Bei Aston Martin geht es in dieser Saison drunter und drüber. Der Motor von Honda funktioniert so schlecht, dass man bisher keine Renndistanz schaffen konnte, und Adrian Newey, der zurzeit eine Doppelrolle als Team- und Konstruktionschef inne hat, wirkt überfordert.
Wie wir bereits jüngst berichteten, verdichten sich die Zeichen, dass der Rennstall einen neuen Teamchef verpflichten will. Newey soll zwar bleiben, allerdings soll dieser sich dann nur noch um die Technik kümmern müssen.
Newey (l.) und Horner (r.) gehörten zu den Erfolgsmachern von Red Bull. © IMAGO / eu-imagesBlockiert Newey Verpflichtung von Christian Horner wegen Red-Bull-Vergangenheit?
Einer der Kandidaten gehört zu den erfolgreichsten Teamchefs der Formel-1-Geschichte: Christian Horner. Der Brite sorgte mit dafür, dass Red Bull in der Vergangenheit sechs Konstrukteurs- und acht Fahrer-Weltmeistertitel bejubeln durfte.
An seiner Seite war auch ein gewisser Adrian Newey, der als Technischer Direktor fungierte und mit seinen Design-Entscheidungen dafür sorgte, dass Sebastian Vettel und Max Verstappen in Autos saßen, mit denen sie Weltmeister werden konnten.
Doch hier liegt das Problem. In den vergangenen Jahren kam es intern immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Newey und Horner. Der jetzige Aston-Martin-Teamchef verließ Red Bull und wechselte 2025 die Seiten.
Laut der BBC ist der „Design-Guru“ bislang nicht gut auf Horner zu sprechen. Deshalb soll er ihn als Teamchef blockieren. Anders sieht es bei Lawrence Stroll aus: Er soll sich sogar schon mit Horner getroffen haben und scheint ein großer Fan von ihm zu sein. Eine Verpflichtung stand wohl kurz bevor.
Jonathan Wheatley droht nach seinem Abgang bei Audi eine Sperre. © Copyright: Moy / XPB ImagesMuss Top-Kandidat Jonathan Wheatley erst eine Sperre absitzen?
Eigentlich waren die Horner-Gerüchte in den vergangenen Tagen schon fast abgekühlt, denn plötzlich war Jonathan Wheatley der Top-Kandidat auf den Job. Ihm wird ein gutes Verhältnis zu Newey nachgesagt, mit dem er lange zusammen bei Red Bull arbeitete.
Eigentlich sollte der erfahrene Formel-1-Mann helfen, das Audi-Projekt in eine glorreiche Zukunft zu führen, allerdings sorgten interne Querelen und familiäre Gründe dafür, dass Wheatley Audi vor wenigen Tagen verließ.
Für Aston Martin eine nahezu perfekte Situation – gäbe es da nicht eine Regel. Denn, damit es nicht dazu kommt, dass zu viele Informationen von einem Team zum anderen wandern, muss ein Verantwortlicher eigentlich eine Sperrfrist von einem Jahr absitzen. Die Formel 1 bezeichnet dieses Vorgehen als „Gardening Leave“.
Diese Sperre kann zwar aufgrund von finanziellen Einigungen oder engen persönlichen Beziehungen zwischen den Parteien verkürzt werden, nun droht Wheatley allerdings erst einmal eine Pause.
Aston Martin rennt die Zeit davon. Eigentlich muss man schnellstens dafür sorgen, dass die internen Strukturen angepasst werden, damit Newey sich vorwiegend darauf konzentrieren kann, das Auto wieder auf ein passables Niveau zu bringen. Muss er am Ende doch seinem alten Freund Horner vertrauen?









