Toyota Gazoo Racing ist der Titelsponsor von Haas. Dadurch möchte man natürlich auch ein bisschen Einfluss beim Rennstall haben.
Nun entschied sich Haas, Rafael Camara den zweiten Sitz zu geben. Das bedeutet, dass der Rennstall zwei Ferrari-Youngster hat, die keine Verbindung zu Toyota haben.
Akio Toyoda hätte gerne einen Japaner bei Haas gesehen. © IMAGO / AFLOToyota hätte gerne eigenen Fahrer gehabt
In einer Medienrunde sprach Ayao Komatsu davon, wie es war, den Verantwortlichen um Boss Akio Toyoda die Entscheidung zu erklären.
Von dem Moment an, als wir die Gespräche mit Toyota aufnahmen – das war im Jahr ’24 –, wusste ich, dass Akio-San sehr daran interessiert war, einen seiner Fahrer im nächsten Jahr, also 2027, auf den Rennsitz zu bringen. Deshalb habe ich ihn persönlich in Tokio aufgesucht, bevor wir irgendetwas unterschrieben haben und bevor er sich mir gegenüber geäußert hat, denn ich wollte keine Missverständnisse, oder ich wollte nicht, dass er sozusagen in ein Team investiert, in der Annahme: ‚Okay, wenn wir zusammenarbeiten, können wir einen meiner Fahrer auf den Rennsitz bringen‘.
Komatsu machte ihm aber von Anfang an klar, dass er immer auf den schnellsten Fahrer setzen würde, egal welchen Hintergrund dieser habe. Denn, wenn das nicht so wäre, könnte das für negative Schlagzeilen für den Fahrer, das Team und Toyota selbst sorgen. Dann wäre dieser schnell als Paydriver abgestempelt.
Ryo Hirakawa hat ein Haas-Cockpit verpasst. © Bearne / XPB ImagesHoffnung lag auf Hirakawa
Doch dann gab es eine große Hoffnung für Toyota: Ryo Hirakawa. Der Japaner wurde zu einer Testfahrt, bei der auch Leonardo Fornaroli, Jack Doohan und Rafael Camara teilnahmen. Dadurch war die Hoffnung auf einen Fahrer mit Toyota-Hintergrund natürlich groß.
Toyoda sei über diese Entscheidung „sehr sehr glücklich“ gewesen, so Komatsu. Doch am Ende war es Camara, der den besten Eindruck machte und vor allem einen guten Eindruck bei Gene Haas gemacht haben soll.
Nachdem ich eine Entscheidung getroffen hatte, habe ich ihn dann am Montag besucht – weißt du, nach Singapur, weil wir noch eine weitere Veranstaltung hatten; das war also eine gute Gelegenheit für mich, mich mit ihm zu treffen. (…) Es war mir wichtig, ihm noch einmal persönlich in die Augen zu schauen, um es ihm einfach zu sagen. Er hatte absolut nichts dagegen.
Einen nachhaltigen Schaden hat das Verhältnis zwischen Toyota und Haas also nicht genommen, auch wenn der Titelsponsor weiter darauf hoffen wird, dass irgendwann ein Eigengewächs für den Rennstall an den Start geht.































