Aston Martin setzt am kommenden Wochenende in Japan im 1. Freien Training auf seinen dritten Fahrer: Jak Crawford wird den Boliden von Fernando Alonso übernehmen und darf damit zum dritten Mal in seiner Formel-1-Karriere bei einer Trainingssession im Cockpit sitzen.
Das Team verkündete die Entscheidung in einer offiziellen Mitteilung. Chief Trackside Officer Mike Krack freut sich für den talentierten US-Amerikaner.
„Es ist großartig, dass wir Jak im Rahmen unseres kontinuierlichen Engagements für die Förderung junger Talente eine weitere Chance im ersten freien Training geben können. Er hat hart gearbeitet, insbesondere im Simulator in Silverstone, und diese Session wird es ihm ermöglichen, weiterhin wertvolle Erfahrungen auf der Rennstrecke zu sammeln. Es ist eine wichtige Gelegenheit für ihn, sich weiterzuentwickeln und gleichzeitig einen Beitrag zum Team zu leisten, indem er nützliche Daten und Rückmeldungen sammelt.“
Daten sind für das Team bitter nötig, denn aufgrund der Motorenproblematik konnte man bislang keine volle Renndistanz absolvieren. Zusätzlich machten die Vibrationen den Fahrern zu schaffen – diese sorgten sogar für gesundheitliche Risiken wie Lähmungserscheinungen.
In China spielte Crawford noch Basketball, jetzt darf er wieder in einem Formel-1-Boliden sitzen. © IMAGO / DeFodi ImagesEx-Red-Bull-Junior Crawford freut sich auf „anspruchsvolle Rennstrecke“
Jak Crawford ist trotz der anhaltenden Probleme hochmotiviert.
„Ich freue mich riesig darauf, in Suzuka hinter das Steuer zu steigen und für das Team zu fahren. Es ist eine so historische und zugleich anspruchsvolle Rennstrecke, und ich kann es kaum erwarten, das, was ich im Simulator gelernt habe, unter realen Rennbedingungen anzuwenden. Ein großes Dankeschön an das Team, dass es mir diese Gelegenheit bietet. Wie schon bei meinen bisherigen FP1-Sessions freue ich mich darauf, das Beste daraus zu machen und so viel wie möglich zu lernen.“
Von 2020 bis 2024 gehörte der 20-Jährige zum Red-Bull-Junior-Programm und startete unter anderem in der Formula 3 und der Formula 2. Danach wechselte er ins Entwicklungsprogramm von Aston Martin. 2025 sicherte er sich den Vize-Titel in der Formel 2.
Für Aston Martin ist es bislang eine Saison zum Vergessen in der Formel 1. © IMAGO / NurPhotoAston Martin erstes Team mit Freitagsfahrer in dieser Saison
In der vergangenen Saison durfte Crawford zum Ende hin zweimal beim 1. Freien Training Formel-1-Luft schnuppern. Außerdem gehörte er zu den Kandidaten auf einen Sitz bei Cadillac – am Ende entschied sich der Rennstall allerdings für Erfahrung und verpflichtete Valtteri Bottas und Sergio Pérez.
Aston Martin ist übrigens das erste Team, das in dieser Saison einen Ersatzfahrer rangelässt. Das hat auch mit einer Regel zu tun: Jeder Stammpilot muss pro Saison mindestens zweimal sein Cockpit in einer Trainingssession übergeben.
Für Fernando Alonso kommt diese Nachricht zu einem so frühen Zeitpunkt der Saison eigentlich gelegen. Denn in den vergangenen Wochen glich jeder Kilometer mit dem Boliden einer Höllenfahrt.
Nach dem Großen Preis von Suzuka haben die Teams aufgrund der Bahrain- und Saudi-Arabien-Absagen mehr als einen Monat frei. In dieser Zeit kann Motorenhersteller Honda wahrscheinlich das ein oder andere Problem lösen. Auch auf Personalebene stellt sich der Rennstall neu auf.









