Christian Horner will nach seinem Red-Bull-Aus offenbar schnell zurück in die Formel 1. In der Vergangenheit hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass Horner an Anteilen am Alpine-Team interessiert sei.
Doch Alpine ist nicht das einzige Team, bei dem Horner ins Gespräch gebracht wurde. Denn laut „oe24“ soll Aston-Martin-Besitzer Lawrence Stroll seine Entscheidung bereuen, Adrian Newey zum Teamchef gemacht zu haben.
Newey hat zuvor nie in einer solchen Rolle gearbeitet und ist zudem in seiner Doppelrolle weiterhin für die Konstruktion der Boliden zuständig. Aston Martin hat sich mit dieser Entscheidung anscheinend verkalkuliert.
Ein Nachfolger für den Design-Guru soll sogar schon gefunden sein. Demnach soll Christian Horner oben auf der Liste von Lawrence Stroll stehen. Der Ex-Red-Bull-Teamchef möchte allerdings auch Anteile am Rennstall übernehmen, sofern er die Aufgabe angeht.
Andreas Seidl könnte neuer Aston-Martin-Teamchef werden. © IMAGO / BSR AgencyGrätscht Andreas Seidl plötzlich doch noch dazwischen?
Laut Antonio Lobato von „SoyMotor“ sieht die ganze Situation allerdings ganz anders aus. Demnach soll Horner nicht in Betracht gezogen werden. Anstelle des Briten könnte Andreas Seidl den Rennstall als Teamchef übernehmen.
Der Deutsche, dem viele nachsagen, den Grundstein für den McLaren-Erfolg der letzten Jahre gelegt zu haben, verließ den Rennstall 2022 und wechselte zu Sauber. 2024 verließ er allerdings das Unternehmen und wurde von Mattia Binotto ersetzt, der nun auch das neue Audi-Projekt verantwortet.
Seidl wäre also auf dem Markt und würde wahrscheinlich auch weniger Macht als Christian Horner verlangen. Vor allem für Lawrence Stroll wäre das sicher von Vorteil.
Adrian Newey steht bei Aston Martin in der Kritik. © Batchelor / XPB ImagesVerlässt Newey Aston Martin bei „Degradierung“?
Bei Aston Martin geht es in dieser Saison drunter und drüber. Der neue Honda-Motor funktioniert so schlecht, dass bisher kein Wagen eine volle Renndistanz absolvieren konnte. Für ein Team mit hohen Ambitionen ist diese Realität natürlich ein Desaster.
Wie das englische Portal „express“ berichtet, könnte ein neuer Teamchef für ein größeres Beben sorgen. Aston Martin wird dann zwar wohl Adrian Newey einen anderen Posten anbieten, doch ob der eine derartige Degradierung akzeptiert, steht bislang in den Sternen.
Eines steht fest: So wie es zurzeit läuft, kann es bei Aston Martin nicht weitergehen. Das Team benötigt Lösungen, um konkurrenzfähig zu werden. Lawrence Stroll wird sich ganz genau überlegen, was sein nächster Schritt ist.
Mit Andy Cowell und Mike Krack gab es in der Vergangenheit bereits zwei Opfer, die Stroll degradiert hatte. Sollte Adrian Newey sich entscheiden, Aston Martin komplett den Rücken zu kehren, müsste erst mal diskutiert werden, was mit seinen Anteilen am Rennstall passiert. Es gibt viele Fragen, die beantwortet werden müssen.









