So hatte sich Mick Schumacher sein IndyCar-Debüt ganz sicher nicht vorgestellt.
Die IndyCar-Premiere für Schumacher endet im Debakel | © IMAGO / Imagn ImagesNicht einmal eine halbe Runde war in St. Petersburg absolviert, da war das erste Rennen des Deutschen bereits beendet. Ohne eigenes Verschulden wurde der 26-Jährige in Kurve 4 der Auftaktrunde in eine Kettenreaktion verwickelt – Aus nach wenigen Sekunden.
Startchaos am ersten Bremspunkt
Der Unfall passierte am ersten echten Bremspunkt der Strecke. Sting Ray Robb verbremste sich offenbar, Santino Ferrucci konnte nicht mehr einlenken – und Schumacher, der links neben Ferrucci unterwegs war, hatte keinerlei Ausweichmöglichkeit.
Binnen Augenblicken war das Feld blockiert.
Replays zeigten: Der Deutsche war schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort.
Ferrucci fand im ersten Interview mit FOX deutliche Worte, bevor das Gespräch wegen technischer Probleme abgebrochen wurde:
„Es ist ein 100-Runden-Rennen mit drei Stopps. Alle haben unterschiedliche Strategien. Da gibt es keinen Grund für solche Manöver in der ersten Runde.“
Eine klare Ansage – in Richtung Robb.
Mick Schumacher am Freitag im Rahal Letterman Lanigan Racing | © IMAGO / ZUMA Press WireQualifying bereits schwierig
Schon am Samstag hatte sich das Wochenende kompliziert angebahnt.
Im Qualifying schied Schumacher in seiner Gruppe in Q1 aus. Als Elfter von zwölf Fahrern verpasste er den Sprung in die nächste Session. Nur Ex-Champion Josef Newgarden landete hinter ihm.
Dabei hatte es kurzzeitig vielversprechend ausgesehen: Auf einem frischen Satz weicher Reifen führte Schumacher seine Gruppe zwischenzeitlich sogar an, ehe er im Verlauf der Session zurückfiel und sich nicht mehr steigern konnte.
Seine Teamkollegen Louis Foster und Graham Rahal schafften es dagegen in die nächste Runde.
Bitterer Start in ein neues Kapitel
Für Schumacher ist der Wechsel in die IndyCar-Serie ein Neustart – nach Jahren in der Formel 1 und im Langstreckenbereich.
Der Saisonauftakt in Florida sollte ein erstes Ausrufezeichen setzen. Stattdessen endet das Debüt nach wenigen Metern.
Immerhin: Am eigenen Speed oder einem Fahrfehler lag es nicht.
Doch im IndyCar gilt wie kaum anderswo:
Wer am Start zur falschen Zeit am falschen Ort steht, zahlt sofort.
Der nächste Versuch folgt – und der dürfte für Schumacher umso wichtiger werden.





