Gabriel Bortoleto lässt als Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Audi immer wieder seine Klasse aufblitzen. Technische Probleme machen dem Brasilianer allerdings immer wieder einen Strich durch die Rechnung.
Seine Jugend-Rivalen Kimi Antonelli und Isack Hadjar sind derzeit bereits bei Top-Teams und konnten schon ordentlich für Furore sorgen.
Gabriel Bortoleto will hoch hinaus. © Charniaux / XPB ImagesBortoleto glaubt an seine Stärken
Fast wirkt es so, als würden ihm Hadjar und besonders Antonelli schon jetzt weglaufen, was ihre Erfolge angeht. Doch, Bortoleto glaubt, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, wie er gegenüber motorsport.com verdeutlichte.
Das sind die beiden Fahrer meiner Generation, die Podestplätze erreichen. Ich habe mein ganzes Leben lang gegen sie gekämpft. Die Wahrheit ist, dass ich gegen sie in den Juniorenkategorien gut abgeschnitten habe, und ich weiß, wozu ich fähig bin. Aber ich muss geduldig sein. Jeder hat seinen eigenen Weg. Mal sehen, wo wir alle in 20 Jahren landen.
Er sei sehr froh in der Formel zu sein, weil es sein großer Traum wäre. Gleichzeitig sei es „ehrlich gesagt auch schwierig, wenn man aus den Juniorenkategorien kommt, wo man gewonnen hat, und dann in die Formel 1 kommt und weiß, dass man nicht an der Spitze kämpfen kann“.
Doch mit Audi hat er zumindest ein Team, das die Ambition hat, spätestens 2030 zu den ganz klaren Titelfavoriten zu zählen. Bortoleto spüre auch derzeit keinen Druck und wisse, dass Audi ihm früher oder später ein Auto zur Verfügung stellen werde, in dem er gewinnen könne. Bis dahin müsse er bereits sein, zu zeigen, was er könne.
Binotto und Bortoleto scheinen sich gut zu verstehen. © Bearne / XPB ImagesBinotto als „Mentor und Freund“
Ein Mann, der dem Brasilianer derzeit hilft, besser zu werden, ist Teamchef Mattia Binotto. Bortoleto sagte, dass er oft mit dem Italiener reden würde. Dieser würde ihn verstehen und ihm helfen.
Er ist ein Mentor, ein Freund, ein Chef, aber er ist auch ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Denn normalerweise, wenn man einen Chef hat, ist die Beziehung etwas formell. Aber er ist anders. Ich sehe ihn nicht nur als Chef, sondern auch als jemanden, an den ich mich wenden kann, um Rat in meinem Privatleben zu bekommen. Das ist ein wirklich schöner Aspekt unserer Beziehung.
Auch zu Max Verstappen pflege der Audi-Star ein gutes Verhältnis. Bei gemeinsamen Gaming-Sessions würden sich die beiden über die Situation bei den jeweiligen Teams austauschen. Auch stelle Bortoleto immer wieder Fragen, welche Erfahrungen der Niederländer gemacht habe.
Der Brasilianer hat ein klares Ziel: In jeder Hinsicht ein besserer Fahrer zu werden. Denn in den kommenden Jahren muss Bortoleto zeigen, dass er wächst. Dann hat er eine Chance, im Audi-Cockpit zu sitzen, wenn die (geplanten) großen Zeiten des Rennstalls anstehen. Bis dahin muss er allerdings noch ein bisschen lernen.































