Colton Herta erlebt keine einfache Saison in der Formel 2. Der Cadillac-Flirt hat noch immer keine Superlizenz und hat damit auch eine Chance auf ein mögliches Cockpit vertan.
Doch warum tut sich der US-Amerikaner so schwer? Der Boss der Formel 2 hat eine Vermutung.
Herta hatte Probleme in der Formel 2. © XPB ImagesHat Herta den Wechsel unterschätzt?
In einem Interview mit motorsport.com machte Bruno Michel klar, dass er Herta für einen sehr starken und talentierten Fahrer hält. Doch ein Problem schien ihm das Leben schwerzumachen.
Er und wir haben vielleicht den Unterschied in der Arbeitsumgebung unterschätzt, den wir im Vergleich zu IndyCar-Teams hatten, aber ich glaube nicht, dass es als Beispiel geregelt werden muss, und ich hoffe wirklich, dass er die Saison in einem Höhepunkt beenden wird. Wir hoffen immer noch darauf.
Denn in der Indycar-Serie sorgte Herta mit tollen Leistungen für einige staunende Gesichter. Seit er in der Formel 2 fährt ist es allerdings ruhig um ihn geworden.
Kürzlich machte er klar, dass er in der nächsten Saison nicht mehr in der Formel 2 unterwegs sein will, komme was wolle. Er soll wohl weitere Einsätze in den 1. Freien Trainings sammeln, um seine Superlizenz zu bekommen.
Bruno Michel will seine Fahrer auf die Formel 1 vorbereiten. © XPB ImagesSchwieriges Wochenend-Format ein Problem
Auch das Format der Formel 2 hat Herta am Ende des Tages nicht geholfen. Ein 45-minütiges Training und 30 Minuten Qualifying sind vor den zwei Rennen am Wochenende keine einfache Vorbereitung. Das weiß auch Michel.
Er hatte auch einige gute Rennen, er hatte mehr Schwierigkeiten im Qualifying, und vielleicht ist das auch eine der Grenzen, die wir hatten, denn in 30 Minuten findet man schwer das richtige Timing, man hat zwei fliegende Runden auf Reifensätzen, bei denen man eine sehr begrenzte Streckenzeit hat.
Doch der Formel-2-Boss wolle die Fahrer damit auch auf die Königsklasse vorbereiten, da man dort auch am Wochenende, vor allem wenn ein Sprint ansteht, wenig Zeit hat, um die perfekte Abstimmung zu finden.
Doch Herta wird erst einmal in keiner der beiden Serien eine Zukunft. Er muss nun erst einmal schauen, seine Superlizenz zu ergattern, damit sein Traum von der Königsklasse vielleicht doch noch in Erfüllung geht.































