Lange arbeiteten Christian Horner und Helmut Marko Seite an Seite bei Red Bull Racing. Sie formten das Team und zogen es zu seinem Top Team heran. Inzwischen können sich die beiden jedoch gar nicht mehr riechen.
Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit wurde Feindschaft? | © Batchelor / XPB ImagesHorner erhebt schwere Vorwürfe gegen Marko
Im ausführlichen Interview beim High Performance Podcast packte Christian Horner mit „seiner Wahrheit“ (ebenfalls Folgentitel des Podcasts) aus. Dort sprach er erstaunlich offen unter anderem über Dr. Helmut Marko. Der Brite beschreibt den 83-Jährigen als rücksichtslos und kalt. Allgemein sei er sehr in einem schwarz-weiß-Denken festgefahren. Ein gutes Verhältnis habe man nicht mehr.
Seit dem Tod von Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz in 2022 wurde die Kluft zwischen Horner und Marko immer größer. Inzwischen arbeiten beide nicht mehr für das Team: Horner musste das Team 2025 verlassen, während Marko freiwillig zum Ende der Saison in den Ruhestand ging. In wenigen Tagen erscheint die Autobiografie Drive von Christian Horner. In seinem Buch erhebt er schwere Vorwürfe gegen Marko. Dort betont der Brite, der 83-Jährige wäre an seinem Rauswurf beteiligt gewesen.
„Es hat mich getroffen, dass er so an meinem Rausschmiss gearbeitet hat, während meine Ex-Partnerin und die Mutter meiner Tochter kurz zuvor verstorben war. Er hat nicht einmal sein Beileid ausgesprochen“, schreibt Horner in seiner Neuerscheinung.
Wie stark war Marko an Horners Rauswurf beteiligt? | © Getty Images / Red Bull Content PoolDrive erscheint am 22. Oktober, dem Todestag von Mateschitz. Bereits dafür erntete der Ex-Teamchef heftige Kritik, der jedoch betont, das Buch sei eine Homage an den verstorbenen Konzerngründer. Die Red Bull Fraktion aus Österreich sieht darin jedoch eine klare Provokation.
Auch Helmut Marko soll mit den Aussagen Horners konfrontiert worden sein. Er schmettert die Vorwürfe mit nur einem Satz ganz klar ab:
Das Buch ist eine Summe von Unwahrheiten, auf die ich nicht näher eingehen will.
Für Helmut Marko soll es sich bei der Autobiografie um ein Lügenkonstrukt handeln. Näheres erläutern wollte der Österreicher auf Nachfrage der Bild nicht. Auf welche Seite man sich am Ende stellen möchte, müssen die Leser ab dem 22. Oktober wohl selbst entscheiden. Ob es weitere Kommentare von Marko diesbezüglich geben wird, wird sich zeigen.































