Mit seinem dritten Platz in Singapur konnte Kimi Antonelli seinen Abstand in der Meisterschaft noch weiter ausbauen. Inzwischen ist der Weltmeistertitel in greifbarer Nähe. Schon beim nächsten Rennen in Austin kann der Mercedespilot Weltmeister werden!
Im Rennen wurde Antonelli Dritter | © Moy / XPB ImagesSo lief Singapur
Von Startplatz Vier ging der junge Italiener ins Rennen und konnte einen Platz gut machen. So sicherte sich am Ende einen Podestplatz. Antonelli profitierte vom Kampf zwischen Norris und Hamilton und schlüpfte so an beiden vorbei. Auch wenn er am Wochenende wieder mit den allbekannten Track Limits kämpfte, konnte er sein Podium am Ende behalten.
Als man ihm nach dem Rennen vor dem Podium sagte, er könnte bereits beim nächsten Rennen vorzeitig Weltmeister werden, reagierte Antonelli überrascht. „Kann ich? Wirklich?“, fragte er zunächst. „Darüber machen wir uns jetzt mal keine Gedanken! Versuchen wir einfach, die bestmöglichen Wochenenden hinzulegen und die Sache zu Ende zu bringen.“
Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen George Russell war er weiterhin mit den neuen Teilen aus Baku unterwegs, während man Russells Auto quasi rückbaute. Dieses Rennergebnis wird Mercedes weiter helfen das Upgrade zu verstehen. „Es war nicht einfach da draußen. Auf den weichen Reifen habe ich mich sehr gut gefühlt, aber mit den mittleren hatte ich große Schwierigkeiten. Gegen Ende war mein Tempo auf den weichen Reifen dann sehr gut – wirklich sehr, sehr gut –, das ist also ein positiver Aspekt“, reflektierte Antonelli sein Rennen.
Es gibt allerdings noch viel zu tun. Das Team hat großartige Arbeit geleistet, um das Ruder herumzureißen – insbesondere was das Auto betrifft. Ich denke, wir können sehr zufrieden und stolz auf unsere Leistung sein, vor allem wenn man bedenkt, wie wir in das Wochenende gestartet sind.
Laut Antonelli sähe man endlich das Licht am Ende des Tunnels was das Upgrade betreffe.
Immer mit dabei: Papa Marco | © Moy / XPB ImagesSo kann Antonelli in Austin Weltmeister werden
Um sich den Weltmeistertitel frühzeitig zu sichern, müssen natürlich bestimmte Kriterien erfüllt sein. Genauer gesagt müssen genau drei Dinge passieren, damit sich Antonelli nach Austin Weltmeister nennen darf. Er muss das Rennen gewinnen, George Russel muss Neunter oder schlechter werden, Lewis Hamilton muss Fünfter oder schlechter werden. Trifft eines dieser Dinge nicht zu, wird Antonelli nicht frühzeitig Weltmeister.
Nach Austin stehen noch fünf Rennen auf dem Programm – sofern Katar und Abu Dhabi so stattfinden wie geplant und die beiden Rennen nicht doch durch Imola ersetzt werden. Findet alles nach Plan statt, stehen noch 125 Punkte auf dem Spiel. Deswegen wäre es essentiell, dass Antonelli in Austin gewinnt, um so den nötigen Abstand auf mögliche Verfolger auszubauen. Er muss einen Abstand von 125 Punkten aufbauen, um so uneinholbar zu werden.
Ein Abstand von 125 ist ausreichend, weil dann auf die Rennsiege geguckt wird. Selbst wenn Russell nach Austin alle Rennen gewinnen würde und Antonelli keine Punkte holt, wäre Antonelli am Ende Weltmeister. Man wäre zwar dann vielleicht punktgleich, aber Antonelli hätte neun Rennsiege, während Russell dann nur acht vorzuweisen hätte.
Sollten Katar und Abu Dhabi abgesagt und durch Imola ersetzt werden, würde sich der Abstand sogar auf nur 100 Punkte verringern. Aktuell hat Antonelli einen Vorsprung von 98 Punkten auf seinen Teamkollegen George Russell.































