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Aston Martin am Limit: Newey sucht den Skinner-Joker – Russell wirft den Verstappens Manipulation vor – und RTL schweigt, Sky drückt auf den Preis

Kurz vor Melbourne wirkt die Formel 1 wie ein Paddock auf Spannung: Aston Martin kämpft ums Fundament, bei Red Bull wird der Machtkampf jetzt sogar in Netflix-Sätzen weitergeführt – und in Deutschland ist die Übertragungsfrage weiterhin so offen, dass Sky das Vakuum mit einer Preisoffensive nutzt.

Donnerstag, 26.02.2026 – Ausgabe Nr. 724.
Kurz vor Melbourne wirkt die Formel 1 wie ein Paddock auf Spannung: Aston Martin kämpft ums Fundament, bei Red Bull wird der Machtkampf jetzt sogar in Netflix-Sätzen weitergeführt – und in Deutschland ist die Übertragungsfrage weiterhin so offen, dass Sky das Vakuum mit einer Preisoffensive nutzt.

©IMAGO / ANP

Newey greift nach Ex-Red-Bull-Mastermind – Aston Martin im Krisenmodus

Aston Martin steht nach dem Bahrain-Debakel sichtbar unter Druck – sportlich, technisch und offenbar auch strukturell. Und genau in dieser Phase kursiert das nächste brisante Gerücht: Adrian Newey soll laut Gazzetta dello Sport versuchen, Craig Skinner nach Silverstone zu holen – jenen Chef-Designer, der bei Red Bull lange als einer der wichtigsten Umsetzer in Neweys Technik-Kreis galt.

Die Logik hinter dem Move wäre klar: Newey versucht, das Projekt nicht nur zu reparieren, sondern technisch neu zu stabilisieren – mit einem Mann, der seine Denke kennt und schon einmal in einem Dominanz-System funktioniert hat.
Nur: Selbst wenn Skinner kommt, wäre es kein Sofort-Heilmittel. Branchenüblich droht die Gardening Leave – im Bestfall wäre Skinner erst in rund sechs Monaten einsatzbereit. Für den akut problematischen AMR26 wäre das zu spät, es sei denn, Red Bull würde einen sofortigen Wechsel erlauben – was realistisch eher unwahrscheinlich ist.

Und die Baustellenliste ist lang: Getriebeprobleme, ein überhitzender Honda-Motor, zu viele Kühlungselemente im Chassis – plus der Verdacht auf grundlegende Konstruktionsschwächen. Honda soll zwar signalisiert haben, die Schwächen erkannt zu haben – ein verbessertes Aggregat könnte laut Gerüchten schon in China kommen. Aber genau das kann zum Bumerang werden: Wenn sich die Power Unit ändert, kann es sein, dass das Chassis wieder angepasst werden muss. Zeit, die Aston Martin eigentlich nicht hat.

Entsprechend hart fallen die Urteile aus. Riccardo Patrese sagt sinngemäß: Newey wirke verloren – das Kernproblem sei aber Honda. Wenn die Batterie-Performance nicht stimmt, sei die Saison „gelaufen“, im schlimmsten Fall müsse man 2026 praktisch abhaken. Ralf Schumacher nennt es bei Sky ein „Desaster“ – Auto nicht gut, Motor schlecht, „schlimmer geht’s kaum“. Dazu kommt seine Warnung vor der finanziellen Ebene: Aston Martin als Automarke schreibe rote Zahlen, die F1 verschlinge Unsummen – irgendwann müsse der Cashflow stimmen. Und ganz zentral: Das Team dürfe sich intern nicht gegenseitig zerlegen, sonst kippt das Projekt, bevor es sportlich überhaupt eine Chance bekommt.

Der Skinner-Ansatz wäre damit ein klares Signal: Newey sucht Stabilität und Struktur – aber die Frage ist, ob das Fundament überhaupt trägt.

©IMAGO / Michael Potts

Russell packt aus: „Die Verstappens manipulieren!“ – und bei Mercedes gibt’s das nächste Liebes-Aus

Die neue Staffel von Drive to Survive gießt zusätzlich Öl ins ohnehin heiße Russell-Verstappen-Verhältnis. In bislang unveröffentlichten Szenen erhebt George Russell schwere Vorwürfe gegen das Verstappen-Lager: Die Verstappens hätten „eine Menge Macht“ bei Red Bull – und würden Situationen „ziemlich oft“ manipulieren. Im Kontext von Horners Entlassung deutet Russell sogar an, Max und Jos hätten gezielt gegen Horner gearbeitet. Und er geht noch weiter: Die Mercedes-Gerüchte rund um Verstappen könnten ein „Spiel“ sein, um Red Bull unter Druck zu setzen – nach dem Motto: Max bleibt nur, wenn Christian geht.

Das ist kein normaler Seitenhieb mehr – das ist ein öffentlicher Manipulationsvorwurf, der Red Bull in einer sensiblen Phase trifft: Horner ist weg, die neue Struktur muss greifen, und jetzt steht plötzlich die Frage im Raum, wie viel Macht ein Fahrer-Lager tatsächlich im Team ausübt.

Zusätzlich gibt’s bei Mercedes privat Schlagzeilen: Kimi Antonelli soll wieder Single sein. Seine Ex-Freundin Eliska Babickova bestätigt die Trennung öffentlich und betont: kein Drama, niemand Drittes, kein Fremdgehen – sie habe beendet, weil Zukunftspläne nicht mehr gepasst hätten. Sie wehrt sich zudem gegen Gerüchte und Hass, bis hin zu Todesdrohungen, und will mit dem Statement die Spekulationen stoppen.

Unterm Strich: Russell vs. Verstappen eskaliert in Netflix-Sätzen – und selbst abseits der Strecke produziert das Umfeld weiter Schlagzeilen.

©IMAGO / Eibner

RTL schweigt – Sky nutzt das Vakuum: Preisoffensive mitten im Rechte-Chaos

Während die Autos Richtung Melbourne rollen, herrscht in Deutschland weiter Funkstille – RTL hat bis heute keine klare Ansage, wie Formel 1 2026 dort stattfinden soll. Auf eure Anfrage blieb es bei der knappen Sprecher-Antwort: Man habe „derzeit leider keine Informationen“ – wenn sich das ändere, melde man sich.

Und genau dieses Schweigen wird zum Problem: Programmdaten zeigen stattdessen Scripted-Reality, von Formel 1 keine Spur. Gleichzeitig kursierten zwar Zuschauerberichte über einen Super-Bowl-Trailer mit Australien-Teaser – aber belegt ist das nicht, und die offizielle Kommunikation fehlt komplett.

Rechtlich bleibt die Lage klar: Sky Deutschland hält die exklusiven Live-Rechte an Trainings, Qualifying, Sprints und Rennen – mindestens bis Ende 2027. RTL war zuletzt nur via Sublizenz dabei. Ob es 2026 wieder so ein Modell gibt? Unklar. Wie viele Rennen? Unklar. Free-TV oder RTL+? Unklar. Und das kurz vor Saisonstart.

Und genau in dieses Vakuum setzt Sky jetzt eine Preisoffensive: Laut TelTarif.de gibt’s ein befristetes Angebot Sky Sport + Entertainment für 19,99 € pro Monat (24 Monate Laufzeit), danach 34,50 €. Die Botschaft ist simpel: Sky ist sendebereit – RTL bleibt im Wartemodus.

Für Fans bedeutet das: Man soll entscheiden, ohne Planungssicherheit zu haben. Und genau das ist der Kern: nicht die Rechtslage – sondern das Kommunikationsloch.

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