Bei seinem GT‑World-Challenge-Debüt liefert Verstappen mit einer Mega-Aufholjagd ab, kann am Ende aber kein absolutes Spitzen-Ergebnis feiern.
Die Strafe eines Teamkollegen beendet die Jagd nach dem ganz großen Wurf. Danach hagelte es Anfeindungen, auf die der Niederländer inzwischen reagierte.
Verstappen zeigte in Portimao seine ganze Klasse. © IMAGO / Gruppe C PhotographyVerstappen mit wahnsinnigem Schlussstint
Der Mercedes-AMG GT3 von Max Verstappen und seinen Teamkollegen Chris Lulham und Ben Barnicoat hatte eine starke Pace und sollte vor dem finalen Stint des Niederländers in eine starke Position gebracht werden.
Leider sorgte ein unüberlegtes Überholmanöver von Lulham dafür, dass das Team eine Durchfahrtsstrafe erhielt. Auf Platz 24 musste Verstappen also 45 Minuten vor Schluss in den Boliden steigen und noch einmal alles geben.
Runde für Runde fuhr der eigentliche Red-Bull-Star starke Zeiten und überholte, auch dank einer Full‑Course‑Yellow‑Phase und eines Safety Cars, ein Auto nach dem anderen. Nach einer überragenden Aufholjagd erreichte er den neunten Platz und sorgte am Ende immerhin für ein Top-10-Ergebnis.
Der Niederländer war nach dem Rennen ganz zufrieden, wie er gegenüber Verstappen.com verdeutlichte. Nur das Qualifying, in dem ein Setup-Problem dem Team zu schaffen machte, ließ Verstappen keine Ruhe.
Insgesamt hatten wir ein ordentliches Wochenende. Leider haben wir im Qualifying einen Fehler bei der Abstimmung des Autos gemacht. Deshalb haben wir uns nicht dort qualifiziert, wo wir eigentlich hätten stehen sollen. Für das Rennen haben wir die Abstimmung angepasst und waren dann deutlich konkurrenzfähiger.
Chris Lulham wurde angefeindet. IMAGO / Gruppe C PhotographyLulham wird angefeindet – deutliche Reaktion
Nach dem Rennen kam es aber auch zu einigen unschönen Szenen im Netz. Zahlreiche Verstappen-Fans, die das Rennen verfolgten, griffen Lulham persönlich an und gingen dabei auch teilweise unter die Gürtellinie.
Verstappen meldete sich auf X zu Wort, um seinen Teamkollegen in Schutz zu nehmen, und nahm die Fans in die Pflicht.
Ich halte es außerdem für notwendig, mich zu den Hassbekundungen und Belästigungen zu äußern, denen Chris nach dem Rennen ausgesetzt war. Jeder kann seine eigene Meinung dazu haben, was auf der Rennstrecke passiert ist, aber diese persönlichen Angriffe sind nicht in Ordnung. Chris hat einen wirklich starken Stint hingelegt, und Fehler können nun einmal passieren.
Für diese Art von Beschimpfungen gibt es weder in unserem Sport noch sonst irgendwo einen Platz.
Trotz der unschönen Begleitumstände kann Verstappen mehr als zufrieden mit dem Wochenende in Portimao sein. Mal wieder schaffte es der Niederländer, die Begeisterung für den GT-Sport zu erhöhen und gleichzeitig zu zeigen, wie gut er ist. Am kommenden Wochenende geht es zurück in seinen Formel-1-Wagen. Dann steht das Rennwochenende in Austin an.































