankt Jonathan für seinen Beitrag zum Projekt und wünscht ihm alles Gute für seine zukünftigen Unternehmungen“, heißt es im offiziellen Statement.
In den letzten Tagen gab es immer wieder Gerüchte um einen Wechsel zu Aston Martin, die einen Nachfolger für Adrian Newey suchen, der sich auf die Entwicklung der Autos fokussieren soll. Bislang ist er als Team- und Konstruktions-Chef in einer Doppelrolle unterwegs.
Mattia Binotto wird alleiniger Teamchef bei Audi. © IMAGO / ABACAPRESSBinotto übernimmt alleinige Führung – langfristig gibt es noch Fragezeichen
Die Aufgaben von Wheatley sollen nun von Mattia Binotto übernommen werden, der bisher mit dem Briten in einer Doppelspitze fungierte.
„Mattia Binotto, Leiter des Audi-F1-Projekts, wird das Team weiterhin leiten und gleichzeitig zusätzliche Aufgaben als Teamchef übernehmen. Seit er 2024 die Leitung des Projekts übernommen hatte, war Mattia für den Umbau des Teams verantwortlich, während Audi sich auf den Einstieg in die Formel 1 als Chassis- und Antriebshersteller vorbereitete und schließlich den Sprung wagte.“
Wie sich das Team langfristig aufstellen wird, ist allerdings noch unklar.
„Die künftige Struktur des Teams wird zu einem späteren Zeitpunkt endgültig festgelegt, da sich die Organisation weiterhin an das sich wandelnde Umfeld der Formel 1 anpasst. Dank des unerschütterlichen Engagements der AUDI AG wird das Audi Revolut F1 Team seinen Weg fortsetzen, um bis 2030 um Meisterschaften mitkämpfen zu können.“
Bei Audi soll es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein. © IMAGO / EibnerHaben Familie und interner Zoff Wheatley zum Abgang bewegt?
Laut einem Bericht der Bild gibt es wohl zwei Hauptgründe für den Abgang von Wheatley. Zum einen sehnt sich seine Familie wohl nach der Heimat. Eine Rückkehr nach England wäre mit einem Wechsel zu Aston Martin möglich.
Zum anderen scheint es im Team nicht immer so gelaufen zu sein, wie der Brite es sich vorgestellt hat. Vor allem mit Mattia Binotto soll er immer wieder aneinandergeraten sein.
Audi-CEO Gernot Döllner sieht den Abgang anscheinend als Rückschlag, allerdings auch als Chance: Für ihn soll die Doppelspitze nie die Idealbesetzung gewesen sein. Vielleicht ist die Trennung für beide Seiten das Beste. Laut „Autosport“ soll der Wechsel von Wheatley zu Aston Martin wohl so gut wie fix sein.
Lawrence Stroll könnte einen neuen Teamchef engagieren. © IMAGO / EibnerStroll stärkt Newey den Rücken – Raum für Spekulationen bleibt
Aston-Martin-Besitzer Lawrence Stroll reagierte mittlerweile auf die Gerüchte und gab ein offizielles Statement ab.
„Als Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär möchte ich erneut betonen, dass Adrian Newey mein Partner und ein wichtiger Anteilseigner ist. Er ist der leitende technische Partner von AMR, und zwischen ihm und mir besteht eine echte Partnerschaft, die auf einer gemeinsamen Vision vom Erfolg des Unternehmens basiert.“
Zu einem möglichen Wheatley-Deal wollte er sich nicht äußern.
„Wir werden regelmäßig von Führungskräften anderer Teams angesprochen, die zu Aston Martin Aramco wechseln möchten, aber gemäß unserer Politik äußern wir uns nicht zu Gerüchten und Spekulationen.“
Nach einem wirklichen Dementi hört sich dieses Statement allerdings nicht an. Ein Verbleib von Adrian Newey wird nach diesen Aussagen allerdings wahrscheinlicher.









