Kimi Antonelli ist der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. In Mexiko krönte er sich mit einer weiteren starken Leistung.
Auf der anderen Seite steht George Russell, der in dieser Saison vom Pech verfolgt ist, mit dem Auto Probleme hat und mental am Boden zu sein scheint.
Kimi Antonelli hat es allen gezeigt. © IMAGO / Action PlusSurer lobt Antonellis Konstanz
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über die zwei Welten, die man bei Mercedes vorfindet, gesprochen. Kommentatorenlegende Marc Surer lobte den Italiener, machte allerdings auch deutlich, dass auch ein gewisses Glück dazu gehöre.
Das neue Reglement, bei dem Mercedes bislang den besten Job gemacht habe, habe ihm in die Karten gespielt. Das habe er nutzen können. Den Grundstein für seinen WM-Titel habe er mit seiner Siegesserie gelegt. Danach habe er nur noch verwalten müssen.
Grundsätzlich, dass er mit seinen jungen Jahren so konstant fahren und fehlerfrei fahren konnte und auch gelernt hat, ab und zu zurückzustecken, wie jetzt am letzten Wochenende. (…) Das zeigt eigentlich, dass er schon viel reifer ist.
Müssen Wolff, Antonelli und Co. im kommenden Jahr mehr kämpfen? © IMAGO / Sports Press PhotoMercedes-Dominanz bereits vorbei?
Für das kommende Jahr sieht Surer den Mercedes allerdings nicht so dominant. Anders als 2014 sei der Vorsprung der Silberpfeile nicht so groß gewesen. Er sieht das Team als konkurrenzfähig, prophezeit aber einen spannenderen WM-Kampf.
Die Zweifel am Italiener von vielen Seiten, die Toto Wolff auch nach dem Rennen in Mexiko kritisierte, verteidigte Surer. Er glaube, dass auch das Team im letzten Jahr gezweifelt habe, als er zwischenzeitlich „so ein bisschen neben den Schuhen stand“.
Der Schweizer glaubt allerdings, dass Antonelli nun gestärkt in die Zukunft geht. Auch für die kommenden Rennen glaubt er an einen starken Italiener.
Der will jetzt die Rennen gewinnen, die noch da sind. Also, da bin ich gespannt. Man hat in Austin gesehen: Gib ihm eine Chance, zu gewinnen, und er gewinnt. Ich denke, der geht jetzt auf Sieg.
George Russell gratulierte Antonellis Familie nach dem Rennen. © Moy / XPB ImagesVerständnis für Russell-Frust
Bei seinem Teamkollegen George Russell regierte dagegen mal wieder der Frust. Das Team erlaubte ihm sogar, die Strecke frühzeitig zu verlassen, und nahm dafür eine Strafe in Kauf, da der Brite seine medialen Pflichten nicht erfüllen konnte. Surer gab seine Einschätzung ab.
Na gut, das Maß ist irgendwie voll für ihn. Irgendwie verstehe ich ihn. Der andere wird Weltmeister, das ist schon hart genug, und bei ihm geht wirklich alles drunter und drüber. Dass er einfach die Schnauze voll hat, das verstehe ich.
Laut dem Schweizer sei es nun wichtig, Russell „wieder aufzubauen“. Er glaube auch, dass der Brite in den kommenden Rennen wieder stärker sein könnte, da er sich für das kommende Jahr in Stellung bringen will.
Man sieht schon, er ist mit dem Auto jetzt besser unterwegs. Irgendwie harmoniert es besser. Und ich denke, er will jetzt auch noch beweisen, dass er in der Lage ist, den Kimi zu schlagen. Das ist sein Ziel dieses Jahr, weil er dann besser über den Winter kommen kann, wenn er weiß: ‚Eigentlich könnte ich es, ich habe einfach viel zu viel Pech gehabt.‘
Die zwei Welten bei Mercedes sind für Toto Wolff und Co. nicht ganz so einfach zu managen. Doch schon im kommenden Jahr könnte sich eine solche Situation wieder drehen. Jetzt geht es erst einmal darum, die Konstrukteurs-WM einzutüten.































