Haas macht die nächste Fahrerentscheidung für 2027 offiziell und verpflichtet Rafael Câmara als Nachfolger von Esteban Ocon. Red Bull verlängert derweil langfristig mit Teamchef Laurent Mekies, während Christian Horner erneut über seinen Abschied und frühere Weggefährten spricht. Dazu kehrt die Formel 1 nach mehr als drei Jahrzehnten nach Afrika zurück – und Franco Colapinto richtet einen eindringlichen Appell an seine eigenen Fans. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Freitag.
Auch an einem rennfreien Wochenende bleibt die Formel 1 personell und politisch in Bewegung. Haas setzt künftig vollständig auf zwei junge Ferrari-Junioren, Red Bull schafft langfristig Klarheit an der Führungsspitze und die Königsklasse treibt ihre globale Expansion mit einem neuen Grand Prix in Afrika voran.
©Haas F1 TeamHaas bestätigt Câmara als Ocon-Nachfolger
Jetzt ist es offiziell: Rafael Câmara fährt ab 2027 für Haas.
Der 21 Jahre alte Brasilianer erhält einen mehrjährigen Vertrag und wird künftig an der Seite von Oliver Bearman antreten. Damit setzt Haas auf zwei Fahrer aus der Ferrari Driver Academy.
Câmara hatte sich mit starken Leistungen in den Nachwuchsserien für den Aufstieg empfohlen. Nach dem Titel in der Formula Regional 2024 und der Formel-3-Meisterschaft 2025 führt er aktuell auch die Formel-2-Wertung an. Bereits im August testete er in Portimão für Haas und überzeugte das Team offenbar endgültig.
Teamchef Ayao Komatsu hob neben Câmaras Geschwindigkeit vor allem dessen Fähigkeit hervor, sich schnell auf neue Bedingungen einzustellen und gemeinsam mit dem Team an der Performance zu arbeiten.
Für Esteban Ocon ist damit endgültig klar, dass sein bisheriges Cockpit vergeben ist. Der Franzose verlässt Haas nach Saisonende, will seine Formel-1-Karriere allerdings noch nicht als beendet betrachten. Ocon hatte nach der Trennung betont, seine sportliche Leistung sei nicht der Grund für die Entscheidung gewesen.
Haas geht damit 2027 bewusst einen jungen Weg: Bearman und Câmara sollen gemeinsam die nächste Entwicklungsphase des Teams prägen.
©Getty Images / Red BullRed Bull bindet Mekies bis 2031 – Horner legt nach
Auch Red Bull schafft langfristige Planungssicherheit.
Der Rennstall hat den Vertrag von Teamchef und CEO Laurent Mekies bis Ende 2031 verlängert. Erst im Juli 2025 hatte der Franzose die Nachfolge von Christian Horner angetreten.
Nach dem schwierigen Saisonstart zeigt die Formkurve inzwischen deutlich nach oben. Max Verstappen gewann zuletzt in Malaysia und Singapur, Red Bull kämpft wieder um Spitzenplätze.
Oliver Mintzlaff lobte Mekies für seine Führungsqualitäten, sein technisches Verständnis und die strategische Ausrichtung. Auch die Anteilseigner Mark Mateschitz und Chalerm Yoovidhya stellen sich klar hinter den Franzosen.
Während Red Bull seine Zukunft unter Mekies festigt, spricht dessen Vorgänger erneut über seinen Abschied.
Christian Horner erklärte gegenüber Autosport, bis heute nicht vollständig zu verstehen, warum er 2025 gehen musste. Er vermutet, dass sich nach dem Tod von Dietrich Mateschitz die Entscheidungsstrukturen im Konzern verändert hätten und möglicherweise der Eindruck entstanden sei, er habe zu viel Einfluss auf das Formel-1-Team ausgeübt.
Zuletzt hatte Horner zudem mit Aussagen über Ferrari für Schlagzeilen gesorgt. Inzwischen relativierte er diese und erklärte, ein Wechsel nach Maranello sei für ihn aktuell keine konkrete Option. Für eine Formel-1-Rückkehr suche er vielmehr eine Rolle, bei der er auch unternehmerisch beteiligt wäre.
Auch gegen Günther Steiner konnte sich Horner einen Seitenhieb nicht verkneifen. Dessen Popularität sei stark durch „Drive to Survive“ entstanden – als Teamchef habe Steiner seines Wissens dagegen nie ein Podium erreicht. Gleichzeitig räumte Horner ein, dass Steiner viele neue Fans für die Formel 1 gewonnen habe.
©XPB ImagesTsunoda vor IndyCar-Test
Im Red-Bull-Umfeld könnte es noch eine weitere Veränderung geben.
Yuki Tsunoda soll am 26. Oktober einen IndyCar-Test für Meyer Shank Racing absolvieren. Der Japaner hatte seinen Formel-1-Stammplatz Ende 2025 verloren und arbeitet aktuell als Ersatzfahrer für Red Bull und die Racing Bulls.
Ein Engagement in den USA wäre auch deshalb interessant, weil Meyer Shank mit Honda zusammenarbeitet – einem Hersteller, der Tsunodas Karriere seit Jahren begleitet.
Zudem steht Mick Schumacher für 2027 bereits bei Meyer Shank Racing unter Vertrag. Sollte aus Tsunodas Test tatsächlich ein festes Engagement entstehen, könnten beide künftig für denselben Rennstall antreten.
©x.com/f1 / Formula 1Formel 1 kehrt nach Afrika zurück
Nach mehr als drei Jahrzehnten kehrt die Formel 1 nach Afrika zurück.
Die Königsklasse hat mit Ruanda einen Zehnjahresvertrag abgeschlossen. Ab den frühen 2030er-Jahren soll dort ein Grand Prix auf einer neu errichteten Rennstrecke stattfinden.
Geplant ist der Kurs in Bugesera, rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kigali. Die Strecke soll nach FIA-Grade-1-Standards gebaut werden und die natürlichen Höhenunterschiede der Region nutzen.
Zuletzt hatte die Formel 1 1993 in Afrika gefahren – damals in Kyalami.
Stefano Domenicali bezeichnete die Vereinbarung als Meilenstein. Mit Ruanda soll die Formel 1 künftig auf jedem bewohnten Kontinent vertreten sein.
Noch offen ist dagegen, wo die Saison 2026 tatsächlich endet. Katar und Abu Dhabi stehen weiter im Kalender, gleichzeitig bleibt Imola als mögliche Alternative im Gespräch. Eine endgültige Entscheidung soll noch im Oktober fallen.
©XPB ImagesColapinto warnt eigene Fans: „Ihr helft weder mir noch meiner Zukunft“
In einer mehr als zweiminütigen Videobotschaft fordert der Alpine-Pilot ein Ende der Hassattacken gegen andere Fahrer, Teamkollegen, Mechaniker und Ingenieure.
Colapinto bedankte sich zunächst für die große Unterstützung, machte anschließend aber deutlich, dass manche Reaktionen inzwischen deutlich zu weit gingen.
Seine zentrale Botschaft:
„Ich weiß, dass ihr denkt, ihr würdet mich verteidigen, aber damit erreicht ihr genau das Gegenteil. Ihr helft weder mir noch meiner Zukunft.“
In den vergangenen Monaten waren wiederholt andere Fahrer und Teammitglieder Ziel massiver Angriffe geworden – darunter Pierre Gasly und zuletzt auch Lando Norris nach dem Baku-Grand-Prix.
Colapinto macht nun ausdrücklich klar, dass er diese Art von Unterstützung nicht will. Zudem hat er sich entschieden, vorerst Abstand von sozialen Medien zu nehmen und sich stärker auf seine sportliche Zukunft bei Alpine zu konzentrieren.
Alle Hintergründe zu Câmaras Haas-Wechsel, Red Bulls langfristigem Vertrag mit Laurent Mekies, Christian Horners neuen Aussagen, der Formel-1-Rückkehr nach Afrika und Colapintos eindringlichem Fan-Appell gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































