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McLaren-Teamchef Stella erklärt Doppel-Aus – Surer und Wittich ordnen Lage ein

Der doppelte Ausfall von McLaren vor dem Großen Preis von China sorgte für viele Fragezeichen. Teamchef Andrea Stella lieferte erste Erklärungen. Die Champ1-Experten Marc Surer und Niels Wittich bleiben entspannt und glauben weiterhin an die Stärken des Teams.

© IMAGO / PsnewZ

Nach einem schwierigen Saisonstart in Melbourne wollte McLaren sich zurückmelden. Was in China, folgte, war allerdings ein Desaster.

Beide Fahrer konnten aufgrund technischer Probleme nicht starten. Die Nullnummer wirft nicht nur beide Fahrer, sondern auch das Team vorerst weit zurück.

Der McLaren von Oscar Piastri konnte auch in China nicht starten. © Moy / XPB Images

Doppel-Aus von McLaren hatte unterschiedliche Ursachen

Auch Teamchef Andrea Stella wirkte bei Sky nach dem Rennen angeschlagen. Er erklärte, warum Lando Norris noch nicht einmal aus der Garage fahren konnte.

„Wir haben festgestellt, dass es Probleme mit der Elektrik des Antriebsaggregats gab. Wir haben versucht, das Problem zu beheben, und so viele Teile wie möglich auszutauschen, ohne speziell dieses Teil zu wechseln, da das sehr lange gedauert hätte und wir es nicht mehr rechtzeitig zum Start des Rennens geschafft hätten. Wir haben die Software neu programmiert, aber es gab keine Möglichkeit, das Problem zu beheben, und Landos Auto war einfach nicht in einem Zustand, um die Box zu verlassen.“

Teamkollege Oscar Piastri konnte zwar herausfahren, doch auch bei ihm ging plötzlich nichts mehr.

„Bei Oscar konnte das Auto zwar ohne Probleme herausfahren, aber als er in der Startaufstellung stand, sprang der Motor nicht mehr an. Es war ähnlich wie bei Lando, aber bei Oscar war es tatsächlich einfacher, das Problem zu diagnostizieren. Es scheint sich um ein Problem mit derselben Komponente des Antriebsstrangs auf der elektrischen Seite zu handeln, allerdings um ein Problem anderer Art.“

Surer und Wittich nehmen Situation bei McLaren gelassen zur Kenntnis – Rückkehr zu alter Stärke?

In der Formel-1-Experten-Analyse RACE CONTROL am Montagabend kommentierten auch die CHAMP1-Experten Marc Surer und Niels Wittich das ärgerliche Aus der McLaren-Piloten.

Für Surer ist es allerdings nur eine Frage der Zeit, bis das Team wieder um die Spitzenplätze mitfährt.

„Ja, das hängt schon mit dem neuen Reglement zusammen. Ich glaube, das Auto ist nicht so schlecht. Sie waren ja schon näher dran, vor allem im Sprint waren sie eigentlich dichter dran. Ich denke, die sind ein bisschen später dran mit der Entwicklung, aber die kommen. Ein gutes Team bleibt ein gutes Team.“

Wittich schlägt in die gleiche Kerbe wie Surer und erwartet ein starkes McLaren-Comeback in naher Zukunft.

„Sie müssen einfach gucken, dass sie das Paket zum Laufen bekommen und dann klappt das auch wieder alles. So wie Marc eben schon gesagt hat: Die werden irgendwann wiederkommen und wahrscheinlich auch nicht in allzu weiter Ferne.“

Bei McLaren war die Stimmung nach dem Großen Preis von China schlecht. © IMAGO / imagebroker

Stella wundert sich über ärgerlichen Zufall

Für McLaren-Teamchef Stella war das Doppel-Aus vorrangig eins: ein blöder Zufall.

„Es ist ziemlich außergewöhnlich und untypisch, dass fast zeitgleich zwei schwerwiegende Probleme an derselben Komponente auftreten, in diesem Fall im elektrischen Bereich des Antriebsaggregats. Wir werden gemeinsam mit HPP [Mercedes High Performance Powertrains] die Ursache für diese Fehler untersuchen.“

Noch gibt es bei McLaren also noch viele Unklarheiten. Gut, dass man jetzt zumindest eine Woche Pause hat, um nach Lösungen zu suchen. Stella versuchte es erst einmal mit Durchhalteparolen.

„Wir nehmen die Niederlage an. Wir sind ein Team. Wir werden daraus lernen und dann wieder neu an den Start gehen.“

Vor allem Oscar Piastri wird sich wünschen, dass es in Japan bergauf geht. Der Australier konnte bei beiden Rennen in dieser Saison nicht starten. Zumindest hatte sich das Team zuletzt von der Pace her von Red Bull absetzen können. Darauf wird man aufbauen. Wenn die technischen Probleme behoben werden, ist mit McLaren zu rechnen – zumindest erst einmal im Kampf um das Podium.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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