Die Diskussionen rund um die neue Fahrzeuggeneration sind laut.
Die Kritik der Fahrer deutlich.
Die Motoren-Thematik brisant.
Doch die FIA zieht am heutigen Mittwoch (18. Februar) vorerst die Bremse.
FIA-Mann Nikolas Tombazis | © IMAGO / IPA SportBei der ersten Sitzung der Formel-1-Kommission 2026 in Bahrain, unter Leitung von FIA-Single-Seater-Direktor Nikolas Tombazis und FOM-CEO Stefano Domenicali, wurde klar: Es wird vor dem Saisonstart in Melbourne keine übereilten Regeländerungen geben.
Formel 1-Geschäftsführer Stefano Domenicali | © IMAGO / NurPhoto„Keine unmittelbaren großen Anpassungen“
Nach intensiven Diskussionen verständigte sich die Kommission darauf, dass zwar Feinjustierungen am neuen 2026er-Reglement notwendig seien – diese jedoch zunächst gesammelt und dem World Motor Sport Council zur finalen Genehmigung vorgelegt werden.
The first meeting of the Formula 1 Commission of 2026 took place today, February 18 in Bahrain. The meeting was chaired by FIA Single-Seater Director Nikolas Tombazis and FOM President and CEO Stefano Domenicali.
— FIA (@fia) February 18, 2026
Full Statement: https://t.co/JLMxb6CX3S pic.twitter.com/dH5MbBbK5G
Wörtlich heißt es im FIA-Statement, dass „keine unmittelbaren größeren regulatorischen Änderungen erforderlich“ seien. Eine vorschnelle Anpassung berge vielmehr die Gefahr zusätzlicher Instabilität unmittelbar vor dem ersten Rennen.
Mit anderen Worten:
Die FIA will Ruhe bewahren – und nicht auf Basis weniger Testtage hektisch eingreifen.
Alle Fahrer auf dem offiziellen Gruppenbild der Saison 2026 | © x.com/F1Fahrer-Feedback ernst genommen
Zugleich wurde deutlich, dass die Stimmen aus dem Cockpit gehört werden.
Nach einer von der FIA initiierten Umfrage unter den Fahrern wurden zahlreiche Themen offen diskutiert: Fahrzeugcharakteristik, Energie-Management, Aerodynamik, Überholmöglichkeiten, Reifenverhalten und mechanischer Grip.
Positiv bewertet wurden laut FIA insbesondere das reduzierte Gewicht und die kompakteren Abmessungen der neuen Autos. Auch die verbesserte Fahrqualität sowie eine stärkere Anfangsbeschleunigung wurden von mehreren Fahrern hervorgehoben.
Kritische Punkte – insbesondere beim Energie-Management – sollen während der aktuell laufenden zweiten Testwoche in Bahrain technisch weiter überprüft werden.
Der Rennstart in Abu Dhabi im vergangenen Jahr | © IMAGO / NurPhotoStartprozedur im Fokus
Ein weiterer Diskussionspunkt der Kommission war die Rennstart-Prozedur.
Hier wurden konstruktive Vorschläge eingebracht, die nun in Bahrain weiter getestet werden sollen. Im Fokus stehen mögliche Updates der Rennsysteme sowie Anpassungen im On-Car-Management.
Gerade im Hinblick auf die komplexeren Hybrid-Systeme der neuen Generation gilt der Start als neuralgischer Moment.
Oscar Piastri triumphierte 2025 beim Sprint-Rennen in Doha | © IMAGO / XinhuaSprint-Explosion in Planung?
Neben technischen Themen standen auch kommerzielle Fragen auf der Agenda.
So wurde über eine mögliche Ausweitung der Sprint-Events diskutiert – von bislang sechs auf künftig bis zu zwölf Rennen pro Saison. Hintergrund ist laut FIA eine hohe Nachfrage seitens Fans und Promotern.
Eine finale Entscheidung steht jedoch noch aus. Auch hier gilt: Zustimmung des FIA-Weltrats erforderlich.
Was bedeutet das für Melbourne?
Die Botschaft aus Bahrain ist klar:
Die FIA erkennt die offenen Fragen rund um das neue Reglement an – sieht jedoch aktuell keinen Anlass für drastische Sofortmaßnahmen.
Weitere technische Prüfungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Erst wenn mehr Daten vorliegen, wird erneut bewertet.
Die neue Ära bleibt also vorerst unverändert auf Kurs.
Ob das reicht, um alle Teams und Fahrer zu überzeugen, dürfte sich spätestens beim Saisonauftakt in Australien zeigen.





