Die Sprint-Wochenenden in der Formel 1 sind bereits seit der Einführung eher umstritten.
Oft halten sich die Teams bei den kurzen Rennen mit wenig Punkten zurück, um keine Schäden am Auto zu bekommen. Und auch ein anderer Punkt stört vor allem die Fahrer.
Isack Hadjar kritisiert das Sprint-Format. © Batchelor / XPB ImagesHadjar fehlt die Testzeit
Denn, wie Isack Hadjar gegenüber motorsport.com verriet, ist er selbst kein Fan der Sprint-Formate. Das verdeutlichte er nach dem Qualifying in Singapur.
Das ist das Problem an solchen Wochenenden, an denen man nicht am Auto arbeiten kann. Das ist einfach unmöglich. Da muss man einfach Glück haben. Es gibt nichts zu tun. Ich schätze, es ist nicht unterhaltsam für die Leute, uns viele Tests machen zu sehen, aber es ist uns wichtig.
An solchen Wochenenden habe man es schwer, Dinge über das Auto zu lernen, auch, wenn es um Updates gehen würde. Da der Franzose mehrere Rennen mit einer Handverletzung verpasste, sind solche Wochenenden natürlich umso unangenehmer.
In diesem Jahr kann der Youngster zum Glück durchatmen. Es wird kein Sprintwochenende mehr stattfinden, im kommenden Jahr sieht es allerdings anders aus. Dort wird es zehn Wochenenden mit Sprint-Format geben – eines davon sogar in Monaco.
In Monaco wird im kommenden Jahr ein Sprint stattfinden. © Charniaux / XPB ImagesKein Verständnis für Monaco-Sprint
Vor allem für die Entscheidung, einen Sprint im Fürstentum auszurichten, ist Hadjar alles andere als begeistert.
Ich weiß nicht, wer diese Entscheidungen trifft. Nächstes Jahr haben wir ein Sprintrennen in Monaco. Wie um alles in der Welt soll das denn funktionieren? Was glaubst du, was da passieren wird? Glaubst du, es wird Überholmanöver geben? Warum machen wir das dann überhaupt? Es ist einfach sehr enttäuschend, und es gibt immer mehr davon.
Doch die Worte des Franzosen werden wohl kaum etwas bringen. Verantwortliche wie Stefano Domenicali machten in der Vergangenheit immer wieder deutlich, wie gut ihnen die Sprintrennen gefallen würden. Auch finanziell sind sie lukrativer als die Trainings-Sessions.
Doch die Diskussionen um die Sprints in der Formel 1 werden weitergehen. Durch die Aufstockung im kommenden Jahr könnte es noch schwieriger werden, mit neuen Updates und Set-up-Problemen klarzukommen. Manövriert sich die Königsklasse in eine weitere Zwickmühle?































